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SEC stoppt 24 Prediction-Market-ETFs

Die US-Börsenaufsicht verzögert den Start von 24 ETFs für Prognosemärkte. Die SEC prüft nun die Risiken von binären Wetten auf Wahlen und Rezessionen, während.

News
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
SEC stoppt 24 Prediction-Market-ETFs

Die US-Börsenaufsicht SEC hat den Start von 24 Prediction-Market-ETFs gestoppt. Die Produkte von Anbietern wie Bitwise und Roundhill sollten diese Woche debütieren. Die Behörde fordert nun detaillierte Informationen zu den Funktionsmechanismen und den Anlegerrisiken.

Binäre Wetten statt Asset-Tracking

Herkömmliche ETFs bilden meist den Kurs eines Assets wie Bitcoin ab. Die neuen Produkte tracken hingegen binäre Ereignisse. Diese funktionieren wie Ja-Nein-Wetten auf Plattformen wie Polymarket. Die SEC prüft nun, ob diese Struktur für den öffentlichen Handel geeignet ist.

Die betroffenen 24 ETFs setzen auf Ereignisse wie die US-Wahl 2028 oder Tech-Entlassungen. Die Verträge zahlen bei einem Treffer 1 USD aus. Bei einem Fehlgriff sinkt der Wert auf 0 USD. Dies führt zu einer extremen Volatilität im Vergleich zu klassischen Indizes.

Roundhill warnte bereits in den Anträgen vom Februar vor besonderen Risiken. Die Investments weichen stark von traditionellen Futures oder Optionen ab. Fehler bei der Interpretation von Ereignissen oder Datenquellen können zu massiven Verlusten führen. Die SEC sieht hier Klärungsbedarf bei den Offenlegungen.

Die regulatorische Unsicherheit trifft auf einen boomenden Markt. Polymarket und Kalshi verzeichneten in den ersten vier Monaten 2026 ein Volumen von 85 Mrd. USD. Diese Zahlen zeigen das enorme Interesse an Event-Kontrakten. Die SEC will nun den Anlegerschutz in diesem Segment sicherstellen.

Die Verzögerung betrifft die 75-tägige Prüfungsfrist für Fast-Track-Regeln. Eigentlich hätten die Produkte diese Woche starten sollen. Die Behörde nutzt nun zusätzliche Zeit für die Analyse. Analysten erwarten, dass die Anbieter die geforderten Details zeitnah nachreichen werden.

Juristischer Streit um Zuständigkeiten

In den USA tobt ein Machtkampf zwischen der CFTC und verschiedenen Bundesstaaten. Die CFTC beansprucht die exklusive Zuständigkeit für Event-Kontrakte. Einzelstaaten bezeichnen diese Angebote hingegen oft als nicht lizenzierte Glücksspiele. Dieser Konflikt erschwert die Genehmigung der neuen ETFs.

Die Venture-Capital-Firma a16z unterstützt die Position der CFTC. Ein Flickenteppich aus staatlichen Beschränkungen würde die Liquidität stark einschränken. Dies würde den Zugang für Nutzer massiv limitieren. Die Branche fordert daher eine einheitliche bundesweite Regulierung für Prognosemärkte.

Zusätzlich stehen Insiderhandel-Risiken im Fokus des US-Senats. Letzte Woche stimmte der Senat dafür, Mitgliedern den Handel auf Prognosemärkten zu verbieten. Nicht öffentliche Informationen könnten für Wetten genutzt werden. Die SEC integriert diese Bedenken in ihre aktuelle Prüfung der ETFs.

„Delay is likely temporary"

— Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg

Er geht davon aus, dass die Produkte nach der Prüfung starten. Die SEC fordere lediglich präzisere Angaben zur Struktur. Die grundsätzliche Ablehnung dieser Anlageklasse scheint derzeit nicht im Vordergrund zu stehen.

Für Anleger im DACH-Raum bleibt der Zugang komplex. In Deutschland und Österreich gelten strenge Regeln für Derivate und Glücksspiele. Die BaFin bewertet solche binären Wetten oft kritisch. Ein US-ETF-Start würde jedoch den globalen Marktzugang über Broker vereinfachen.

Fazit: Spekulation wird reguliert

Für dich bedeutet das, dass der einfache Zugang zu Prognosewetten über dein Depot vorerst ausbleibt. Die SEC verhindert derzeit, dass hochriskante Binärwetten als Standard-ETF getarnt werden. Das schützt dich vor plötzlichen Totalverlusten durch Fehlinterpretationen von Ereignissen.

Beobachte die Entscheidung der SEC in den kommenden Wochen. Sollten die ETFs genehmigt werden, eröffnen sich neue Wege, politische oder wirtschaftliche Trends finanziell abzusichern. Bis dahin bleiben Plattformen wie Polymarket die einzige, aber regulatorisch unsichere Option für Event-Trades.

Quelle: The Block

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 100.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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