BlackRock unterstützt den Regulierungsrahmen des GENIUS Act für Stablecoin-Herausgeber beim US Office of the Comptroller of the Currency (OCC). Der Vermögensverwalter unterbreitet sieben konkrete Empfehlungen zur Erweiterung der zulässigen Reserve-Assets. Dies geschieht in einer Marktphase, in der BTC bei 79.688 USD und ETH bei 2.274,18 USD notieren.
Strategische Anforderungen an Reserve-Assets
BlackRock bevorzugt die Option A des OCC-Vorschlums vom 2. März. Dieser Ansatz kombiniert Grundsätze mit einem quantitativen Safe Harbor. Die Vorgaben sehen tägliche Liquiditätsschwellen von 10% und wöchentliche Werte von 30% vor. Zudem gilt ein Konzentrationslimit von 40% bei einer durchschnittlichen Fälligkeit von 20 Tagen.
Der Vermögensverwalter fordert die Anerkennung von staatlichen Geldmarktfonds (GMMFs) als wöchentliche Liquidität. In diesen Fonds liegen aktuell über 6,2 Billionen USD. BlackRock verlangt zudem eine Gleichbehandlung für qualifizierte ETFs. Dies würde die Liquiditätssteuerung für Herausgeber von Zahlungs-Stablecoins massiv vereinfachen und institutionelle Standards etablieren.
Ein weiterer Fokus liegt auf US-Staatsanleihen mit variablem Zinssatz (FRNs). BlackRock möchte diese mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren als zulässige Sicherheiten integrieren. Robert Mitchnick, Leiter für Digitale Vermögenswerte bei BlackRock, unterzeichnete den Brief gemeinsam mit vier weiteren Führungskräften. Damit signalisiert die Firma ein starkes institutionelles Interesse.
Die Forderungen zielen darauf ab, die Effizienz von Zahlungssystemen zu steigern. BlackRock sieht darin die Chance für eine Abwicklung in Echtzeit. Während SOL bei 88,31 USD und XRP bei 1,38 USD handeln, könnten diese Regeln die Brücke zwischen traditionellen Finanzen und Krypto schlagen. Die Flexibilität der Reserven steht hierbei im Zentrum.
Die Integration von GMMFs würde es Stablecoin-Herausgebern ermöglichen, ihre Reserven in hochliquiden, aber rentablen Instrumenten zu halten. Dies reduziert das Risiko von Liquiditätsengpässen bei massiven Auszahlungen. Die aktuelle Marktstruktur erfordert eine Anpassung der regulatorischen Definitionen, um institutionelle Kapitalflüsse zu ermöglichen.
Kampf gegen Tokenisierungs-Limits
BlackRock lehnt eine geplante 20%-Obergrenze für tokenisierte Reserven strikt ab. Das OCC schlug diese Limitierung im ursprünglichen Entwurf vor. Der Vermögensverwalter argumentiert, dass diese Grenze die Form über den Inhalt stellt. Ein solches Limit würde das Risiko nicht senken, sondern lediglich die technologische Umsetzung behindern.
„Mit dem richtigen Regulierungsrahmen können Stablecoins das Zahlungssystem verbessern und neue Formen finanzieller Nutzung ermöglichen, einschließlich Echtzeit-Abwicklung"
Diese Aussage unterstreicht den Wunsch nach einer technologieoffenen Regulierung. Die Tokenisierung wird von CEO Larry Fink als neue Assetklasse für Portfolios betrachtet.
Zusätzlich fordert das Unternehmen den Erhalt individuell verwalteter Konten. Diese sollen für ein professionelles Sicherheitenmanagement weiterhin verfügbar bleiben. Die Daten zeigen eine aktuelle Marktdynamik, in der USDT bei 1 USD und USDC bei 1 USD stabil bleiben. Die institutionelle Adaption hängt jedoch von klaren rechtlichen Rahmenbedingungen ab.
Der GENIUS Act könnte die Grundlage für eine breitere Akzeptanz von Stablecoins legen. BlackRock nutzt den Kommentierungsprozess, um die Linie für institutionelle Standards zu ziehen. Dies geschieht zeitgleich zu einer Phase, in der die Zuflüsse in den Spot Bitcoin ETF dieses Quartal Anzeichen einer Abkühlung zeigen.
Die Ablehnung der 20%-Grenze begründet BlackRock mit der Effizienz von Distributed-Ledger-Technologien. Tokenisierte Reserven erlauben eine schnellere Verifizierung und einen effizienteren Transfer von Werten. Eine künstliche Deckelung würde den Wettbewerbsvorteil der Blockchain-Technologie gegenüber klassischen Verwahlsystemen neutralisieren.
Fazit: Institutionelle Weichenstellung für Stablecoins
Für dich bedeutet die Initiative von BlackRock, dass Stablecoins eine höhere institutionelle Legitimation erhalten. Wenn ETFs und Geldmarktfonds als Reserven zugelassen werden, steigt die Stabilität und Liquidität des gesamten Sektors. Das Risiko von Kollapsen durch unzureichende Sicherheiten sinkt dadurch langfristig.
Beobachte die finale Entscheidung des OCC zum GENIUS Act. Eine Aufhebung der 20%-Grenze für tokenisierte Assets würde den Weg für eine massiv beschleunigte On-Chain-Migration traditioneller Gelder ebnen. Dies könnte die Volatilität von Assets wie BTC und ETH durch höhere Liquidität im System beeinflussen.
Quelle: BeInCrypto DE




