Bitcoin: Trump–Xi-Gespräche und Fed im Fokus.
Die Ruhe vor dem Sturm, so lässt sich diese Woche wohl am besten beschreiben. Bitcoin hält sich bei rund 113.000 Dollar, doch alle Augen sind auf zwei Ereignisse gerichtet, die die Märkte spürbar bewegen könnten: das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Seoul sowie die kommende Zinsentscheidung der US-Notenbank.
Beide Themen könnten die Richtung der nächsten Wochen vorgeben. Auf den Wettmärkten rechnen über 90 % der Trader mit einem Handelsabkommen bis Mitte November, ein Signal für steigende Risikobereitschaft. Gleichzeitig wächst die Hoffnung, dass die Fed ihr Straffungsprogramm beendet, was mehr Liquidität und damit Rückenwind für riskante Anlagen wie Bitcoin bedeuten würde.
Trotzdem bleibt Skepsis. Der US-Shutdown dauert mittlerweile fast einen Monat, wichtige Wirtschaftsdaten fehlen, und die Berichtssaison der Tech-Giganten steht bevor. Analysten erwarten, dass ein klarer Aufwärtstrend erst einsetzt, wenn Bitcoin die 116.000 Dollar zurückerobert. Bis dahin konsolidiert der Markt in einer Balance zwischen Hoffnung und Vorsicht.
Parallel dazu zeigt sich, wie stark institutionelle Anleger den Markt inzwischen prägen. Nach den Abflüssen der Vorwoche flossen fast eine Milliarde Dollar in Krypto-ETPs, größtenteils in Bitcoin. Seit Beginn der Zinssenkungen im September summieren sich die Zuflüsse auf über neun Milliarden Dollar. Ethereum verzeichnete leichte Abflüsse, während Solana und XRP ebenfalls eine Abkühlung sahen.
👉 Wenn du dich fragst, wo du sicher in Bitcoin, XRP & Co. investieren kannst:
Auf meiner Webseite findest du Börsen, Rechner und Wallet-Vergleiche, die dir den Einstieg erleichtern.DATs: Erstes Rating für Bitcoin-Treasury von Michael Saylor
Nach dem Rückgang Anfang Oktober haben viele Digital Asset Treasuries ihre Käufe pausiert. Coinbase-Analysten sprechen von einer Phase der Neu-Bewertung, in der Unternehmen ihre Bilanzrisiken prüfen. Nur wenige wie BitMine kaufen weiter: In zwei Wochen wurden dort fast 500.000 ETH im Wert von knapp zwei Milliarden Dollar eingesammelt.
Im Mittelpunkt steht Michael Saylor. Seine Firma Strategy, die mit über 640.000 Bitcoin die größte Unternehmens-Wallet der Welt hält, erhielt nun von S&P Global ihr erstes Kreditrating: B-minus also „Junk Status“. Die Begründung: hohe Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs, geringe Dollar-Liquidität und eine enge Geschäftsausrichtung.
Trotz des „Ramsch“-Ratings ist das ein Meilenstein für die Branche, da es erstmals einen Bewertungsrahmen für Bitcoin-Treasuries schafft. Strategy gilt damit als spekulativ, doch S&P bewertet den Ausblick als stabil, solange Schulden bedient und der Kapitalzugang gesichert bleibt.
Krypto-ETFs: Start trotz Shutdown
Während sich viele Schwergewichte zurückhalten, kommt von der New Yorker Börse ein starkes Signal: Diese Woche werden gleich vier neue Krypto-ETFs gelistet, auf Solana, Hedera und Litecoin. Bemerkenswert ist, dass das mitten im US-Shutdown geschieht, während die SEC nur mit Notbesetzung arbeitet.
Einige Emittenten nutzen offenbar neue Regeln, um Fonds auch ohne ausdrückliche Genehmigung zu starten. Diese ETFs sind die ersten nach Bitcoin und Ethereum, die zugleich Staking-Funktionen integrieren. Anleger können also künftig direkt über klassische Börsen an Netzwerk-Erträgen partizipieren, etwa über Solana.
Das zeigt: Auch wenn sich die Schlagzeilen um Politik, Zinsen und institutionelle Vorsicht drehen, entstehen immer mehr Brücken zwischen traditionellen Finanzmärkten und Blockchains.
Fazit:
Ob Handelsabkommen, Zinswende oder ETF-Start, die Woche steht im Zeichen entscheidender Weichenstellungen. Bitcoin bleibt der Taktgeber, doch die Krypto-Industrie wächst weiter in das Herz der Finanzwelt hinein.

