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Was ist Slippage?

Slippage einfach erklärt

trading
Aktualisiert: 2026-02-22|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungspreis einer Krypto-Order, oft bed...

Slippage beschreibt die Differenz, die zwischen dem erwarteten Preis einer Krypto-Order und dem tatsächlichen Ausführungspreis entsteht. Dieses Phänomen tritt auf, wenn sich der Marktpreis zwischen dem Zeitpunkt Ihrer Orderaufgabe und deren tatsächlicher Ausführung ändert. Besonders bei volatilen Märkten oder geringer Liquidität kann Slippage die tatsächlichen Kosten einer Transaktion erheblich beeinflussen. Für Einsteiger ist das Verständnis von Slippage essenziell, um unerwartete Preisausführungen zu vermeiden.

Wie funktioniert Slippage?

Stellen Sie sich vor, Du möchtest eine Kryptowährung kaufen oder verkaufen. Du siehst einen bestimmten Preis auf dem Bildschirm und geben Ihre Order auf. In der Zwischenzeit, oft nur Sekundenbruchteile später, kann sich der Preis am Markt ändern. Wenn Ihre Order dann ausgeführt wird, geschieht dies zum neuen, aktuellen Marktpreis. Die Differenz zwischen Ihrem ursprünglich erwarteten Preis und dem Preis, zu dem die Transaktion tatsächlich abgeschlossen wurde, ist die Slippage. Ursachen hierfür sind oft geringe Liquidität im Orderbuch, hohe Volatilität des Assets oder eine große Ordergröße, die nicht vollständig zum besten verfügbaren Preis bedient werden kann. Auch Netzwerküberlastungen, insbesondere bei dezentralen Börsen (DEXs), können die Ausführung verzögern und Slippage begünstigen.

Wichtig: Eine negative Slippage bedeutet, dass Ihre Order zu einem schlechteren Preis als erwartet ausgeführt wurde, während eine positive Slippage einen besseren Preis beschreibt.

Praxisbeispiel und Slippage-Toleranz

Nehmen ich an, ein Anleger möchte 1 ETH kaufen und der angezeigte Preis beträgt 3.000 EUR pro ETH. Auf der Handelsplattform stellt der Anleger eine maximale Slippage-Toleranz von 1% ein. Das bedeutet, dass die Order nur ausgeführt wird, wenn der tatsächliche Ausführungspreis nicht mehr als 1% vom erwarteten Preis abweicht. Wenn der Markt jedoch sehr volatil ist und der Preis bis zur Ausführung auf 3.030 EUR steigt, wird die Order zu diesem Preis ausgeführt, da 3.030 EUR immer noch innerhalb der 1%-Toleranz (30 EUR) liegt. Die Differenz von 30 EUR pro ETH ist hier die negative Slippage. Hätte der Preis 3.031 EUR erreicht, wäre die Order nicht ausgeführt worden, da sie die eingestellte Toleranz überschritten hätte.

Gut zu wissen: Viele Krypto-Börsen, wie zum Beispiel Bitvavo oder Bitpanda, bieten die Möglichkeit, eine individuelle Slippage-Toleranz festzulegen, um das Risiko unerwünschter Preisausführungen zu minimieren.

Slippage im Jahr 2026 und der DACH-Kontext

Auch Anfang 2026 bleibt Slippage ein zentrales Thema im Krypto-Handel, insbesondere im stark wachsenden DeFi-Sektor. Im deutschsprachigen Raum (DACH) nutzen viele Anleger sowohl zentrale Börsen (CEXs) als auch dezentrale Börsen (DEXs) für deine Krypto-Transaktionen. Auf DEXs, die oft mit Liquiditätspools arbeiten, ist Slippage aufgrund der Funktionsweise und der potenziell geringeren Liquidität einzelner Pools häufiger und stärker ausgeprägt. Verbesserungen in der Architektur von Liquiditätspools und fortschrittlichere Matchmaking-Engines auf CEXs versprechen zwar, die Auswirkungen zu minimieren, werden Slippage aber voraussichtlich nicht vollständig eliminieren können. Eine korrekte Einstellung der Slippage-Toleranz ist daher weiterhin entscheidend, um die Handelskosten zu kontrollieren und unerwartete Verluste zu vermeiden. Wer beispielsweise Kryptowährungen auf Bitvavo handelt, sollte die Slippage-Einstellungen genau prüfen.

Vorteile der Slippage-Einstellung & Nachteile bei unzureichender Beachtung

Vorteile der Slippage-Einstellung

  • +Kontrolle über den maximalen Preisunterschied
  • +Schutz vor unerwartet hohen Kosten
  • +Vermeidung von Orders, die zu inakzeptablen Preisen ausgeführt würden

Nachteile bei unzureichender Beachtung

  • -Order wird bei zu geringer Toleranz möglicherweise nicht ausgeführt
  • -Potenzieller Verlust von Handelsmöglichkeiten bei hoher Volatilität
  • -Kann die Gesamtkosten einer Transaktion erhöhen

Fun Fact

Manchmal führt Slippage zu einem besseren Preis als erwartet – das nennt man positive Slippage!