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Bitcoin7. November 2025
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Bitcoin: Geordnete Korrektur und stille Gewinner im Web3

Bitcoin: Geordnete Korrektur und stille Gewinner im Web3

Bitcoin: Markt in Sorge, dennoch geordnete Korrektur

Die Stimmung am Kryptomarkt hat sich in den letzten Tagen deutlich abgekühlt. Bitcoin fiel zuletzt unter die 365-Tage-Linie bei 102K Dollar, ein Niveau, das laut CryptoQuant bisher als verlässliche Untergrenze galt. In der Folge sprechen viele Analysten von einem „extrem bärischen“ Marktumfeld, mit möglichen Zwischenzielen bei 91.000 oder sogar 72.000 Dollar, sollte sich die Lage nicht rasch stabilisieren.

Doch wer tiefer in die Zahlen schaut, erkennt, dass die Situation eher einem kurzen Durchatmen als einem dramatischen Absturz gleicht. Laut Glassnode handelt es sich bei dieser Bewegung um eine klassische Zwischenkorrektur innerhalb eines laufenden Zyklus. Nur 3 % der Marktkapitalisierung liegen derzeit in unrealisierten Verlusten, weit entfernt von den über 20 %, die in früheren Bärenmärkten üblich waren.

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https://insights.glassnode.com/the-week-onchain-week-44-2025/

Auch Bloomberg-Analyst Mike McGlone sieht das aktuelle Niveau als „Speedbump“, also als kleine Bodenwelle auf dem Weg nach oben. Er verweist auf den 48-Monats-Durchschnitt bei rund 56.000 Dollar, zu dem Bitcoin nach Überhitzungsphasen historisch oft zurückkehrt. Kurzfristig mag das schmerzhaft sein, langfristig jedoch reinigt es den Markt. Viele Frühinvestoren realisieren Gewinne, während institutionelle Käufer neue Einstiegszonen aufbauen.

Bemerkenswert ist, dass trotz der schwächelnden Marktstimmung keine Panik aufkommt. Die Long-Term-Holder verkaufen in moderatem Tempo, ETF-Abflüsse bleiben überschaubar, und das Handelsvolumen in Stablecoins zieht leicht an, ein Zeichen dafür, dass Kapital am Rand bereitsteht. Der Fear-and-Greed-Index liegt mit einem Wert von 24 im „Angst“-Bereich, und genau dort entstehen oft die besten Gelegenheiten.

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https://x.com/mikemcglone11/status/1986461312507945417

Anders ausgedrückt: Das Vertrauen in Bitcoin mag angekratzt sein, aber es ist keineswegs verschwunden. Wenn sich Bitcoin über der 100K-Dollar-Marke halten kann, bleibt das Szenario einer Mid-Cycle-Phase laut Glassnode Analysten intakt.

Auch Ethereum zeigt mit leichter Stärke, wie selektiv Kapital derzeit fließt. Während der Markt insgesamt strauchelt, haben ETH-Trader laut Santiment zuletzt so viele bullische Kommentare hinterlassen wie seit Juli nicht mehr. Diese Zuversicht könnte kurzfristig überzogen sein, zeigt jedoch, dass Anleger wieder differenzieren: Nicht alle Assets fallen gleichzeitig.

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Web3: Industriereport offenbart stille Gewinner

Während Bitcoin in eine Phase der Konsolidierung geht, bleibt Web3 überraschend lebendig. Der neue DappRadar-Report zeigt, dass trotz eines Marktrückgangs um 3 % auf 16 Millionen aktive Wallets pro Tag die Gaming- und DeFi-Anwendungen nach wie vor die klaren Treiber der Branche sind. Blockchain-basierte Spiele machten fast 28 % aller Aktivitäten aus – der höchste Wert des Jahres. Spieler und Nutzer handeln, spielen und verdienen in diesen digitalen Welten, während klassische Finanz-Apps weiterhin unter regulatorischem Druck stehen.

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https://dappradar.com/blog/over-10-million-nfts-sold-as-web3-moves-beyond-jpegs

Im DeFi-Bereich musste zwar ein Rückgang von 6 % beim gebundenen Kapital im Oktober hinnehmen, aber die Innovationsgeschwindigkeit bleibt hoch. Neue Protokolle setzen zunehmend auf transparente Ratings, während etablierte DeFi-Projekte wie Aave, Lido und Uniswap gemeinsam in Washington auftreten, um faire Regeln für dezentrale Systeme zu erwirken.

Auch im NFT-Markt sind spannende Entwicklungen zu verzeichnen. Das Handelsvolumen stieg im Oktober um 30 % auf 546 Millionen Dollar, bei über 10 Millionen verkauften Stücken – dem höchsten Stand des Jahres. Große Marken wie Amazon, Kellogg’s und Yuga Labs nutzen NFTs zunehmend als digitale Erweiterung ihrer Produkte, was den Markt massentauglicher macht.

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https://insights.glassnode.com/the-week-onchain-week-44-2025/

All diese Entwicklungen zeigen: Web3 stagniert nicht, sondern reift weiter. Nutzer werden wählerischer, Projekte professioneller, und die Verbindung zwischen der realen und der digitalen Welt wächst stetig.

In diesem Sinne: Tief durchatmen, das Wochenende genießen und den Blick nicht nur auf die Charts richten, sondern auch auf die spannenden Entwicklungen hinter den Kulissen. Bis Montag!

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