Top 3 Krypto-Börsen nach Gebühren
Drei Empfehlungen für drei Profile: Bitvavo für DACH-Einsteiger mit transparenten 0,25 %, MEXC für aktive Trader mit konkurrenzlosen 0 % Maker / 0,02 % Taker, und Binance für Anleger, die maximale Liquidität und Coin-Auswahl brauchen.

Bitvavo
Max. 0,25 %- Max. 0,25 % auf alles, transparent
- Kostenlose SEPA-Einzahlung
- Kein Spread, kein Fiat-Aufschlag
- MiCA + DNB-Lizenz

MEXC
0 % Maker / 0,02 % Taker- 0 % Maker auf Spot-Handel
- 0,02 % Taker (günstigster Markt)
- 1.870+ Coins für Altcoin-Trader
- Copy Trading + Futures

Binance
Pauschal 0,10 %- 0,10 % pauschal, kein Tier-System
- Größte Liquidität weltweit (engste Spreads)
- 445+ Coins im EWR verfügbar
- MiCA-Lizenz beantragt (Frankreich)
Gebührenarten erklärt
Bevor du Gebühren vergleichst, musst du verstehen, wie sie funktionieren. Drei Gebührenarten bestimmen, was du am Ende wirklich zahlst.
Gebühren pro Krypto-Börse im Detail
Hier die wichtigsten Krypto-Börsen mit konkreten Gebühren, Beispielrechnung für einen 1.000-EUR-Trade und einer ehrlichen Einordnung. Spread-Modelle (BISON, Bitpanda, Coinbase) sind explizit als solche markiert.
Bitvavo Gebühren
Bitvavo nutzt ein klassisches Maker/Taker-Modell. Standard-Nutzer zahlen 0,25 % auf alle Trades, mit höherem 30-Tage-Volumen sinkt die Gebühr auf bis zu 0,04 %. Kein Spread, SEPA kostenlos.
Binance Gebühren
Binance verlangt pauschal 0,10 % Maker und Taker — unabhängig vom Volumen. Mit BNB als Gebührenzahlung sinkt das auf 0,075 %. SEPA und kostenlos, Kreditkarte ca. 1,8 %.
MEXC Gebühren
MEXC bietet das günstigste Spot-Modell am Markt: 0 % Maker und nur 0,02 % Taker für Standard-Nutzer. Mit MX-Token-Rabatt noch günstiger. Im Futures-Bereich ebenfalls 0 % Maker.
Bitpanda Gebühren
Bitpanda nutzt ein Spread-Modell — die Gebühr ist im Kurs versteckt und liegt typisch bei 1,49 %. Die Bitpanda Fusion-Plattform für aktive Trader bietet Maker/Taker ab 0,25 %. SEPA, Kreditkarte und PayPal kostenlos.
BISON Gebühren
BISON arbeitet rein mit Spread (im Kurs versteckt), typisch ~1,25 %. Es gibt keine separate Trading-Gebühr, aber auch keine Möglichkeit, mit größerem Volumen günstiger zu werden. SEPA-Einzahlung kostenlos.
Kraken Gebühren
Kraken Pro nutzt Maker/Taker-Tiers: 0,16 % Maker / 0,26 % Taker für Standard-Nutzer (bis 50.000 USD Monats-Volumen). Bei 10 Mio. USD Volumen sinkt es auf 0 % Maker / 0,10 % Taker. Instant Buy ist mit 1,5 % deutlich teurer.
Coinbase Gebühren
Coinbase berechnet Trading-Gebühr (0,60-1,49 %) PLUS einen Spread von ~0,5 %. Die Gesamtkosten liegen damit bei 1,1-2 %. Coinbase Advanced bietet Maker/Taker ab 0,40 % / 0,60 %, ist aber weiterhin teuer.
Bybit Gebühren
Bybit nutzt 0,10 % Maker/Taker pauschal — gleicher Wert wie Binance. Im Futures-Bereich 0,02 % Maker / 0,055 % Taker. MiCA-Lizenz aus Österreich (FMA). Kreditkarten-Käufe teurer (3,5 %).
BingX Gebühren
BingX verlangt 0,10 % Maker und Taker im Spot-Handel. Im Futures-Bereich 0,02 % Maker / 0,05 % Taker. Über 1.000 Coins handelbar, Copy Trading und Grid-Bots verfügbar. Allerdings ohne MiCA-Lizenz und mit Hack-Vorfall im Jahr 2024 (52 Mio. USD, vollständig erstattet).
CoinEx Gebühren
CoinEx nutzt ein Tier-System mit 0,20 % Maker/Taker im Standard. Mit dem CoinEx-Token (CET) sinkt die Gebühr auf 0,16 %. VIP 5 zahlt nur noch 0,08 %. Über 1.200 Altcoins handelbar, kein direktes SEPA, Fiat nur via Drittanbieter.
Weex Gebühren
Weex verlangt 0,10 % Spot Maker/Taker und nur 0,02 % Maker / 0,08 % Taker im Futures-Bereich — damit gehört es zu den günstigsten Derivate-Plattformen. Mit dem WXT-Token sinken die Gebühren weiter, VIP 8 zahlt 0 % Spot. Hauptsitz Dubai, keine MiCA/BaFin-Lizenz, dafür Non-KYC-Handel möglich.
Gesamtkosten-Studie: Börsen im Vergleich
Die Trading-Gebühr allein sagt wenig über die tatsächlichen Kosten eines Krypto-Kaufs aus. Entscheidend sind die Gesamtkosten pro Roundtrip — also was du beim Kauf und späteren Verkauf einer Kryptowährung insgesamt zahlst, inklusive versteckter Aufschläge wie dem Spread.
Die unabhängige Studie "Gesamtkosten im Krypto-Handel für Privatanleger" (März 2026) hat genau das untersucht: 432 Roundtrips über 9 MiCAR-regulierte Anbieter. Das Ergebnis zeigt massive Unterschiede. Während Bitvavo mit 0,53 % Gesamtkosten pro Roundtrip die günstigste Börse ist, zahlen Nutzer bei Coinbase 6,45 % — das ist über 12x so viel. Bei 1.000 € Investment sind das 5,30 € vs. 64,50 € an Gebühren.
Was bedeutet das für dich? Selbst Börsen mit niedrigen Trading-Gebühren können durch hohe Spreads teuer werden. Kraken wirbt z. B. mit 0,25 % Maker-Gebühr, kommt aber auf 5,92 % Gesamtkosten, weil der Spread beim Kauf und Verkauf dazukommt. Die folgenden Direktvergleiche zeigen die Unterschiede bei 1.000 € Investment.
Versteckte Kosten aufgedeckt
Die Trading-Gebühr ist nur die Spitze des Eisbergs. Diese fünf Kostenfallen — von Kreditkarten-Aufschlägen bis zu Bitcoin-Transaktionsgebühren auf der Blockchain — kennen die wenigsten Anleger und können deine Rendite erheblich schmälern.
Kreditkartengebühren beim Krypto-Kauf
Krypto mit Kreditkarte kaufen ist bequem, aber teuer. Die meisten Krypto-Börsen berechnen 2 bis 4 % Gebühren für Kreditkartenzahlungen — bei Coinbase sogar 3,99 %. Bei 1.000 € Investment gehen bis zu 40 € allein für die Zahlungsmethode verloren. SEPA-Überweisungen sind bei fast allen Börsen kostenlos und dauern nur 1–2 Werktage. Tipp: Zahle immer per SEPA-Überweisung ein. Die Ersparnis gegenüber der Kreditkarte ist enorm.
Auszahlungsgebühren auf Wallets
Wenn du Kryptowährungen auf eine externe Wallet überträgst, fallen Netzwerkgebühren an. Bitcoin-Auszahlungen kosten je nach Netzwerkauslastung zwischen 1 € und 10 €. Ethereum-Transfers sind oft noch teurer. Manche Börsen berechnen zusätzlich einen Aufschlag über die reine Netzwerkgebühr hinaus. Tipp: Sammle kleinere Beträge auf der Börse und transferiere seltener, aber größere Beträge. Oder nutze günstigere Netzwerke wie Polygon.
Bitcoin-Transaktionsgebühren (Netzwerkgebühr)
Jede Bitcoin-Transaktion kostet eine Netzwerkgebühr (sogenannte Mining-Fee), die an Miner geht — nicht an die Börse. Aktuell liegen Bitcoin-Transaktionsgebühren zwischen 1 und 5 € bei normaler Auslastung, bei hoher Last (Bull-Markt) sind 20-50 € möglich. Ethereum-Gas-Gebühren schwanken zwischen 1 und 30 €. Layer-2-Lösungen wie Polygon, Arbitrum oder Lightning Network kosten oft unter 0,01 €. Tipp: Vor jeder Auszahlung mempool.space (Bitcoin) oder etherscan.io (Ethereum) prüfen, um den günstigsten Zeitpunkt zu erwischen.
Währungsumrechnungsgebühren
Einige Börsen rechnen Einzahlungen intern in USD oder eine andere Währung um — und berechnen dafür eine Gebühr. Bei EUR-basierten Börsen wie Bitvavo und Bitpanda entfällt dieses Problem. Bei internationalen Börsen können 0,5–2 % Umrechnungskosten anfallen, die oft nicht transparent ausgewiesen werden. Tipp: Nutze EUR-basierte Börsen wie Bitvavo, Kraken (mit EUR-Konto) oder Bitpanda, um Umrechnungsgebühren zu vermeiden.
Inaktivitäts- und Kontogebühren
Manche Krypto-Börsen berechnen Gebühren, wenn dein Konto über einen längeren Zeitraum inaktiv ist. eToro verlangt z. B. 10 US-Dollar pro Monat nach 12 Monaten Inaktivität. Bei Bitvavo, Kraken, Binance und Bitpanda gibt es keine Inaktivitätsgebühren. Prüfe bei weniger bekannten Anbietern immer die AGB, bevor du ein Konto eröffnest.
5 Tipps: Gebühren sparen
Gebühren sind unvermeidbar — aber mit diesen fünf Strategien minimierst du sie auf ein Minimum. Zusammen können diese Tipps dir mehrere hundert Euro im Jahr sparen.
SEPA statt Kreditkarte
Immer per SEPA-Überweisung einzahlen. Dauert 1–2 Werktage, ist aber bei fast allen Börsen kostenlos.
Ersparnis: bis zu 40 € pro 1.000 € Einzahlung
Limit-Orders statt Market-Orders
Bei Bitvavo sparst du mit Limit-Orders 40 % Handelsgebühren (0,15 % statt 0,25 %). Setze deinen Wunschpreis und warte.
Ersparnis: ~1 € pro 1.000 € Trade
Sparplan einrichten
Automatisierte Käufe per Sparplan vermeiden Market-Timing-Fehler. Du kaufst bei niedrigen Kursen mehr und profitierst langfristig von besseren Durchschnittspreisen.
Vorteil: besserer Durchschnittspreis durch Dollar-Cost-Averaging
Auszahlungen bündeln
Sammle Beträge auf der Börse und transferiere monatlich statt wöchentlich auf deine Wallet. Jede vermiedene Transaktion spart 3–9 € Netzwerkgebühren.
Ersparnis: 36–108 € pro Jahr
Börse nach Nutzung wählen
Bitvavo für Sparpläne und einfache Käufe, Kraken für aktives Trading mit Limit-Orders, Binance für maximale Coin-Auswahl. Nicht jede Börse passt zu jedem Anwendungsfall.
Ersparnis: bis zu 200 € pro Jahr bei 5.000 € Volumen
Gebühren & Steuern
Was viele nicht wissen: Krypto-Gebühren sind steuerlich relevant. Sie erhöhen deinen Einstandspreis — und reduzieren damit den steuerpflichtigen Gewinn beim Verkauf innerhalb der Haltefrist.
Gebühren als Anschaffungsnebenkosten
Rechenbeispiel: 1.000 € in Bitcoin
Tipp: Mit CoinTracking oder Koinly dokumentierst du alle Gebühren automatisch — inklusive Anlage SO für die Steuererklärung.
Mehr zum Thema: Krypto Trading Steuer-Rechner
Welche Krypto-Börse hat die niedrigsten Gebühren?
▾Was ist der Unterschied zwischen Gebühren und Spread?
▾Wie hoch sind die Gebühren für Bitcoin-Käufe?
▾Sind SEPA-Überweisungen bei Krypto-Börsen kostenlos?
▾Was sind Maker- und Taker-Gebühren?
▾Wie kann ich Krypto-Gebühren sparen?
▾Gibt es versteckte Kosten bei Krypto-Börsen?
▾Was kosten Krypto-Auszahlungen auf externe Wallets?
▾Lohnt sich ein Krypto-Sparplan trotz Gebühren?
▾Wie berechne ich die Gesamtkosten eines Krypto-Kaufs?
▾Fazit: Der Gebühren-Champion
Die beste Börse hängt von deinem Ziel ab. Gebühren sind wichtig, aber nicht alles. Sicherheit, Regulierung und Funktionsumfang spielen genauso eine Rolle.
Günstigste Gesamtkosten, einfache App, Sparplan ab 1 €
Kraken (seit 2011, nie gehackt) oder Bison (BaFin, Börse Stuttgart)
Bitpanda (Krypto + Aktien + ETFs) oder Scalable Capital
Gebühren-Formel: SEPA statt Kreditkarte, Limit statt Market, Sparplan statt Timing. So zahlst du mindestens 80 % weniger als der Durchschnittsanleger.
Bitvavo — niedrigste Gesamtkosten laut Studie (0,53 % Roundtrip), SEPA kostenlos, 300+ Coins.
Weiterführende Ratgeber

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
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