Bitcoin rutscht in den letzten vierundzwanzig Stunden kurz unter die Marke von neunzigtausend Dollar und bildet im Chart ein Todeskreuz aus. Die ETF Zuflüsse in die US Spot Produkte stehen seit fast zwei Wochen still, während die Liquidität in den Orderbüchern abnimmt. Der Markt wirkt angespannt. Der Fear and Greed Index zeigt extreme Angst und viele Anleger reduzieren Altcoin Positionen, um sich stärker auf Bitcoin zu konzentrieren.
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Onchain Daten von Glassnode zeigen überverkaufte Momentumwerte und hohe realisierte Verluste. Gleichzeitig wirken die ETF Abflüsse etwas gedämpft. CryptoQuant sieht jedoch noch keine klassische Kapitulation, denn viele Langfristanleger verkaufen in Stärke statt in Panik. Auch in den Prediction Markets hat sich die Stimmung deutlich verschoben. Auf Polymarket rechnen nun mehr Trader mit tieferen Kursen zum Jahresende.
QCP berichtet, dass selbst professionelle Handelsdesks auf einen Wochenschlusskurs unter hunderttausend Dollar und den Verlust der fünfzig Wochen Linie nicht vorbereitet waren. Vor diesem Hintergrund fällt der massive Nachkauf von mehr als achttausend Bitcoin durch Michael Saylor besonders auf. Er baut die Bilanz seiner Firma weiter zu einer reinen Bitcoin Wette aus, während der Gold Befürworter Peter Schiff dessen Geschäftsmodell öffentlich kritisiert und eine Debatte in Dubai fordert.
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Krypto Produkte in den USA: Futures und neue ETFs
Trotz der nervösen Marktphase kommen in den USA neue Produkte auf den Markt, die den Zugang zu Krypto deutlich erleichtern. Die Cboe startet im Dezember zehnjährige Bitcoin und Ether Futures mit täglicher Anpassung. Diese Produkte verhalten sich wirtschaftlich wie Perpetuals, allerdings ohne die Notwendigkeit, Positionen regelmäßig zu rollen. Die Kontrakte laufen über ein reguliertes Clearinghaus und richten sich vor allem an Anleger, die Hebel, Absicherung und Short Positionen in einem kontrollierten Umfeld nutzen wollen.
Parallel setzt sich die ETF Welle fort. VanEck bringt ein Solana Produkt mit Staking Erträgen an den Markt und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Bitwise und Grayscale. In ähnliche Produkte sind bereits mehr als dreihundertachtzig Millionen Dollar geflossen. Dazu kommen neue Fonds von Fidelity und die Aussicht auf Dogecoin ETFs in der kommenden Woche, die den Meme Coin direkt halten. Der Markt wird dadurch breiter und komplexer, weil immer mehr Gelder über regulierte Strukturen in den Kryptobereich fließen.
Aave führt ein neues Sparkonto mit bis zu neun Prozent ein
Aave richtet sich mit seinem neuen Sparprodukt an ganz normale Nutzer und öffnet eine App, die bis zu neun Prozent Rendite ermöglicht. Einzahlungen sind über viele Banken, Karten und Stablecoins möglich. Die Zinsen laufen sichtbar in Echtzeit und Abhebungen bleiben jederzeit flexibel. Laut Aave sollen Guthaben bis zu einer Million Dollar pro Konto durch einen Schutzschirm abgesichert sein.
Damit stellt sich Aave in direkte Konkurrenz zu klassischen Tagesgeld Angeboten, die oft nur knapp über der Inflationslinie liegen. Zusammen mit ähnlichen Angeboten von Coinbase und anderen Plattformen entsteht eine neue Schicht moderner Sparprodukte im Kryptobereich. Diese Angebote verändern das bisher konservative Bild von Zinsen auf dem Konto grundlegend und setzen traditionelle Banken unter Druck.
Die Woche bleibt intensiv. Die Märkte sind nervös, gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten und Produkte in einem Tempo, das selbst erfahrene Anleger fordert. Eine ruhige Einordnung wird dadurch wichtiger denn je.
