Bitcoin & Markt: Hoffnung auf US-China-Deal treibt Krypto an
Der Montag beginnt mit Erleichterung an den Märkten. Nach Wochen der Unsicherheit haben die USA und China ein Handelsrahmenabkommen in Aussicht gestellt. Finanzminister Scott Bessent sprach von „substanziellen Fortschritten“, was die von Trump angekündigten Strafzölle von 100 % wohl überflüssig macht. Anleger reagierten erleichtert – Bitcoin kletterte über 115 000 Dollar, Ethereum legte über 3 % zu. Kurzzeitig wurden mehr als 300 Millionen Dollar an Short-Positionen liquidiert – ein Zeichen dafür, dass viele gegen die Bewegung gewettet hatten.
Auch der makroökonomische Kontext spielt mit. Die Liquidität im Bankensystem sinkt laut Kobeissi Letter gefährlich nahe an den Schwellenwert, bei dem die Fed typischerweise gegensteuert. Analyst Adam Livingston spricht von einem möglichen großen Liquiditätspivot, der Risikoanlagen Rückenwind geben könnte. Wenn die Fed ihre Bilanzpolitik lockert, dürfte erneut Kapital in Risikoanlagen fließen.
Whale-Daten zeigen zudem, dass große Bitcoin-Adressen seit Mitte Oktober weiter akkumulieren, während kleinere Anleger Gewinne mitnehmen.
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Western Union: Stablecoins statt Bankenwege
Auch abseits der Kurse tut sich viel: Western Union testet erstmals grenzüberschreitende Zahlungen mit Stablecoins. Nach Jahren vorsichtiger Distanz hat das Unternehmen seine Strategie geändert – der GENIUS Act in den USA schafft nun klare regulatorische Leitplanken. CEO Devin McGranahan sieht darin „signifikante Chancen, Geld schneller, günstiger und transparenter zu bewegen“.
Das Pilotprojekt ersetzt alte Korrespondenzbanken durch On-Chain-Abwicklungen und könnte so Milliarden an Transaktionskosten sparen. Über 150 Millionen Kunden könnten künftig Stablecoins nutzen, um Geld weltweit nahezu in Echtzeit zu verschicken.
Besonders in Ländern mit hoher Inflation bietet der Zugang zu digitalen Dollar-Assets eine spürbare Erleichterung. Damit reiht sich Western Union in eine wachsende Liste institutioneller Anbieter ein – von Zelle bis MoneyGram –, die das Potenzial digitaler Vermögenswerte inzwischen praktisch nutzen statt nur zu beobachten.
XRPL: Neues Feature für NFT-zu-NFT-Tausch
Zum Abschluss noch ein Blick auf XRP. Auf dem Ledger sorgt das neue Batch-Update (XLS-56) für Aufsehen: Es erlaubt, mehrere Transaktionen in einem Schritt zu bündeln – zum Beispiel den direkten Tausch von NFTs untereinander.
Der Entwickler @Vet_X0 demonstrierte, wie man fünf NFTs gegen zwei andere tauscht – alles atomar in einer einzigen Ausführung. Das klingt technisch, öffnet aber neue Türen: von Spielmechaniken bis zu Kunst-Tauschplattformen ohne Mittelsmann.
Mit knapp 69 % Zustimmung unter den Validatoren steht das Upgrade kurz vor der Aktivierung. Es wäre ein weiterer Schritt, der den XRP Ledger nicht nur für Zahlungen, sondern auch für digitale Güter und kreative Anwendungen interessant macht.
Fazit:
Eine neue Woche, ein neuer Schwung an Bewegung in Politik, Märkten und Technologie. Der Kryptomarkt zeigt einmal mehr, wie eng globale Ereignisse, wirtschaftliche Strukturen und Blockchain-Innovation miteinander verwoben sind.
Passt gut auf euch auf, schönen Start in den Tag – und vergesst nicht, zwischendurch durchzuatmen.

