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Bitcoin20. Oktober 2025
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Bitcoin schwächelt im Uptober – doch Q4 könnte überraschen

Bitcoin schwächelt im Uptober – doch Q4 könnte überraschen

Der Oktober gilt traditionell als Glücksmonat für Bitcoin, doch in diesem Jahr zeigt sich ein anderes Bild. Mit rund fünf Prozent Minus ist es der schwächste Oktober seit 2015. Die gewohnten saisonalen Muster verlieren an Bedeutung, während Makroökonomie und Politik zunehmend den Takt bestimmen.

Nach den Spannungen rund um die China-Zölle kam zuletzt Bewegung in die Lage: Donald Trump bestätigte ein Treffen mit Xi Jinping am 31. Oktober beim APEC-Gipfel. Diese Ankündigung reichte aus, um die Stimmung an den Märkten übers Wochenende leicht aufzuhellen. Bitcoin zog kurzzeitig an, Ethereum ebenfalls.

Einige Analysten sehen darin die Chance auf ein spätes Aufbäumen – ähnlich wie im Jahr 2020, als der Oktober nach einem schwachen Start mit plus 27 Prozent endete. 

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https://www.coinglass.com/today

Dennoch bleibt die Nervosität spürbar. Die Volatilitätsindizes über Aktien, Gold und Krypto steigen parallel, was auf eine zunehmende Risikoaversion hinweist. Anleger reagieren sensibel auf geopolitische Spannungen, während regionale Banken in den USA erneut Kreditausfälle melden.

Elliott-Wave-Analyst Jon Glover warnt, dass der Bullenmarkt, der Anfang 2023 begann, mit dem Rückfall von 126 000 auf 104 000 Dollar seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. Seiner Einschätzung nach dürfte Bitcoin nun zwischen 70 000 und 80 000 Dollar konsolidieren, bevor neue Impulse entstehen.

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https://coinmarketcap.com/currencies/bitcoin/

Während Bitcoin also eine Verschnaufpause einlegt, liefern die aktuellen Marktberichte spannende Hinweise auf das, was im vierten Quartal bevorstehen könnte. Der neue CoinGecko-Report zeigt: Der Markt wuchs im dritten Quartal um über 16 Prozent, das DeFi-Volumen stieg um 40 Prozent, Stablecoins erreichten neue Rekorde, und Ethereum war mit plus 68 Prozent der klare Gewinner. Kapital floss deutlich von Bitcoin in Altcoins, Tokenisierung und DeFi-Projekte.

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https://www.coingecko.com/research/publications/2025-q3-crypto-report

Coinbase Institutional blickt dagegen nach vorn und beschreibt für Q4 ein „konstruktiv positives Setup“ – getragen von Liquidität, Stablecoins und zunehmender ETF-Tiefe. Zwei weitere Zinssenkungen der US-Notenbank gelten als wahrscheinlich, und die On-Chain-Aktivität bleibt robust. Entscheidend, so das Team, ist nicht der Tageskurs, sondern die Infrastruktur, über die Kapital derzeit fließt: Stablecoins, Layer-2-Lösungen und institutionelle Treasury-Käufe.

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https://www.coinbase.com/en-gb/institutional/research-insights/research/insights-reports/charting-crypto-q4-2025

Beide Berichte weisen in dieselbe Richtung, jedoch aus unterschiedlichen Perspektiven: CoinGecko beschreibt, wie das Kapital bereits rotiert ist, während Coinbase erklärt, warum die Basis stabil bleibt – auch wenn Geduld gefragt ist.

Das vierte Quartal könnte also weniger von Euphorie als von Fundamentaldaten geprägt sein. Doch wer langfristig denkt, erkennt: Die Schienen sind gelegt – und die Bewegung hat längst begonnen.

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