Was ist Depot?
Depot einfach erklärt
Definition
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Ein Depot ist das digitale Verwahrungskonto für Kryptowährungen bei einer Handelsplattform. Es ersetzt das klassische Wertpapierdepot für Bitcoin und Altcoins.
Wie funktioniert ein Krypto-Depot?
Technisch betrachtet dient ein Krypto-Depot als digitale Verwahrlösung für deine Assets. Seit 2020 benötigen Anbieter in Deutschland eine spezielle BaFin-Lizenz für das Kryptoverwahrgeschäft nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 6 KWG. Diese Regulierung stellt sicher, dass Plattformen Kunden- und Firmenvermögen strikt trennen müssen, was im Insolvenzfall entscheidend für den Erhalt deiner Bestände ist.
Bei einer Insolvenz des Brokers bleibt dein Bitcoin dadurch rechtlich geschützt und fällt nicht in die Insolvenzmasse. Die meisten Anbieter nutzen dabei entweder segregierte Cold-Wallets – also Offline-Speicher mit physischer Trennung vom Internet – oder Sammelverwahrung ähnlich klassischer Wertpapierdepots bei Clearstream Banking.
Anders als bei Aktien erhältst du bei Krypto jedoch keine Wertpapierkennnummer, sondern einen kryptografischen Wallet-Ansatz, der deine Bestände repräsentiert. Die Verwahrung erfolgt dabei entweder als Treuhand oder durch direkte Eigentumsübertragung mit anschließender Verwaltung durch den Dienstleister. Du selbst erhältst meist keinen direkten Zugang zu den Private Keys, was die Sicherheit erhöht, aber auch die Abhängigkeit vom Anbieter bedeutet.
Wichtig: Krypto-Depots genießen keine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro wie Bankguthaben. Die BaFin garantiert weder die Rückzahlung deiner Einlagen noch schützt sie vor Kursverlusten. Dein rechtlicher Schutz besteht lediglich in der Vermögenstrennung bei einer Insolvenz des Anbieters.
Depot in der Praxis: Steuern sparen mit der Haltefrist
Stell dir vor, du eröffnest ein Krypto-Depot bei einer regulierten Plattform wie Bitvavo oder Bitpanda. Du kaufst 0,5 Bitcoin für 15.000 Euro, als der Kurs bei 30.000 Euro liegt. Nach 13 Monaten steigt der Preis auf 40.000 Euro und du verkaufst mit 5.000 Euro Gewinn.
Dank § 23 EStG bleibt dieser Gewinn komplett steuerfrei, da du die zwölfmonatige Haltefrist überschritten hast. Bei Aktien in einem klassischen Depot würde dieselbe Transaktion sofort 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer kosten. Das wären rund 1.400 Euro weniger Nettoerlös, die du bei Krypto behalten darfst.
Dieser fundamentale steuerliche Unterschied macht Krypto-Depots für langfristige Anleger besonders attraktiv. Achte jedoch auf die FIFO-Methode (First In, First Out): Verkaufst du teilweise, werden zuerst die ältesten Coins abgerechnet, was die Steuerberechnung maßgeblich beeinflusst und die Planung erschwert. Dokumentiere daher jeden Kaufzeitpunkt und jede Transaktion genau in einem Krypto-Steuer-Tool.
Gut zu wissen: Krypto-Depots unterliegen der persönlichen Einkommensteuer mit der Spekulationsfrist, während klassische Wertpapierdepots automatisch der Abgeltungssteuer unterliegen und automatisch abgerechnet werden.
Das ändert sich 2026 mit MiCA
Anfang 2026 sind Krypto-Depots bei deutschen Neobrokern wie Trade Republic und Scalable Capital vollständig in klassische Wertpapierdepots integriert. Die EU-MiCA-Verordnung ist mittlerweile vollständig umgesetzt und standardisiert die Verwahranforderungen europaweit für mehr Sicherheit und Vergleichbarkeit.
Deutschland bleibt dabei mit dem Krypto-Wertpapierübertragungsgesetz (KryptoWTransferG) der strengste Regulator im DACH-Raum. Österreich und die Schweiz kennen zwar ähnliche Lizenzpflichten, aber unterschiedliche steuerliche Behandlungen bei Staking-Erträgen und Airdrops.
Wer bei Bitvavo ein Depot eröffnet, profitiert von diesen europäischen Sicherheitsstandards und der deutschen Aufsicht durch die BaFin. Die nahtlose Integration ermöglicht zudem den Handel zwischen Aktien und Krypto aus einem einzigen Depot heraus, was die Verwaltung deutlich vereinfacht und Übersicht über das Gesamtportfolio schafft.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- +Steuerfreiheit nach 12 Monaten Haltefrist bei Bitcoin und Altcoins
- +Vermögenstrennung schützt bei Insolvenz des Anbieters
- +Einfacher Einstieg ohne technische Wallet-Einrichtung und Key-Verwaltung
Nachteile
- -Keine gesetzliche Einlagensicherung wie bei Bankdepots bis 100.000 Euro
- -Abhängigkeit vom Anbieter (Not your keys, not your coins)
- -Höhere laufende Gebühren als bei reinen Crypto-Exchanges
Fun Fact
Bitcoin-Depots in Deutschland unterliegen strengeren Aufbewahrungsregeln als klassische Bankdepots seit Einführung des KryptoWTransferG.
