Slippage: wenn der Preis bei der Ausführung wegrutscht
Warum der tatsächliche Ausführungspreis vom erwarteten abweicht, wie Liquidität und Ordertyp die Slippage beeinflussen und wie du sie mit Limit Orders gezielt reduzierst
Definition
Slippage beschreibt die Abweichung zwischen dem erwarteten Preis einer Order und dem Preis, zu dem sie tatsächlich ausgeführt wird. Sie entsteht vor allem durch geringe Liquidität, schnelle Marktbewegungen oder größere Orders und ist im Krypto-Handel ein ganz praktischer Kostenfaktor.
Slippage ist der Unterschied zwischen dem Preis, den du bei einer Order erwartest, und dem Preis, zu dem sie tatsächlich ausgeführt wird. In schnellen oder dünnen Märkten kann der Kurs zwischen Auftrag und Ausführung „wegrutschen“, du zahlst dann mehr (oder bekommst weniger), als gedacht. Slippage ist ein oft unterschätzter, versteckter Kostenfaktor beim Handel.
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Warum Slippage entsteht
Slippage tritt vor allem bei Market Orders auf, die sofort zum besten verfügbaren Preis ausführen. Ist die Liquidität gering oder die Order groß, reicht das Angebot zum erwarteten Preis nicht aus, und die Order „frisst sich“ durch das Orderbuch zu schlechteren Preisen (siehe Price Impact). Auch plötzliche Kursbewegungen während der Ausführung verursachen Slippage.
Ein Rechenbeispiel macht die Kosten sichtbar. Der Kurs zeigt 50.000 Euro je Bitcoin, im Orderbuch liegen zu diesem Preis aber nur 0,3 BTC. Wer 1 BTC per Market Order kauft, nimmt zusätzlich 0,5 BTC zu 50.050 Euro und 0,2 BTC zu 50.120 Euro mit und zahlt im Schnitt 50.049 Euro. Die Differenz von 49 Euro, rund 0,1 Prozent, ist die Slippage. Sie wächst mit der Ordergröße und schrumpft, je mehr Volumen im Buch liegt.
Wie du Slippage reduzierst
Der wichtigste Hebel ist die Wahl des Markts und der Order: Handle bevorzugt liquide Coins, dort ist die Slippage minimal. Nutze für größere oder geplante Käufe eine Limit Order statt einer Market Order, so legst du den maximalen Preis selbst fest. Auf dezentralen Börsen kannst du eine Slippage-Toleranz einstellen, die festlegt, wie viel Abweichung du akzeptierst, eng gesetzt schützt sie auch vor Sandwich-Angriffen.
Slippage ist ein versteckter Kostenfaktor, der dich gerade bei kleinen, illiquiden Coins viel Geld kosten kann. Prüfe vor dem Handel die Liquidität und nutze für überlegte Käufe eine Limit Order statt einer Market Order. Bei großen, liquiden Coins wie Bitcoin ist die Slippage meist vernachlässigbar, bei kleinen, wenig gehandelten Token ein echtes Problem, auch beim späteren Verkauf. Keine Anlageberatung.
Häufige Fragen zur Slippage
Was ist Slippage?
Slippage ist der Unterschied zwischen dem erwarteten Preis einer Order und dem Preis, zu dem sie tatsächlich ausgeführt wird. In schnellen oder dünnen Märkten kann der Kurs zwischen Auftrag und Ausführung wegrutschen, du zahlst dann mehr oder bekommst weniger als gedacht, ein versteckter Kostenfaktor.
Warum entsteht Slippage?
Vor allem bei Market Orders in wenig liquiden Märkten oder bei großen Orders: Das Angebot zum erwarteten Preis reicht nicht aus, und die Order führt zu schlechteren Preisen durch das Orderbuch (Price Impact). Auch plötzliche Kursbewegungen während der Ausführung verursachen Slippage.
Wie reduziere ich Slippage?
Handle bevorzugt liquide Coins, dort ist die Slippage minimal. Nutze für größere Käufe eine Limit Order statt einer Market Order, so legst du den Maximalpreis selbst fest. Auf dezentralen Börsen kannst du eine Slippage-Toleranz einstellen, eng gesetzt schützt sie auch vor Sandwich-Angriffen.
Fun Fact
Viele Trader achten obsessiv auf Gebühren, verlieren aber durch schlechte Ausführung oft mehr Geld an Slippage als an der sichtbaren Fee.
Verwandte Begriffe
Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin (Dr. med.) und seit 2021 selbst in Bitcoin, XRP und Ethereum investiert. Mit MissCrypto erreicht sie über 110.000 Menschen, gewann 2025 den BTC-ECHO Award als „Best Educator of Crypto“ und wurde 2026 in die Top 100 Krypto-Journalisten Europas aufgenommen. Ihr Buch „Der Krypto Kompass“ erschien 2025.
Über Steffi →Risikohinweis: Meine Inhalte dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung dar.
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