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Altcoins24. November 2025
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Chainlink als Brücke zwischen Welten: Was Grayscale wirklich sieht

Chainlink als Brücke zwischen Welten: Was Grayscale wirklich sieht
Chainlink begleitet die Kryptobranche seit vielen Jahren, oft eher im Hintergrund. Ein technisches Infrastrukturprojekt, das Daten verbindet, ohne selbst unbedingt im Rampenlicht zu stehen. Der neue Bericht von Grayscale zeigt jetzt jedoch, wie bedeutend diese Rolle tatsächlich ist. Chainlink wird dort als Brücke beschrieben – nicht nur zwischen Blockchains, sondern zwischen zwei Welten: der digitalen und der realen.
Diagramm der Chainlink-Kursentwicklung von 2023 bis 2025 mit mehreren Aufwärts- und Abwärtsphasen
https://research.grayscale.com/reports/the-link-between-worlds

Wenn man auf die Kursentwicklung schaut, sieht man eine klare Geschichte. Chainlink hat Phasen der Stärke, Phasen der Konsolidierung und immer wieder Bewegungen, die zeigen, dass dieses Projekt lebt. Doch der Bericht macht deutlich: Der wirkliche Wert liegt nicht im täglichen Kurs, sondern in der Funktion, die Chainlink für zukünftige Finanzmärkte übernehmen kann.

Der größte Umbruch, auf den die gesamte Branche zusteuert, ist die Tokenisierung realer Vermögenswerte. Immobilien, Staatsanleihen, Aktien, Rohstoffe, alles, was heute in traditionellen Systemen verwaltet wird, soll langfristig digitalisiert und effizienter handelbar werden. Grayscale zeigt mit einem Vergleich, wie winzig dieser Bereich heute noch ist.

Balkendiagramm, das das Volumen traditioneller Vermögensmärkte im Vergleich zur geringen Größe tokenisierter Assets zeigt.

Hier wird sichtbar, wie groß das Potenzial ist. Während klassische Märkte Billionen bewegen, liegt der Markt tokenisierter Assets noch bei einem Bruchteil. Und genau in dieser aufstrebenden Infrastruktur sieht Grayscale Chainlink in einer Schlüsselrolle. Wenn Vermögenswerte digitalisiert werden, braucht es verlässliche Daten, Preisfeeds, Compliance-Automatisierung und Cross-Chain-Kommunikation. Chainlink bietet all das bereits heute.

Wie so ein Lifecycle aussieht, hat Grayscale ebenfalls gezeigt. Dieser Prozess macht sehr klar, wie viele Schritte notwendig sind, um reale Vermögenswerte on-chain nutzbar zu machen und wie Chainlink dabei an verschiedenen Stellen eingebunden ist.

Illustration des Tokenisierungsprozesses mit Chainlink: von der On-Chain-Tokenisierung über Compliance bis zu Dividenden und DeFi-Nutzung.

Man erkennt gut, dass Chainlink bei der Verifizierung, bei Compliance-Regeln, bei Preisfeeds, bei der Übertragung über verschiedene Blockchains hinweg und sogar bei Zins- oder Dividendenzahlungen eingebunden werden kann. Diese Rolle als technisches Rückgrat ist es, die Grayscale als besonders wertvoll hervorhebt.


Damit dieser Anspruch nicht nur theoretisch bleibt, lohnt sich ein Blick auf die Nutzung der Oracle-Dienste. Je höher der Wert ist, der durch Chainlink-Oracles gesichert wird, desto stärker wird die tatsächliche Relevanz des Netzwerks.

Flächendiagramm, das zeigt, wie der durch Chainlink-Oracles gesicherte Gesamtwert zwischen 2024 und 2025 stetig steigt.

Der Trend zeigt klar nach oben. Das liegt daran, dass Chainlink heute in sehr vielen DeFi-Protokollen, Unternehmensanwendungen und Blockchain-Netzwerken integriert ist. Es ist ein schleichender, aber stetiger Ausbau, typisch für Infrastruktur, die im Hintergrund arbeitet, während vorne die eigentlichen Anwendungen glänzen.


Ähnlich stark ist die Entwicklung der Cross-Chain-Übertragungen. Mit dem CCIP-Protokoll hat Chainlink eine Art universelle Brücke geschaffen, über die Werte sicher zwischen Blockchains bewegt werden können. Das ist einer der zentralen Bausteine für globale, digitalisierte Kapitalmärkte.

Liniendiagramm der wöchentlichen Cross-Chain-Token-Transfers über Chainlink CCIP von 2024 bis 2025.

Die Nutzung steigt deutlich und zeigt, dass Cross-Chain längst nicht mehr ein theoretisches Zukunftsthema ist, sondern praktisch eingesetzt wird.


Ein besonders gutes Beispiel dafür ist die Kooperation zwischen J.P. Morgans Kinexys, Ondo Finance und Chainlink. Grayscale hebt dieses Modell hervor, weil es zeigt, wie private Blockchains, institutionelle Investoren und öffentliche RWA-Netzwerke miteinander verbunden werden können.

Grafik, die die Verbindung zwischen J.P. Morgans Kinexys-Blockchain, Chainlink-Middleware und der Ondo-RWA-Blockchain zeigt.

In dieser Architektur steht Chainlink genau in der Mitte. Es verbindet geschlossene Systeme großer Finanzinstitute mit öffentlichen Blockchain-Netzwerken, eine Rolle, die bisher niemand anders in dieser Form erfüllt.

Und schließlich lohnt ein Blick auf den LINK-Reserve-Mechanismus, der erst 2025 eingeführt wurde. Ein Teil der Einnahmen wird genutzt, um LINK vom Markt zu nehmen und in einer Reserve zu halten. Das bedeutet: Je stärker die Nutzung der Dienste, desto mehr LINK fließt in diese Reserve.

Diagramm des Wachstums der Chainlink-Reservebestände von August bis November 2025.

Man erkennt ein kontinuierliches Wachstum. Das zeigt nicht nur Aktivität, sondern auch, dass das Netzwerk eine klare Richtung hat: Weniger Spekulation, mehr echtes Nutzungs-Fundament.

Der Bericht von Grayscale zeichnet damit ein Gesamtbild, das weit über kurzfristige Marktbewegungen hinausgeht. Er beschreibt ein Netzwerk, das zu einer Art Betriebssystem für tokenisierte Finanzmärkte werden könnte. Die technologische Breite von Chainlink, kombiniert mit wachsender institutioneller Integration, macht das Projekt zu einem der spannendsten Infrastrukturbausteine in der gesamten Branche.

Für langfristige Investoren bedeutet das: Der potenzielle Wert von Chainlink liegt nicht in Hype-Momenten, sondern in der schrittweisen, aber stabilen Übernahme einer Rolle, die in den nächsten Jahren noch viel wichtiger wird. Die Finanzwelt wird digitaler, vernetzter und globaler und genau dort befindet sich Chainlink bereits heute, mitten im Zentrum.

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