US-Präsident Donald Trump hat gegenüber Reportern im Weißen Haus erklärt, dass sich die Vereinigten Staaten „bereits in einem Handelskrieg mit China“ befinden. Wörtlich sagte er: „Wir sind jetzt in einem! Wir haben 100-prozentige Zölle. Ohne Zölle hätten wir keine Verteidigung. Sie haben Zölle gegen uns erhoben.“
Seit dieser Aussage ist die Stimmung an den globalen Finanzmärkten spürbar angespannt. Während Aktienmärkte schwächeln, hält sich Bitcoin stabil um 111.000 Dollar, Gold und Silber markieren neue Rekorde.
Analysten von QCP Capital beobachten, dass die Märkte zunehmend auf globale Liquidität statt auf einzelne Zinsschritte reagieren. Zentralbankkäufe, Kapitalströme und die schrittweise De-Dollarisierung seien mittlerweile die entscheidenden Faktoren. Die Korrelation zwischen Gold und Bitcoin liegt bei über 0,85, was die enge Verbindung beider Anlageklassen in Phasen hoher Geldschöpfung zeigt.
Das aktuelle Fed-Beige-Book, ein zentrales Wirtschaftsdokument der US-Notenbank, signalisiert eine Abschwächung am Arbeitsmarkt – ein Hinweis auf mögliche weitere Zinssenkungen. Auf der Plattform Kalshi preisen Trader bereits eine 76 % Wahrscheinlichkeit für drei Zinssenkungen noch in diesem Jahr ein. Das stabilisiert Risikoanlagen, auch wenn Trumps Zollpolitik weiterhin Belastung bringt.
Trotz des makroökonomischen Drucks sehen Experten wie Lekker Capital und 21Shares keinen Strukturbruch im Bitcoin-Markt. Der Preis zeigt sich robust, die ETF-Zuflüsse bleiben konstant, und mit zunehmender globaler Liquidität könnte der Oktober doch noch zu einem „Uptober“ werden – wenn auch weniger stürmisch als in früheren Jahren.
In meinem Buch „Der Krypto Kompass“ erkläre ich genau diese Zusammenhänge zwischen Bitcoin und globaler Liquidität – das Buch ist jetzt auf Amazon Vorbestellbar.
Ethereum: Technologie und Institutionen geben Gas
Während Bitcoin stabil bleibt, zeigt sich Ethereum technologisch und institutionell dynamisch. Die Firma Brevis stellte mit Pico Prism eine neue ZK-Lösung (Zero Knowledge Proof) vor, die 99,6 % aller ETH-Blöcke in Echtzeit verifizieren kann – und das mit gewöhnlichen Grafikkarten statt teurer Spezialhardware.
Das bedeutet: höhere Skalierbarkeit, stärkere Dezentralisierung und langfristig die Möglichkeit, Ethereum-Validatoren auch auf mobilen Geräten zu betreiben. Bis Ende 2025 soll die Technologie in kleinere Cluster integriert werden, 2026/2027 könnte sie als Teil kommender Ethereum-Upgrades implementiert werden.
Parallel wächst das institutionelle Interesse an ETH rasant:
95 % aller Unternehmenskäufe erfolgten im letzten Quartal. Öffentliche Treasuries halten inzwischen über 4,6 Millionen ETH, angeführt von BitMine und Sharplink. Rund 40 % des gesamten Angebots befinden sich bereits außerhalb des freien Umlaufs – ein Setup, das viele Analysten als möglichen Startpunkt eines neuen Ethereum-Supercycles interpretieren.
In diesem Sinne: Augen auf, Ruhe bewahren – und dranbleiben.

