Uniswap steht vor dem vielleicht größten Schritt seiner Geschichte. Mit „UNIfication“ wollen Uniswap Labs und die Uniswap Foundation das gesamte Ökosystem auf ein neues Fundament stellen mit klaren Einnahmen, weniger Doppelstrukturen und einem direkten Nutzen für den UNI-Token.
Aus dem offenen Experiment wird ein nachhaltiges DeFi-Unternehmen, das von seiner eigenen Nutzung lebt.
Die Idee hinter UNIfication
Bisher war Uniswap ein technisches Wunder aber kein Geschäftsmodell. Milliarden an Handelsvolumen, Millionen Nutzer, aber das Protokoll selbst verdiente nichts.
Mit UNIfication ändert sich das: Das System führt erstmals Protokollgebühren ein, die direkt an den Erfolg von Uniswap gekoppelt sind. Ein Teil dieser Einnahmen wird genutzt, um UNI-Token zu verbrennen also dauerhaft aus dem Umlauf zu nehmen. Je mehr auf Uniswap gehandelt wird, desto knapper wird UNI.
Das Ganze soll schrittweise starten, zunächst mit ausgewählten Pools auf Ethereum, später auch auf Layer-2-Netzwerken, Uniswap v4 und UniswapX.
Warum das wichtig ist
In den letzten Jahren hat sich DeFi professionalisiert.
Institutionelle Anleger, Fonds und Unternehmen nutzen dezentrale Börsen längst als ernsthafte Alternative zu zentralen Handelsplätzen.
Doch ohne geregelte Einnahmen blieb Uniswap abhängig von externen Entwicklungen – ein Widerspruch zu seiner Rolle als Marktführer.
Das ist DeFi, wie es ursprünglich gedacht war: offen, nachvollziehbar und gemeinschaftlich gesteuert.
Wie das neue Modell funktioniert
Wenn jemand auf Uniswap handelt, fällt eine kleine Gebühr an.
Bisher ging diese komplett an die Liquiditätsanbieter, also jene, die ihr Kapital in die Pools legen. Künftig soll ein kleiner Anteil davon ins Protokoll gehen. Dieses Geld landet nicht bei irgendeiner Firma, sondern in einem Smart Contract, der es nur freigibt, wenn gleichzeitig UNI-Token verbrannt werden.
Auch die Unichain zahlt ein
Mit der Unichain, Uniswaps eigener Layer-2-Blockchain, hat das Projekt eine weitere Einnahmequelle: Sequencer-Gebühren. Diese fallen an, wenn Transaktionen verarbeitet werden.
Nach Abzug der Betriebskosten und des Anteils für Optimism sollen auch diese Einnahmen in den UNI-Burn-Mechanismus fließen.
Damit stützt jede Aktivität auf Uniswap – ob Swap oder Chain-Nutzung – das Gesamtökosystem.
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Neue Konzepte: MEV und Auctions
Ein weiterer Punkt betrifft das Thema MEV (Maximal Extractable Value). Das ist der zusätzliche Gewinn, der entsteht, wenn Transaktionen in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden.
Bisher profitierte davon vor allem, wer den technischen Vorsprung hatte, nicht das Protokoll.
Uniswap will das ändern: Mit sogenannten Protocol Fee Discount Auctions können bestimmte Adressen das Recht ersteigern, für eine kurze Zeit gebührenfrei zu handeln. Was sie dafür zahlen, fließt wiederum in den UNI-Burn-Mechanismus.
So bleibt der Mehrwert im System und nicht bei externen Akteuren.
Aggregator Hooks: Uniswap wird zum Liquiditäts-Hub
Mit den neuen Aggregator Hooks kann Uniswap künftig Liquidität anderer Börsen anzapfen.
Das heißt: Nutzer bekommen automatisch die besten Preise, auch wenn der Handel teilweise auf anderen Plattformen stattfindet.
Ein kleiner Teil dieser zusätzlichen Gebühren landet ebenfalls im Protokoll und wird verbrannt. So entsteht ein echter Mehrwert für Nutzer, ohne zusätzliche Komplexität.
100 Millionen UNI werden verbrannt
Um ein Zeichen zu setzen, soll die Treasury von Uniswap 100 Millionen UNI-Token verbrennen, rückwirkend für die Zeit, in der die Gebührenschaltung noch nicht aktiv war. Das entspricht grob dem Wert, der hätte entstehen können, wenn das System früher eingeführt worden wäre.
Es ist also mehr als Symbolik: Es ist eine klare Positionierung für Knappheit und Nachhaltigkeit.
Firepit & TokenJar: Das Sicherheitsnetz
Alle Einnahmen landen in zwei zentralen Smart Contracts:
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TokenJar sammelt die Gebühren.
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Firepit sorgt dafür, dass UNI-Token nur verbrannt werden, wenn diese Einnahmen auch wirklich freigegeben werden dürfen.
Das schützt vor Missbrauch und schafft maximale Transparenz.
Labs und Foundation rücken zusammen
Bislang gab es eine klare Trennung:
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Uniswap Labs entwickelt Produkte wie App und Wallet.
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Uniswap Foundation kümmert sich um Grants, Community und Governance.
Mit UNIfication soll diese Aufteilung verschlankt werden.
Ein Teil der Aufgaben wechselt zu Labs, das künftig stärker für Wachstum, Ökosystemförderung und Partnerprogramme verantwortlich ist.
Gleichzeitig sollen die Interface-Gebühren von Labs auf Null gesetzt werden, damit Uniswap als App noch attraktiver wird.
Ein jährliches Growth-Budget von 20 Millionen UNI aus der Treasury soll neue Builder, Integrationen und Partnerschaften finanzieren.
Was das für dich bedeutet
Für Nutzer:
Du kannst weiter wie gewohnt handeln. Nur dass das Protokoll jetzt offiziell mitverdient und das zugunsten des ganzen Ökosystems.
Für Liquiditätsanbieter:
Ein kleiner Teil der Gebühren fließt ins Protokoll, dafür werden Handel, Tools und MEV-Strukturen effizienter.
Für UNI-Holder:
Endlich wird die Nutzung von Uniswap (DEX) direkt mit dem Token verbunden. Je aktiver das Protokoll, desto stärker die Verknappung von UNI.
Fazit
UNIfication ist kein Rebranding, sondern ein Reifestadium.
Uniswap definiert, was es wirklich sein will: eine dezentrale Handelsinfrastruktur mit echtem Geschäftsmodell, getragen von der Community.
Damit setzt das Projekt ein klares Signal an den gesamten DeFi-Sektor:
Nach Jahren des Experimentierens beginnt jetzt die Phase nachhaltiger Wertschöpfung.

