Bitcoin: Vor der Fed-Entscheidung
Der Markt atmet durch, bevor die US-Notenbank heute Abend entscheidet. Bitcoin pendelt zwischen 111.000 und 117.000 Dollar, als hätte er sich einen kleinen Korridor gebaut. Viele frische Käufer sitzen um 111.000 Dollar, während um 117.000 Dollar eher Gewinne mitgenommen werden. Diese Spanne bestimmt derzeit das Hin und Her.
Gleichzeitig wandert Kapital aus Gold – das auf ein Dreiwochentief gefallen ist – in digitale Werte. Das stützt den Trend langfristig. Große Marktteilnehmer halten weiterhin viele Mittel in Stablecoins bereit und warten nur auf das nächste Signal.
Privatanleger fühlen sich wegen der hohen Kurse oft abgehängt, doch das ist kein neues Phänomen in späten Phasen eines Bullenmarkts. Studien zeigen, dass wiederkehrende Erzählungen über das Ende des Zyklus selten den Wendepunkt treffen. Der Kryptomarkt ist jung, historische Muster haben daher begrenzte Aussagekraft.
Dennoch bleibt Bitcoin der Mittelpunkt institutioneller Nachfrage. Ohne Schwergewichte wie BlackRock gäbe es laut K33 Research bei den ETFs in diesem Jahr sogar Nettoabflüsse.
Stablecoins von Western Union auf Solana und ETF-Startschuss
Während Bitcoin pausiert, sorgt Solana für Aufsehen. Western Union hat sich für Solana als Basis für sein neues Stablecoin-Netzwerk entschieden, das 2026 startet. Über 150 Millionen Kunden sollen damit Zugang zu schnelleren und günstigeren grenzüberschreitenden Zahlungen erhalten.
Die regulatorische Lage in den USA schafft zusätzlichen Rückenwind. Der Markt für digitale Dollar wächst stark, und Solana positioniert sich als Infrastruktur für globale Geldflüsse – mit beeindruckendem Tempo.
Parallel feierte der Solana Staking ETF von Bitwise ein starkes Debüt: Über 55 Millionen Dollar Handelsvolumen am ersten Tag – das beste ETF-Opening im Kryptobereich dieses Jahres. Institutionen testen damit Renditen über Staking, statt nur Kursbewegungen zu handeln. Der Appetit auf mehr als nur Bitcoin und Ethereum steigt – neue Produkte bringen Vielfalt in den Markt.
Visa: Stablecoins für die ganze Welt
Visa drückt weiter aufs Gas und erweitert seine Stablecoin-Infrastruktur. Heute laufen Stablecoin-Zahlungen bereits über Ethereum, Solana, Stellar und Avalanche. Nun kommen weitere Netzwerke hinzu, ohne dass Visa Details nennt.
Das Ziel: Banken sollen künftig Stablecoins direkt über Visa prägen und einlösen können. Seit 2020 flossen bereits über 140 Milliarden Dollar über die Stablecoin-Schiene von Visa. Diese Zahl wächst rasant, denn grenzüberschreitende Zahlungen werden damit so einfach wie eine Kartenzahlung an der Supermarktkasse.
Visa baut damit die Brücke zwischen traditionellem Geldsystem und digitalem Geld – und holt Stablecoins in den Alltag von Millionen Menschen weltweit.
In diesem Sinne: Heute und morgen könnten spannend werden.

