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Order Book: das Herzstück des Börsenhandels

Wie die Liste offener Kauf- und Verkaufsorders den Handel abbildet, was Bids, Asks und Spread bedeuten und was du aus der Markttiefe verlässlich ablesen kannst

TradingProfi3 Min. Lesezeit

Definition

Ein Order Book ist die laufend aktualisierte Liste aller Kauf- und Verkaufsorders an einer Börse. Es zeigt, zu welchen Preisen Marktteilnehmer bereit sind zu kaufen oder zu verkaufen, und macht damit Liquidität, Spreads und kurzfristige Marktstruktur sichtbar.

Ein Order Book (Orderbuch) ist die Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsorders für ein Handelspaar an einer Börse. Es zeigt in Echtzeit, zu welchen Preisen wie viele Coins gekauft oder verkauft werden sollen. Das Order Book ist das Herzstück des Börsenhandels und macht sichtbar, wo Angebot und Nachfrage gerade aufeinandertreffen.

Bids, Asks und der Spread

BegriffBedeutung
Bids (Geldseite)Kaufaufträge, was Käufer zahlen wollen
Asks (Briefseite)Verkaufsaufträge, was Verkäufer fordern
SpreadDifferenz zwischen höchstem Bid und niedrigstem Ask

Ein enger Spread bedeutet hohe Liquidität und niedrige Handelskosten, ein breiter Spread das Gegenteil. Eine Limit Order landet als neuer Eintrag im Order Book, eine Market Order wird sofort gegen bestehende Einträge ausgeführt.

Mit Zahlen wird das greifbar. Nehmen wir das Paar BTC/EUR: Auf der Verkaufsseite liegen 0,3 BTC zu 50.000 Euro, 0,5 BTC zu 50.050 Euro und 2 BTC zu 50.120 Euro. Auf der Kaufseite warten 0,4 BTC zu 49.980 Euro und 1,1 BTC zu 49.950 Euro. Der Spread ist die Lücke zwischen dem besten Verkaufsangebot und dem besten Kaufgebot, hier also 20 Euro oder 0,04 Prozent. Je enger diese Lücke und je mehr Volumen auf beiden Seiten liegt, desto günstiger handelst du.

Was du aus dem Order Book lesen kannst

Das Order Book verrät die Markttiefe: Große Order-„Wände“ zeigen, wo viel Kauf- oder Verkaufsinteresse liegt. Solche Cluster können kurzfristig als Unterstützung oder Widerstand wirken. Vorsicht aber: Orders können jederzeit zurückgezogen werden, und manche „Wände“ sind reine Täuschung („Spoofing“), um andere Händler zu beeinflussen.

Steffis Tipp

Du musst das Order Book nicht im Detail lesen können, um klug zu investieren, für langfristige Käufe genügt eine simple Limit Order. Aber ein Blick lohnt sich: Ist der Spread sehr breit und das Order Book dünn, handelst du einen illiquiden Markt, dort drohen schlechte Ausführungspreise. Bei großen, liquiden Coins ist das Order Book dagegen tief und der Spread minimal.

Häufige Fragen zu Order Book

Was ist ein Order Book?

Ein Order Book (Orderbuch) ist die Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsorders für ein Handelspaar an einer Börse. Es zeigt in Echtzeit, zu welchen Preisen wie viele Coins gehandelt werden sollen, und macht sichtbar, wo Angebot und Nachfrage gerade aufeinandertreffen. Es ist das Herzstück des Börsenhandels.

Was sind Bids, Asks und der Spread?

Bids sind die Kaufaufträge (was Käufer zahlen wollen), Asks die Verkaufsaufträge (was Verkäufer fordern). Der Spread ist die Differenz zwischen höchstem Bid und niedrigstem Ask. Ein enger Spread bedeutet hohe Liquidität und niedrige Handelskosten, ein breiter Spread das Gegenteil.

Kann man dem Order Book trauen?

Nur bedingt. Das Order Book zeigt die aktuelle Lage, aber Orders können jederzeit zurückgezogen werden. Manche große „Wände“ sind reine Täuschung (Spoofing), um andere Händler zu beeinflussen, und verschwinden, bevor sie ausgeführt werden. Es ist also ein Momentbild, kein verlässlicher Blick in die Zukunft.

Fun Fact

Viele Anfänger sehen nur den letzten Preis. Trader schauen oft zuerst ins Order Book, weil dort der eigentliche Marktdruck sichtbar wird.

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