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Bitcoin3. November 2025
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Was ist Staking? So funktioniert das Krypto-Staking einfach erklärt

Was ist Staking? So funktioniert das Krypto-Staking einfach erklärt

Was ist Staking?

Wie du mit deinen Coins das Netzwerk unterstützt und dabei Belohnungen erhältst.

Staking ist eine Möglichkeit, aktiv am Blockchain-Netzwerk teilzunehmen. Du stellst deine Kryptowährungen als Sicherheit bereit, damit Transaktionen bestätigt und neue Blöcke erstellt werden können. So bleibt das Netzwerk stabil und geschützt. Als Dankeschön erhältst du regelmäßig neue Coins, eine Art „Zinsen“ auf deine Kryptowährungen. Das funktioniert ganz ohne energiehungriges Mining, denn im Hintergrund arbeitet der Proof-of-Stake-Mechanismus: Validatoren sichern das Netzwerk nicht durch Rechenleistung, sondern durch ihre gestakten Coins. Je höher ihr Einsatz, desto höher die Chance auf Belohnungen. Auf diese Weise wird ehrliches Verhalten belohnt und das Netzwerk bleibt effizient, dezentral und umweltfreundlich.

Wie funktioniert Proof of Stake (PoS)?

In einem PoS-System werden Validatoren nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Ihre Aufgabe ist es, Transaktionen zu überprüfen, zu bestätigen und neue Blöcke an die Blockchain anzuhängen. Der entscheidende Unterschied zum Proof of Work besteht darin, dass Validatoren keinen hohen Energieverbrauch verursachen.

Wer Validator werden möchte, muss eine bestimmte Menge des nativen Tokens des Netzwerks, etwa ETH bei Ethereum oder ADA bei Cardano, in einer mit der Blockchain verbundenen Wallet hinterlegen. Dieses Kapital bleibt gesperrt, solange der Validator aktiv am Netzwerk teilnimmt. Wenn er sich korrekt verhält, erhält er Belohnungen. Versucht er jedoch, das System zu manipulieren, droht der Verlust eines Teils oder aller gestakten Coins, das sogenannte Slashing.

Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass Validatoren ehrlich bleiben. Wer eigenes Kapital riskiert, hat ein natürliches Interesse daran, dass das Netzwerk stabil und sicher läuft.

Delegated Proof of Stake (DPoS): Staking für alle

Neben dem klassischen PoS gibt es Varianten wie Delegated Proof of Stake (DPoS). Hier müssen Nutzer nicht selbst Validator werden. Stattdessen können sie ihre Coins an sogenannte Delegierte oder „Witnesses“ übertragen, die dann für sie das Validieren übernehmen.

Das hat einen großen Vorteil:
Auch Anleger mit kleinen Beträgen können am Staking teilnehmen und regelmäßige Belohnungen erhalten. Je mehr Nutzer ihre Coins an einen Delegierten geben, desto höher dessen Chance, ausgewählt zu werden – und die Belohnungen werden dann fair aufgeteilt.

DPoS wird unter anderem von Cardano (ADA), Cosmos (ATOM) und Constellation (DAG) genutzt und macht das System dadurch:


  • effizienter

    • schneller

    • demokratischer

    So können wirklich alle ganz leicht am Staking teilnehmen, ohne technisches Know-how oder eigene Hardware.

    Warum gibt es Staking überhaupt?

    Staking ist die moderne Antwort auf das energieintensive Mining.
    Anstatt riesige Rechenzentren zu betreiben, sichern Menschen das Netzwerk mit ihren Coins.
    Blockchain bleibt dadurch schnell, sicher und umweltfreundlich.

    Für die Netzwerke bedeutet Staking:

    • mehr Sicherheit, weil viele Nutzer ehrlich bleiben müssen

    • mehr Dezentralisierung, weil jeder mitmachen kann

    • bessere Skalierbarkeit, da keine Mining-Hardware nötig ist

    Und für dich als Anleger gibt es einen klaren Vorteil:

    • du bekommst Belohnungen dafür, dass du das Netzwerk unterstützt

    Man kann es sich vorstellen wie ein globales System, das ohne Banken funktioniert:


    Staking spielt auch im DeFi-Bereich eine große Rolle.
    Dort kannst du deine Kryptowährungen zusätzlich in Anwendungen einbringen, zum Beispiel in Liquiditätspools, und so weitere Erträge erzielen — völlig transparent und rund um die Uhr handelbar.

    Welche Coins können gestakt werden?

    Staking funktioniert nur bei Blockchains, die Proof of Stake oder eine Variante davon nutzen.
    Zu den bekanntesten Projekten gehören:

    Ethereum (ETH) – Das größte PoS-Netzwerk der Welt.
    Jeder ETH-Staker hilft bei der Sicherheit und dem Betrieb des Ethereum-Ökosystems.

    Cardano (ADA) – Schon früh auf PoS gesetzt und bekannt für besonders einfache Delegation direkt aus der Wallet.

    Solana (SOL) – Sehr schnelle Blockchain mit geringen Transaktionskosten und attraktiven Staking-Möglichkeiten.

    Es gibt noch viele weitere Coins, die Staking unterstützen, etwa DAG, Cosmos oder Algorand.

    Wie kannst du mit Staking starten?

    Heute ist Staking so einfach wie nie. Es gibt drei Wege, die sich für die meisten Nutzer anbieten:

    1️⃣ Staking über eine Börse (Custodial Staking)

    Staking über eine Krypto-Börse ist der schnellste und einfachste Weg für Einsteiger, um mit Kryptowährungen passives Einkommen zu erzielen.
    Du kaufst oder überträgst deine Coins auf die Plattform und kannst sie dort direkt staken, ohne selbst eine Wallet einzurichten oder technische Einstellungen vorzunehmen. → Bitvavo 

    Die Börse übernimmt die Aufgaben eines Validators im Hintergrund und verteilt die Staking-Belohnungen automatisch an dich. So profitierst du von regelmäßigen Rewards, auch wenn du dich mit Blockchain-Technik noch nicht auskennst.

    Vorteile:

    • ideal für Neueinsteiger

    • kein eigener Validator-Betrieb notwendig

    • Belohnungen werden automatisch gutgeschrieben

    • du kannst jederzeit nachsehen, wie viele Rewards du verdient hast

    2️⃣ Staking über ein Hardware-Wallet (Self-Custody)

    Wer lieber volle Kontrolle über seine Coins behält, kann sie selbst über ein Hardware-Wallet wie den Ledger Nano Gen5 staken. Mit der App „Ledger Wallet“ lassen sich Coins wie ADA, ATOM oder AVAX delegieren, direkt aus der eigenen Verwahrung heraus. Du bleibst im Besitz deiner privaten Schlüssel, was maximale Sicherheit bedeutet.


    3️⃣ Staking über Software-Wallets (Self-Custody)

    Software-Wallets wie Phantom, Keplr, MetaMask oder Yoroi ermöglichen Staking direkt am Smartphone oder Computer.
    Du behältst deine privaten Schlüssel — das heißt, du bleibst Eigentümer deiner Coins.

    Diese Methode eignet sich perfekt, wenn du regelmäßig staken oder Coins aktiv einsetzen möchtest (z. B. in DeFi-Anwendungen).

    Vorteile:

    • schnell eingerichtet

    • volle Kontrolle über deine Coins

    • ideal für mobile Nutzung und flexible Anleger

    Nachteile:

    • weniger sicher als Hardware-Wallets, da das Gerät online ist

    • bei Verlust des Geräts oder Fehlbedienung droht ein Totalverlust

    Chancen und Risiken beim Staking

    Wie bei jeder Investition gibt es auch beim Staking Licht und Schatten.

    Chancen:

    • Laufende Erträge in Form neuer Coins
    • Unterstützung des Netzwerks und Mitwirkung am Blockchain-Ökosystem
    • Potenziell attraktive Renditen bei langfristiger Haltung

    Risiken:

    • Kursverluste können die Erträge übersteigen
    • Gestakte Coins sind oft für eine Zeit gesperrt (Lock-in-Periode)
    • Risiko von „Slashing“ bei Validator-Fehlern
    • Plattformrisiko bei zentralen Anbietern

    Wie werden Staking-Erträge versteuert?

    Wenn du beim Staking neue Coins als Belohnung bekommst, gelten diese in Deutschland zum Zeitpunkt des Erhalts als Einnahme.
    Der Euro-Wert des Rewards muss in deiner Steuererklärung angegeben werden.

    Ein einfaches Beispiel:

    Du erhältst 1 ETH als Staking-Reward.
    Der Kurs liegt an diesem Tag bei 4.000 €.
    Diese 4.000 € gelten als steuerpflichtige Einnahme.

    Du kannst die erhaltenen Coins entweder sofort verkaufen oder weiter halten.

    Wichtig ist die Haltefrist:

    • Hältst du die Rewards mindestens 1 Jahr, kannst du sie steuerfrei verkaufen

    • Verkaufst du innerhalb der Jahresfrist, ist der Gewinn steuerpflichtig

    Das bedeutet:

    Sofort verkaufen → sofort steuerpflichtig, aber direkter Cashflow
    Halten → mögliche Kursgewinne später steuerfrei

    Staking kann also gleichzeitig passive Einnahmen bringen und steuerliche Vorteile ermöglichen, wenn du die Haltefrist berücksichtigst.

    Zukunft und Bedeutung des Stakings

    Staking ist längst kein Trend mehr.
    Es wird zur Grundlage moderner Blockchains. Immer mehr Kryptowährungen wechseln von Proof of Work zu Proof of Stake, weil dieses System:

    • weniger Energie verbraucht

    • schneller skalieren kann

    • mehr Menschen die Teilnahme ermöglicht

    Auch große Finanzunternehmen haben das erkannt:
    BlackRock, Fidelity oder Franklin Templeton arbeiten bereits an Produkten, die Staking nutzen, um zusätzliche Renditen zu erzielen. Das zeigt, wie ernst dieses Modell inzwischen genommen wird — nicht nur von Krypto-Fans, sondern auch von der traditionellen Finanzwelt.

    Spannend wird es mit kommenden Innovationen wie Cross-Chain-Staking.
    Damit kannst du deine Coins netzwerkübergreifend nutzen, ohne sie ständig übertragen zu müssen. Das bringt: 

    • mehr Flexibilität für Anleger

    • höhere Sicherheit für das Ökosystem

    • echte Interoperabilität zwischen Blockchains

    Staking entwickelt sich somit zu einem zentralen Baustein des Finanzsystems von morgen, mit nachhaltigen Chancen für alle, die von Anfang an dabei sind.

    Beispiel: So funktioniert Solana-Staking in der Praxis

    Angenommen, du machst es wie ich:

    Du kaufst deine 100 Solana (SOL) über Bitvavo und schickst sie anschließend auf dein Ledger Wallet. So behältst du die volle Kontrolle und kannst trotzdem sicher staken, ohne eine eigene Validator-Node betreiben zu müssen.

    Zum Zeitpunkt dieses Artikels liegt die durchschnittliche Staking-Rendite bei Solana bei rund 6,43 % pro Jahr.

    Ledger betreibt eigene Validator-Nodes und du delegierst deine Coins dorthin.

    Deine SOL bleiben dabei immer in deiner Wallet.
    Ledger bekommt nur deine „Stimmkraft“, nicht deine Coins.

    Was bedeutet das monatlich?

    6,43 % Jahresrendite entsprechen etwa 0,54 % pro Monat.

    Bei 100 SOL ergibt das:

    0,54 SOL pro Monat
    → Bei einem Kurs von 100 € pro SOL entspricht das 54 € monatlicher Reward

    Diese Belohnungen werden dir automatisch gutgeschrieben, du siehst sie jederzeit in deiner Ledger Wallet App.

    Fazit: Warum Staking für mich so spannend ist

    Für mich ist Staking die Dividende 2.0.
    Wir stehen ganz am Anfang dieser Entwicklung und natürlich gibt es Risiken – aber die gab es bei Dividendenaktien auch, als sie neu waren. Hier entsteht gerade ein völlig neues Finanzprodukt, das uns Anlegern mehr Selbstbestimmung gibt. Und genau das gefällt mir.

    Ich kann direkt aus meiner Hardware- oder Software-Wallet ein passives Einkommen generieren, ohne meine Kontrolle abzugeben. Meine Coins bleiben in meiner Verwahrung, während sie gleichzeitig das Netzwerk unterstützen – das fühlt sich an wie Investieren auf Augenhöhe mit der Technologie.

    Staking ist für mich nicht nur ein zusätzlicher Ertrag.
    Es ist ein Weg, aktiv Teil des Krypto-Ökosystems zu sein. Ein Mechanismus, der Sicherheit, Nachhaltigkeit und Rendite miteinander verbindet.

    Wenn du verstehst, wie Staking funktioniert und welche Optionen es gibt, kann es ein stabiler und sinnvoller Baustein in deinem Krypto-Portfolio werden. Egal, ob du gerade erst startest oder schon länger dabei bist.

    👉 Starte jetzt sicher ins Staking:
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