Chainlink hat einen umfangreichen Blog veröffentlicht, der die eigene langfristige Vision beschreibt. Der Text zeichnet ein Bild davon, wie sich Blockchain Use Cases aus Sicht von Chainlink entwickeln und welche Rolle Chainlink dabei einnehmen will. Im Mittelpunkt steht die Aussage, dass moderne Anwendungen rund um tokenisierte Real World Assets institutionelle Workflows benötigen, die den Abläufen im bestehenden Finanzsystem ähneln.
Chainlink beschreibt sich dabei als eine All in One Oracle Plattform, die nicht nur Daten liefert, sondern auch Interoperabilität, Compliance, Privacy, Orchestrierung und die Anbindung an bestehende Legacy Systeme abdeckt.
Die Evolution: Vom Ledger zum Workflow
Früher war eine Blockchain ein isoliertes Netzwerk. Heute müssen Onchain-Anwendungen laut Chainlink folgende Kriterien erfüllen:
Asset-Vielfalt: Verarbeitung unterschiedlichster Token-Arten gleichzeitig.
Multi-Chain-Realität: Anwendungen müssen über viele Ketten hinweg funktionieren.
Daten-Integration: Einbindung von Offchain-Daten, Zinsen und Marktpreisen.
Regulatorik: Abbildung von Gesetzen verschiedener Jurisdiktionen.
Legacy-Anbindung: Nahtloses Zusammenspiel mit bestehenden Bankensystemen.
Privacy & Compliance: Schutz sensibler Daten bei gleichzeitiger Erfüllung von KYC-Pflichten.
Chainlink Runtime Environment (CRE) – Das Herzstück
Die CRE ist das Gehirn der Plattform. Man kann sie sich wie ein Dirigenten-Stab vorstellen, der verschiedene Dienste (Daten, Zahlungen, Identitätsprüfung) zu einem einzigen, automatisierten Workflow zusammenführt.
Trigger: Ein Ereignis startet den Prozess.
Aktion: Die CRE führt die nötigen Schritte aus.
Output: Das Ergebnis wird an die Ziel-Blockchain oder das Bankensystem gemeldet.
Die technische Basis dafür sind die Decentralized Oracle Networks (DONs) – Gruppen von unabhängigen Computer-Knoten, die gemeinsam Daten prüfen und Berechnungen sicher ausführen.
Die vier Säulen des Chainlink-Stacks
Chainlink definiert vier vertikale Standards, die modular kombiniert werden können:
A. Data Standard (Onchain Data Protocol - ODP)
Das ODP löst das Oracle-Problem, indem es eine offene Spezifikation bietet, wie Daten aggregiert und publiziert werden.
Price Feeds: Marktpreise für DeFi und Institutionen.
SmartData: Daten, die direkt in tokenisierte Assets fließen (z. B. Proof of Reserve für Deckungsnachweise oder NAV-Daten für Fondspreise).
Kommerzialisierung: Datenanbieter können ihre Daten direkt onchain verkaufen, ohne eigene Nodes betreiben zu müssen.
B. Interoperability Standard (CCIP & CCT)
Hier geht es um die sichere Kommunikation zwischen Blockchains.
CCIP: Ermöglicht „Programmable Token Transfers“ – Token werden zusammen mit Anweisungen verschickt, was der Smart Contract am Zielort damit tun soll.
Cross-Chain Token (CCT): Ein Standard, der es Token erlaubt, nativ über Ketten zu wandern, ohne Slippage und ohne dass spezifische CCIP-Logik im Token-Contract selbst verbaut sein muss.
C. Compliance Standard (OCP & ACE)
Für Banken ist Compliance nicht optional. Das Onchain Compliance Protocol (OCP) bietet:
Automated Compliance Engine (ACE): Ein Policy-Manager, der Regeln (z.B. „Nur verifizierte Nutzer aus der EU dürfen kaufen“) automatisch prüft.
Cross-Chain Identity (CCID): Verbindet reale Identitäten mit Onchain-Wallets, ohne dass private Daten öffentlich gespeichert werden.
D. Privacy Standard (Confidential Compute & DECO)
Institutionen können keine Strategien offenlegen. Chainlink nutzt:
Trusted Execution Environments (TEE): Geschützte Hardware-Bereiche für Berechnungen.
DECO: Ein Protokoll, mit dem man beweisen kann, dass eine Information wahr ist (z. B. „Ich habe mehr als 100k auf dem Konto“), ohne die eigentlichen Daten preiszugeben.
Die LINK-Ökonomie und Payment Abstraction
Um die Nutzung für Unternehmen so einfach wie möglich zu machen, führt Chainlink zwei Konzepte ein:
Payment Abstraction: Institutionen können in beliebigen Währungen (Stablecoins, Fiat) zahlen. Diese werden im Hintergrund automatisch in LINK konvertiert, um die Oracle-Nodes zu bezahlen.
Chainlink Reserve: Eine strategische Reserve aus LINK, die durch diese Einnahmen gespeist wird und die langfristige Sicherheit des Netzwerks garantiert.
Marktpotenzial und reale Dominanz
Dass diese Vision keine Theorie ist, belegen die massiven Marktprojektionen und die bereits erreichte Marktmacht:
Die Billionen-Chance: Die Boston Consulting Group (BCG) prognostiziert 16 Billionen USD an tokenisierten illiquiden Assets bis 2030 (ca. 10 % des globalen BIP). Das World Economic Forum (WEF) schätzt das Potenzial sogar auf bis zu 867 Billionen USD.
Etablierte Marktmacht: Das Chainlink-Netzwerk hat bereits Transaktionswerte in zweistelliger Billionenhöhe ermöglicht, über 18 Milliarden Nachrichten übermittelt und sichert mehr als 70 % des gesamten DeFi-Sektors (z. B. Aave, Lido, Jupiter).
Enterprise-Grade Sicherheit: Als einzige Plattform ihrer Art ist Chainlink ISO 27001 zertifiziert und SOC 2 Type 1 geprüft – ein Muss für die Zusammenarbeit mit Schwergewichten wie Swift, J.P. Morgan Kinexys, Mastercard, Fidelity und UBS.
Praxisbeispiele im Blog:
Swift & UBS: Abwicklung von Fonds-Transaktionen über CCIP.
Kinexys (J.P. Morgan) & Ondo: Atomare Abwicklung (DvP) zwischen privaten Banken-Ledgern und öffentlichem DeFi.
ANZ Bank: PvP-Settlements (Zahlung gegen Zahlung) mit CBDCs und Stablecoins.
Chainlink beschreibt eine Zukunft, in der Onchain Finance institutionelle Workflows benötigt, die mehrere Chains, Datenquellen, Assets, Jurisdiktionen und Legacy Systeme verbinden. Dafür stellt Chainlink im Blog eine Architektur aus vier Standards vor, die von einer Orchestrierungsschicht getragen wird.
Im Zentrum stehen:
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Decentralized Oracle Networks als Ausführungsinfrastruktur
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ODP für Daten, CCIP für Interoperabilität, OCP für Compliance, Privacy Oracles für vertrauliche Workflows
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CRE als Layer zur Orchestrierung kompletter End to End Workflows
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Payment Abstraction als Mechanismus für flexible Zahlungen und die Konvertierung in LINK
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Chainlink Reserve als strategischer LINK Bestand, gespeist aus Service Einnahmen
So beschreibt Chainlink seine Position: als Standardplattform, die den gesamten Lebenszyklus fortgeschrittener Onchain Anwendungen abdeckt.
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