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Stellar, XLM27. Januar 2026
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Stellar (XLM) – Infrastruktur für globale Zahlungen

Stellar (XLM) – Infrastruktur für globale Zahlungen

Stellar ist ein offenes Blockchain-Netzwerk, das speziell für den schnellen und kostengünstigen Transfer von Werten über Länder und Währungsgrenzen hinweg entwickelt wurde. Der Fokus liegt nicht auf spekulativen Anwendungsfällen oder komplexen DeFi-Strukturen, sondern auf effizienter Zahlungsabwicklung und Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Finanzsystemen.

Im Kern versteht sich Stellar als Abwicklungs- und Vermittlungsschicht zwischen Fiat-Währungen, Stablecoins und digitalen Assets. Transaktionen werden innerhalb weniger Sekunden finalisiert und verursachen nur minimale Gebühren. Damit adressiert Stellar gezielt Schwächen klassischer Zahlungsinfrastrukturen wie lange Abwicklungszeiten, hohe Kosten und Abhängigkeit von mehreren Intermediären.

Der native Token des Netzwerks heißt XLM (Lumen). Er ist kein Investmentvehikel im klassischen Sinne, sondern ein funktionales Element der Infrastruktur. XLM wird benötigt, um Transaktionen abzuwickeln, Mindestguthaben für Accounts zu halten und als neutrales Brückenasset zwischen verschiedenen Währungen zu fungieren.

Stellar positioniert sich damit klar als Finanzinfrastruktur-Protokoll mit realwirtschaftlichem Nutzen und nicht als Smart-Contract-Plattform oder reines Krypto-Asset für Marktzyklen.

Wer steht hinter Stellar

Getragen und weiterentwickelt wird das Stellar-Netzwerk von der Stellar Development Foundation (SDF), einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in San Francisco. Ihr Mandat ist klar definiert: die Entwicklung, Wartung und Verbreitung des Stellar-Netzwerks sowie der Aufbau eines nachhaltigen Ökosystems aus Partnern und realen Anwendungsfällen.

Da die SDF keine Aktionäre hat, stehen keine kurzfristigen Renditeinteressen im Vordergrund. Finanzielle und personelle Ressourcen fließen direkt in die technologische Weiterentwicklung, in strategische Kooperationen und in regulatorisch anschlussfähige Integrationen. Die laufende Finanzierung erfolgt dabei primär über den kontrollierten Einsatz und Verkauf eigener XLM-Reserven.

Gegründet wurde Stellar im Jahr 2014 von Jed McCaleb, Mitbegründer von Ripple und der frühen Krypto-Börse Mt. Gox, gemeinsam mit Joyce Kim. Die operative Leitung der Stellar Development Foundation liegt heute bei Denelle Dixon, die als CEO den Fokus auf institutionelle Partnerschaften, regulatorische Klarheit und langfristige Netzwerkstabilität legt.

Für das Verständnis der Positionierung von Stellar ist die Entstehungsgeschichte relevant. Jed McCaleb war maßgeblich an der frühen Architektur von Ripple und dem XRP Ledger beteiligt. Entsprechend weisen Stellar und der XRPL strukturelle Parallelen auf, insbesondere im Fokus auf schnelle, kostengünstige Zahlungsabwicklung und den Einsatz eines nativen Tokens als Brückenasset.

Der entscheidende Unterschied liegt im institutionellen Rahmen. Während Ripple als Unternehmen kommerzielle Interessen verfolgt, wurde Stellar bewusst als gemeinnütziges Netzwerk konzipiert. Die Vision ist ähnlich, die Governance- und Organisationsstruktur jedoch grundlegend anders.

Mission und Vision

Die Mission von Stellar ist klar definiert: das globale Finanzsystem effizienter, zugänglicher und interoperabler zu machen. Stellar versteht sich dabei nicht als Ersatz für bestehende Finanzinfrastruktur, sondern als verbindende Schicht zwischen unterschiedlichen Währungen, Zahlungssystemen und regulatorischen Räumen.

Im Zentrum steht die Abwicklung von Zahlungen, schnell, kostengünstig und ohne unnötige Intermediäre. Stellar adressiert gezielt strukturelle Schwächen des heutigen Systems, insbesondere bei grenzüberschreitenden Transfers, bei Kleinstbeträgen und in Märkten mit eingeschränktem Zugang zu Bankdienstleistungen.

Die langfristige Vision ist eine offene Finanzinfrastruktur, in der:

  • Fiat-Währungen, Stablecoins und digitale Assets nahtlos miteinander interagieren

  • Zahlungsabwicklung unabhängig von nationalen Grenzen funktioniert

  • technologische Effizienz mit regulatorischer Anschlussfähigkeit kombiniert wird

Stellar positioniert sich dabei bewusst pragmatisch. Statt experimenteller Finanzprodukte oder hochkomplexer Smart-Contract-Strukturen liegt der Fokus auf Zuverlässigkeit, niedrigen Kosten und realer Skalierbarkeit. Das Netzwerk soll für Unternehmen, Zahlungsdienstleister und öffentliche Akteure nutzbar sein, ohne bestehende Systeme vollständig zu verdrängen.

Die Blockchain und der Nutzen des XLM-Tokens

Die Stellar-Blockchain ist konsequent auf Zahlungsabwicklung ausgelegt. Technische Komplexität wird dort eingesetzt, wo sie funktional notwendig ist, nicht als Selbstzweck. Ziel ist ein robustes, skalierbares Netzwerk für den Transfer von Werten in Echtzeit.

Technische Grundlage

Stellar nutzt das Stellar Consensus Protocol (SCP), ein föderiertes Konsensmodell. Im Unterschied zu Proof-of-Work oder klassischem Proof-of-Stake benötigt SCP keine energieintensiven Berechnungen und keine globale Blockproduzenten-Hierarchie.

Die wichtigsten Eigenschaften:

  • Finalität in wenigen Sekunden

  • Sehr geringe Transaktionskosten

  • Hohe Ausfallsicherheit durch dezentrale Validatoren

  • Skalierung auf Zahlungsvolumen, nicht auf komplexe On-Chain-Logik

Das Netzwerk ist darauf optimiert, viele einfache Transaktionen zuverlässig und dauerhaft abzuwickeln. Genau das ist für Zahlungsinfrastruktur entscheidend.

Rolle und Funktion von XLM

Der native Token des Netzwerks ist XLM (Lumen). Seine Funktion ist klar definiert und bewusst begrenzt. XLM ist kein Rendite- oder Governance-Token, sondern ein funktionales Infrastruktur-Asset.

XLM erfüllt drei zentrale Aufgaben:

  1. Transaktionsgebühren
    Jede Transaktion erfordert eine minimale Gebühr in XLM. Diese ist so niedrig angesetzt, dass sie wirtschaftlich kaum ins Gewicht fällt und primär dem Schutz vor Spam dient.

  2. Mindestguthaben für Accounts
    Stellar verlangt ein kleines XLM-Minimum pro Account und pro Trustline. Dadurch wird das Netzwerk vor der massenhaften Erstellung leerer Accounts geschützt.

  3. Brückenasset zwischen Währungen
    XLM fungiert als neutrales Vermittlungsasset, wenn zwei Währungen oder Tokenpaare nicht direkt liquide miteinander handelbar sind. Diese Funktion ist zentral für grenzüberschreitende Zahlungen und Multi-Asset-Transfers.

Der Nutzen von XLM ist direkt an die Aktivität im Netzwerk gekoppelt. Es gibt:

  • kein Mining

  • keine Staking-Renditen

  • keine künstlichen Anreizmechanismen

Das bedeutet: Wert entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch tatsächliche Nutzung der Infrastruktur. Für Investoren ist XLM damit weniger ein spekulativer Wachstums-Token, sondern eine Wette auf die Relevanz von Stellar als Zahlungs- und Abwicklungsschicht im globalen Finanzsystem.

Welchen Markt greift Stellar an

Stellar adressiert keinen breit gefassten „Krypto-Markt“, sondern einen klar umrissenen Teil des globalen Finanzsystems: Zahlungsabwicklung und Werttransfer über System und Ländergrenzen hinweg. Der Fokus liegt auf Infrastruktur, nicht auf Endkundenspekulation.

Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr

Ein zentrales Einsatzfeld von Stellar sind internationale Zahlungen, bei denen klassische Systeme wie Korrespondenzbanken oder SWIFT hohe Kosten, lange Laufzeiten und operative Komplexität verursachen. Stellar positioniert sich hier als technologische Abwicklungsschicht, die Transaktionen nahezu in Echtzeit ermöglicht und dabei unabhängig von nationalen Clearing-Systemen funktioniert.

Relevant ist das insbesondere für:

  • Remittances

  • B2B-Zahlungen

  • Treasury und Liquiditätsmanagement

  • Abwicklung kleiner und mittlerer Beträge

Tokenisierung von Fiat-Währungen und Stablecoins

Stellar ist nativ für den Umgang mit verschiedenen Währungen ausgelegt. Fiat-Token, Stablecoins und andere digitale Repräsentationen von Wert lassen sich direkt auf der Blockchain ausgeben, halten und transferieren. Diese Fähigkeit macht Stellar attraktiv für Zahlungsdienstleister und institutionelle Akteure, die regulatorisch kontrollierte digitale Währungen nutzen wollen, ohne auf komplexe Smart-Contract-Layer angewiesen zu sein.

Damit positioniert sich Stellar als infrastrukturelle Basis für:

  • digitale Zahlungsnetze

  • regionale Stablecoin-Projekte

  • programmierbare Fiat-Abwicklung auf Protokollebene

Finanzielle Inklusion und Zugang zu Zahlungsinfrastruktur

Ein weiterer adressierter Markt ist der Zugang zu grundlegenden Finanzfunktionen in Regionen mit schwach ausgebauter Bankeninfrastruktur. Stellar ermöglicht Wallet-basierte Zahlungssysteme, die keine klassischen Bankkonten voraussetzen. Für öffentliche Projekte, NGOs und Fintechs ist das ein relevanter Anwendungsfall, da vorhandene Mobilfunkinfrastruktur genutzt werden kann.

Wettbewerb und Positionierung

Stellar konkurriert weniger mit klassischen Layer-1-Plattformen und stärker mit:

  • bestehenden Zahlungsnetzwerken

  • banknahen Blockchain-Lösungen

  • spezialisierten Settlement-Layern

Der Wettbewerbsvorteil liegt nicht in maximaler Funktionalität, sondern in Einfachheit, Kosteneffizienz und regulatorischer Anschlussfähigkeit.

Wichtige Punkte für Investoren

Stellar und der Token XLM sind kein klassisches Wachstums- oder Innovationsprojekt, sondern eine langfristige Infrastrukturwette. Für Investoren ist daher weniger kurzfristige Dynamik relevant, sondern die strukturelle Rolle des Netzwerks im globalen Zahlungsverkehr.

1. Klare Zweckbindung des Tokens

XLM erfüllt eine eindeutig definierte Funktion innerhalb des Netzwerks. Es gibt keine Staking-Erträge, keine Governance-Rechte und keine komplexen Anreizmodelle. Der Wert des Tokens ist direkt an die Nutzung der Stellar-Infrastruktur gekoppelt, nicht an finanzielle Versprechen.

2. Konservativer Entwicklungsansatz

Stellar entwickelt sich bewusst stabil und funktional. Neue Features werden zurückhaltend eingeführt, Priorität haben Sicherheit, Verlässlichkeit und regulatorische Anschlussfähigkeit. Das reduziert technologische Risiken, begrenzt aber kurzfristige Aufmerksamkeit im Markt.

3. Gemeinnützige Trägerstruktur

Die Entwicklung durch eine Stiftung ohne Aktionäre ermöglicht langfristiges Denken. Gleichzeitig bleibt die Rolle der Stellar Development Foundation als zentraler Akteur ein struktureller Faktor, den Investoren berücksichtigen sollten.

4. Marktgröße versus Monetarisierung

Stellar adressiert einen Markt mit sehr hohem Transaktionsvolumen, aber niedrigen Margen pro Transaktion. Wachstum entsteht über Nutzung und Integration, nicht über Gebührenmaximierung. Entsprechend ist XLM kein klassischer Cashflow-Token.

5. Wettbewerb und Positionierung

Der Zahlungsverkehr ist ein stark umkämpfter Markt. Stellar konkurriert sowohl mit traditionellen Finanzsystemen als auch mit anderen Blockchain-basierten Abwicklungslösungen. Der langfristige Erfolg hängt davon ab, ob Stellar als verlässliche Infrastruktur dauerhaft genutzt wird.

Fazit

Stellar ist kein spekulatives Blockchain-Projekt, sondern eine gezielt entwickelte Zahlungsinfrastruktur mit klarer Zweckbindung. Das Netzwerk setzt auf Stabilität, niedrige Kosten und regulatorische Anschlussfähigkeit statt auf schnelle Innovation oder aggressive Token-Anreize. XLM eignet sich damit vor allem für Investoren, die auf die langfristige Relevanz von Abwicklungs- und Zahlungsinfrastruktur setzen und weniger auf kurzfristige Marktzyklen.


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Sitz
Niederlande
Gründung
2018
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