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XRP, 2026, Analyse22. Januar 2026
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Franklin Templeton im Interview: Die Zukunft von XRP, Tokenisierung und Krypto 2026

Franklin Templeton im Interview: Die Zukunft von XRP, Tokenisierung und Krypto 2026

Ich hatte David Alderman, Research Analyst für Digital Assets bei Franklin Templeton, zu Gast auf meinem Kanal. Da das Interview auf Englisch geführt wurde, habe ich hier das gesamte Gespräch mit allen wichtigen Details und strategischen Insights für euch zusammengefasst.

Franklin Templeton ist mit über 1,6 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen ein Gigant der Finanzwelt. Dass sich dieses Urgestein (über 25 Jahre Geschichte) so massiv im Kryptomarkt positioniert, ist ein Meilenstein für die gesamte Branche.

Die ETF-Strategie: XRP und der Krypto-Index

Eines der zentralen Themen war der XRP ETF. David betonte, dass die Entscheidung dafür auf zwei Säulen steht: massive Kundennachfrage und das Vertrauen in das langfristige Potenzial von XRP als drittgrößtes Asset nach Marktkapitalisierung.

Zusätzlich bietet Franklin Templeton einen Krypto-Index-ETF an, der acht verschiedene Coins (u. a. Bitcoin, Ethereum, Solana, Chainlink) hält. David erklärte den Auswahlprozess:

  • Es ist ein systematischer, regelbasierter Prozess (basierend auf CF Benchmarks).

  • Kriterien sind Marktkapitalisierung, Liquidität und regulatorische Compliance.

  • Sogar Assets wie Dogecoin werden diskutiert: Da es ein Hard-Fork von Bitcoin ist, lässt es sich rein metrisch schwer ausschließen, auch wenn der Fokus auf dem breiten Markt liegt.

Fundamentals: Hat Krypto einen „echten“ Wert?

David räumte mit dem Vorurteil auf, Krypto sei reine Spekulation. Er sieht klare wirtschaftliche Kennzahlen:

  • Umsätze & Geschäftsmodelle: Viele Protokolle haben mittlerweile transparente Einnahmen und finanzielle Statements.

  • Buybacks: Projekte wie Hyperliquid nutzen Protokoll-Gebühren, um eigene Token zurückzukaufen, ein klassisches Instrument aus der Aktienwelt.

  • Nachhaltigkeit: Der Trend geht weg von Memecoins hin zu „Real World Assets“ (RWA), also der Tokenisierung von echten Aktien und Anleihen.

Die Analyse von Layer 1 und Layer 2 (Moats)

Ein besonders spannender Teil für Investoren war Davids Analyse zur Wertschöpfung:

  • Wo landet das Geld? Franklin Templeton analysiert genau, wie viel der Gebühren, die auf einem Layer 2 (wie Base oder Arbitrum) entstehen, am Ende beim Layer 1 (Ethereum) ankommen.

  • Geringe Burggräben (Moats): David warnt, dass Netzwerkeffekte in Krypto weniger stabil sind als gedacht. Nutzer können extrem schnell zwischen Plattformen wechseln (Beispiel: OpenSea wurde von Blur überholt). Das macht eine langfristige Analyse der Nachhaltigkeit unerlässlich.

Tokenisierung & Der Benji Token

Franklin Templeton leistet Pionierarbeit mit dem Benji Token, einem US-registrierten Geldmarktfonds auf der Blockchain.

  • Warum Stellar? Zu Beginn wählte man Stellar, weil es damals keine Smart Contracts hatte, was die Angriffsfläche für Hacker (Attack Surface) minimierte – ein wichtiger Sicherheitsaspekt für die SEC.

  • Vorteile: Echtzeit-Abwicklung und Intraday Yield. Anleger verdienen Zinsen für jede Stunde, in der sie den Token halten, nicht nur zum Tagesschluss.

  • Expansion: Mittlerweile ist das Projekt auf Ethereum, Solana und das Canton Network ausgeweitet worden.

KI, Altersvorsorge und die Binance-Partnerschaft

  • KI & Blockchain: David sieht hier riesiges Potenzial, mahnt aber zur Vorsicht bei den aktuellen Bewertungen. Er beobachtet vor allem KI-Anwendungen, die das Coding von Krypto-Apps revolutionieren.

  • Krypto für die Rente: Für David gehört Krypto in ein modernes Portfolio, allerdings immer angepasst an die individuelle Risikotoleranz.

  • Binance-Partnerschaft: Diese globale Kooperation soll helfen, traditionelle Finanzprodukte direkt zu den „Krypto-Natives“ zu bringen, auch und gerade im deutschen Markt.

Top 3 Trends für 2026

David hat uns drei große Trends für das Jahr 2026 mitgegeben:

  1. Massive Institutionelle Bitcoin-Adoption: Die ETFs waren erst der Anfang; 2026 wird das Jahr, in dem Bitcoin fest in die Portfolios großer Player integriert wird.

  2. Stablecoins: Diese werden das Rückgrat des Systems bleiben. David erwartet, dass noch mehr Finanzinstitute eigene Stablecoins auf den Markt bringen.

  3. Prediction Markets (Prognosemärkte): Plattformen wie Polymarket werden nicht mehr nur zum „Wetten“ genutzt, sondern entwickeln sich zu wertvollen Research-Tools für professionelle Investoren.

Fazit

 Das Gespräch mit David hat gezeigt, dass Franklin Templeton nicht nur „dabei“ ist, sondern die Brücke zwischen TradFi und Krypto aktiv baut. Die Professionalität, mit der hier On-Chain-Daten analysiert werden, gibt einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Finanzen.

Das komplette Interview (im Originalton)

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