Brevis bringt Ethereum auf Echtzeit-Niveau
Die Kryptowelt hat ein neues technisches Highlight:
Das Entwicklerteam Brevis hat mit seiner neuen Zero-Knowledge-Lösung Pico Prism einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Zum ersten Mal gelingt es, 99,6 % aller Ethereum L1-Blöcke in Echtzeit zu beweisen und das mit Consumer-Hardware, nicht mit teuren Rechenzentren.
Bereits am 1. September 2025 konnten alle Ethereum-Blöcke dieses Tages innerhalb von unter 12 Sekunden verifiziert werden. 96,8 % davon sogar unter 10 Sekunden, was exakt dem „Real-Time-Proving“-Standard der Ethereum Foundation entspricht.
Der durchschnittliche Nachweis (Proving Time) lag bei nur 6,9 Sekunden, bei einem Gas-Limit von 45 Millionen.
Ein direkter Vergleich zeigt die Dimension des Fortschritts
Ein direkter Vergleich zeigt die Dimension des Fortschritts
Brevis hat Pico Prism gegen das bisherige Top-System SP1 Hypercube antreten lassen und deklassiert.
Mit 64 RTX 5090 GPUs erreichte Pico Prism 3,4-mal bessere Performance-Effizienz als SP1, das 160 RTX 4090 GPUs benötigte.
Während SP1 Hypercube nur 40,9 % der Ethereum-Blöcke in unter 10 Sekunden beweisen konnte, erreichte Pico Prism 98,9 % – bei fast halbierten Hardwarekosten von nur 128.000 US-Dollar.
Der durchschnittliche Proving-Durchlauf sank von 10,3 Sekunden auf 6,04 Sekunden, also 71 % schneller.
Die Tabelle zeigt eindrucksvoll die technischen Kennzahlen im Vergleich:
Technologischer Durchbruch: Multi-GPU-Architektur
Technologischer Durchbruch: Multi-GPU-Architektur
Der Schlüssel liegt im neuen Multi-GPU- und Multi-Machine-Design von Pico Prism.
Statt monolithischer Berechnung auf Einzelmaschinen wird der Prozess modular aufgeteilt:
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Rechenintensive Aufgaben wandern auf GPUs
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Steuerungs- und Setup-Prozesse laufen parallel auf CPUs
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Die Pipeline arbeitet vollständig parallelisiert und saturiert die GPUs nahezu linear
Das Ergebnis: maximale Effizienz, geringere Latenzzeiten und ein Setup, das sogar in kleineren Rechenumgebungen lauffähig ist.
Brevis hat damit erstmals bewiesen, dass Echtzeit-Proofs für Ethereum mit zugänglicher Consumer-Hardware möglich sind – ein Meilenstein für die Skalierbarkeit und Dezentralisierung des Netzwerks.
Der Weg nach vorn
Der Weg nach vorn
Mit Pico Prism ist das Ziel fast erreicht: Nur noch 2,2 % trennen die Technologie vom perfekten Echtzeit-Standard.
Das Team plant, den nächsten Schritt mit weniger als 16 RTX 5090-GPUs zu erreichen – bei gleichbleibender Abdeckung von 99 %.
In den kommenden Monaten will Brevis die Kosten weiter senken und die Technologie in offene Benchmarks einbringen. Auf GitHub steht das Projekt bereits zur Verfügung: https://github.com/brevis-network/pico-ethproofs
Fazit
Mit Pico Prism ist Brevis ein technischer Durchbruch gelungen, der die Grundlagen der Ethereum-Verifizierung verändern dürfte.
Das Projekt zeigt, dass Zero-Knowledge-Proving nicht länger teuren Rechenzentren vorbehalten ist – sondern auf handelsüblicher Hardware funktioniert.
Für Ethereum bedeutet das: schnellere Finalität, höhere Effizienz und ein entscheidender Schritt hin zur dezentralen Skalierung ohne Kompromisse.

