Spread: die versteckte Lücke zwischen Kauf und Verkauf
Wie die Lücke zwischen Kauf- und Verkaufspreis funktioniert, was sie über die Liquidität eines Marktes verrät und warum „0 Prozent Gebühren“ oft einen breiten Spread verstecken
Definition
Der Spread ist die Differenz zwischen dem besten Kaufpreis und dem besten Verkaufspreis im Markt. Für Trader ist das wichtig, weil der Spread ein direkter Kosten- und Qualitätsfaktor bei jeder Ausführung ist.
Der Spread ist die Differenz zwischen dem höchsten Kaufpreis (Bid) und dem niedrigsten Verkaufspreis (Ask) im Orderbuch. Vereinfacht: die kleine Lücke zwischen dem Preis, zu dem man sofort kaufen, und dem, zu dem man sofort verkaufen kann. Der Spread ist ein versteckter Handelskostenfaktor und ein wichtiger Indikator für die Liquidität eines Marktes.
Was der Spread aussagt
Ein enger Spread bedeutet hohe Liquidität: Kauf- und Verkaufspreise liegen nah beieinander, der Handel ist günstig. Ein breiter Spread signalisiert geringe Liquidität, hier verlierst du beim sofortigen Kauf und anschließenden Verkauf schon allein durch die Lücke Geld. Große Coins wie Bitcoin haben winzige Spreads, kleine, wenig gehandelte Token oft breite.
Wer am Spread verdient
Der Spread ist die Einnahmequelle vieler Market Maker: Sie kaufen zum niedrigeren und verkaufen zum höheren Preis und streichen die Differenz ein. Für dich als Händler ist der Spread dagegen ein Kostenfaktor. Manche Plattformen werben mit „0 Prozent Gebühren“, verdienen aber über einen breiten Spread, ein versteckter Aufschlag, den man leicht übersieht.
Achte nicht nur auf die ausgewiesenen Gebühren, sondern auch auf den Spread, gerade bei vermeintlich „kostenlosen“ Anbietern. Ein breiter Spread ist ein versteckter Aufschlag, der dich besonders bei kleinen, illiquiden Coins viel kosten kann. Handle bevorzugt liquide Coins mit engem Spread, und nutze für größere Käufe Limit Orders, um die Kosten besser zu kontrollieren. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Spread?
Der Spread ist die Differenz zwischen dem höchsten Kaufpreis (Bid) und dem niedrigsten Verkaufspreis (Ask) im Orderbuch, die Lücke zwischen dem Preis, zu dem man sofort kaufen, und dem, zu dem man sofort verkaufen kann. Er ist ein versteckter Handelskostenfaktor und ein Indikator für die Liquidität.
Was sagt der Spread über einen Markt aus?
Ein enger Spread bedeutet hohe Liquidität und günstigen Handel, ein breiter Spread geringe Liquidität, hier verlierst du schon durch die Lücke Geld. Große Coins wie Bitcoin haben winzige Spreads, kleine, wenig gehandelte Token oft breite, was sie teurer im Handel macht.
Verdienen Plattformen am Spread?
Ja, oft. Market Maker kaufen zum niedrigeren und verkaufen zum höheren Preis und streichen die Differenz ein. Manche Plattformen werben mit „0 Prozent Gebühren“, verdienen aber über einen breiten Spread, ein versteckter Aufschlag. Deshalb sollte man neben den Gebühren immer auch den Spread beachten.
Fun Fact
Viele Märkte wirken nur deshalb günstig, weil Gebühren sichtbar sind, der tatsächliche Einstiegspreis durch den Spread aber weniger Aufmerksamkeit bekommt.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
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