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HBAR, Hedera2. Januar 2026
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
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Was ist Hedera HBAR? Die Alternative zur Blockchain einfach erklärt

Was ist Hedera HBAR? Die Alternative zur Blockchain einfach erklärt

⚡ Quick Takes

  • Technik: Hashgraph statt Blockchain, schneller, grüner & effizienter.
  • Kosten: Fixpreis von 0,0001 $ pro Transaktion, extrem günstig.
  • Partner: Google, IBM & Telekom sitzen im Steuer-Rat.
  • Token: Max. 50 Mrd. HBAR, kein Mining, sondern Staking.
  • Ziel: Die seriöse Lösung für Konzerne & die echte Wirtschaft.

Wenn wir an Krypto denken, denken wir meistens sofort an "Blockchain". Aber was wäre, wenn es eine Technologie gäbe, die schneller, günstiger und energieeffizienter ist als die klassische Blockchain, und dabei von Giganten wie Google, IBM und der Deutschen Telekom unterstützt wird?

Hier kommt Hedera ins Spiel.

In diesem Artikel schauen wir uns an, was hinter dem Kürzel HBAR steckt, warum es technisch eigentlich gar keine Blockchain ist und wie es sich im Krypto-Dschungel als seriöse Alternative für die echte Wirtschaft positioniert.

Für alle, die lieber zuschauen als lesen, habe ich die komplexe Technologie hinter Hedera hier in einem Video einfach zusammengefasst. Schau dir an, wie der "Hashgraph" im Detail funktioniert:

Das Grundproblem: Warum nicht einfach Blockchain?

Um Hedera zu verstehen, müssen wir kurz auf das Problem der klassischen Blockchains der ersten und zweiten Generation (wie Bitcoin oder Ethereum) schauen.

Stell dir eine klassische Blockchain wie eine Schlange an einer einzigen Supermarktkasse vor. Jeder Kunde (Transaktion) muss warten, bis der Vordermann fertig ist. Wenn viel los ist, wird die Schlange lang, es dauert und die Gebühren steigen.

Das ist das bekannte "Blockchain-Trilemma": Es ist extrem schwer, ein Netzwerk zu bauen, das gleichzeitig sicher, dezentral und schnell (skalierbar) ist. Meistens leidet einer dieser drei Punkte. Hedera versucht dieses Problem nicht mit einer "schnelleren Kasse" zu lösen, sondern schafft die Warteschlange komplett ab.

Die Technologie: Hashgraph statt Blockchain

Hedera nutzt keine Kette von Blöcken, sondern einen sogenannten Hashgraph (basierend auf einem gerichteten azyklischen Graphen, kurz DAG). Das klingt hochtechnisch, ist aber mit einem einfachen Beispiel aus dem Alltag zu erklären: Klatsch und Tratsch.

Infografik Vergleich: Links die lineare, langsame Struktur einer Blockchain mit blauen Blöcken. Rechts das schnelle, parallele Hedera Hashgraph Netzwerk als verbundenes Gewebe aus Punkten.
Links: Die klassische Blockchain (wie eine Schlange an der Kasse). Rechts: Der Hedera Hashgraph (viele Transaktionen parallel wie bei einem Gespräch im Raum).

Das "Gossip-Protocol" (Klatsch und Tratsch)

Stell dir vor, du erzählst einem Freund ein Geheimnis. Dieser erzählt es zwei weiteren Freunden. Diese erzählen es wieder vier weiteren. Innerhalb von Sekunden weiß der ganze Raum Bescheid, ohne dass sich alle in einer Reihe anstellen müssen, um die Info weiterzugeben.

Genau so funktioniert der Konsens bei Hedera:

  • Gossip about Gossip: Die Computer im Netzwerk (Nodes) "tratschen" Informationen über Transaktionen blitzschnell untereinander aus.

  • Virtual Voting: Weil jeder Computer durch den Austausch weiß, was der andere weiß, muss nicht langwierig abgestimmt werden. Das Netzwerk einigt sich fast augenblicklich, ohne dass rechenintensive Arbeit (Mining) nötig ist.

Hedera vs. Bitcoin & Ethereum: Der Vergleich

Damit du siehst, wie sich Hedera positioniert, hier ein direkter Vergleich der Leistungsdaten. Solche Daten sind entscheidend, wenn Unternehmen überlegen, auf welcher Plattform sie bauen sollen.

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Hinweis: Blockchains entwickeln sich weiter (z.B. Layer-2 Lösungen), aber auf der Basisebene (Layer 1) bleibt Hedera in Sachen Geschwindigkeit und Kosten oft ungeschlagen.

Wofür braucht man den HBAR Token? (Tokenomics)

HBAR ist die native Währung des Hedera-Netzwerks. Man kann den Token nicht "minen", da alle Coins bereits bei der Erstellung erzeugt wurden (Pre-Mined). Genau wie bei XRP.

HBAR hat zwei Hauptaufgaben, die dem Token einen echten Wert geben:

  1. Treibstoff (Netzwerkgebühren): Wer das Netzwerk nutzt, muss Gebühren zahlen. Wie ETH bei Ethereum bezahlt man diese mit HBAR.

    • Der Clou: Die Gebühren sind an den US-Dollar gekoppelt. Eine Überweisung kostet immer z.B. 0,0001 USD. Bezahlt wird aber in HBAR. Wenn der HBAR-Preis steigt, braucht man weniger HBAR für die Transaktion, aber die Dollarkosten bleiben für Unternehmen stabil und kalkulierbar.

  2. Sicherheit (Staking): Hedera nutzt ein "Proof-of-Stake" Modell. HBAR wird verwendet, um das Netzwerk gegen Angriffe abzusichern. Je mehr HBAR von ehrlichen Nutzern gehalten und "gestaked" werden, desto schwieriger ist es für Angreifer, das Netzwerk zu manipulieren.

Wichtig zu wissen: Die maximale Anzahl an HBAR ist auf 50 Milliarden begrenzt. Es wird also niemals mehr Coins geben, was vor Inflation schützt.

Der "Governing Council": Liebling der Konzerne

Hier unterscheidet sich Hedera massiv von "Rebellen-Coins" wie Bitcoin. Hedera will der Trust-Layer des Internets sein, seriös, reguliert und bereit für die echte Wirtschaft ("Enterprise Grade").

Das Netzwerk wird vom Hedera Governing Council gesteuert. Das ist eine Gruppe von bis zu 39 globalen Organisationen, die befristet die Richtung vorgeben und die wichtigen Knotenpunkte betreiben. Dazu gehören Namen, die jeder kennt:

  • Google

  • IBM

  • Deutsche Telekom

  • Ubisoft

  • Boeing

  • LG

Offizielle Übersicht der Hedera Governing Council Mitglieder auf einem globalen Netzwerk-Hintergrund. Zu sehen sind Logos von Weltkonzernen wie Google, IBM, Boeing, LG, Deutsche Telekom und weiteren Partnern, die das Hedera Hashgraph Netzwerk steuern.
hedera.com

Kritik & Vorteil

Krypto-Puristen kritisieren oft: "Das ist zu zentralisiert! Das gehört ja den Konzernen." Hedera argumentiert jedoch anders: Genau diese Stabilität und Rechtssicherheit (Governance) ist notwendig, damit Weltkonzerne Krypto überhaupt nutzen. Ein Unternehmen wie Boeing wird seine Lieferkette nicht auf einer Blockchain bauen, die morgen von anonymen Entwicklern komplett geändert werden könnte. Hedera ist somit die "erwachsene" Alternative im Raum.

Konkrete Anwendungsbeispiele (Use Cases)

Was kann man mit HBAR eigentlich bauen? Es geht um alles, wo Geschwindigkeit, Sicherheit und faire Zeitstempel zählen:

  • Zahlungsverkehr: Grenzüberschreitende Überweisungen in Sekunden statt Tagen.

  • Supply Chain & Tracking: Die lückenlose Verfolgung von Produkten (z.B. Medikamente oder Luxusgüter), um Fälschungen zu verhindern. Durch den Hashgraph erhält jeder Schritt einen manipulationssicheren Zeitstempel.

  • Tokenisierung: Stell dir vor, du kaufst keine ganze Immobilie, sondern nur einen digitalen Anteil daran für 100 Euro. Hedera macht das technisch sicher und extrem günstig möglich.

  • Nachhaltigkeit: Hedera gilt als einer der grünsten Coins. Unternehmen nutzen das Netzwerk, um ihren CO2-Fußabdruck manipulationssicher zu speichern (ESG Reporting).

FAQ: Häufige Fragen zu Hedera HBAR

Kann man Hedera (HBAR) minen? 

Nein, HBAR kann nicht gemined werden wie Bitcoin. Hedera nutzt keinen "Proof of Work". Alle 50 Milliarden Coins wurden bereits bei der Gründung erschaffen und werden nach und nach ausgegeben. Du kannst deine HBAR aber "staken", um eine Rendite zu erzielen.

Ist Hedera eine Blockchain? 

Technisch gesehen nein. Hedera ist eine DLT (Distributed Ledger Technology), nutzt aber einen Hashgraph anstelle einer Blockchain. Das Ergebnis ist ähnlich (ein dezentrales Kassenbuch), aber der Weg dahin ist effizienter.

Wie hoch kann der HBAR Preis steigen? 

Das ist schwer vorherzusagen und hängt primär von der echten Nutzung (Adoption) durch Unternehmen ab. Oft wird argumentiert, dass der hohe "Max Supply" (50 Milliarden Coins) den Preis deckelt (Stichwort: Marktkapitalisierung). Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit.

Die Marktkapitalisierung ist eine theoretische Rechengröße. Entscheidender ist das verfügbare Angebot auf den Börsen (Liquidität) gegenüber der Nachfrage.

  • Wenn Großkonzerne HBAR kaufen müssen, um ihre Anwendungen zu betreiben (Kaufdruck), und gleichzeitig viele Coins im Staking gebunden sind (Verknappung), kann der Preis unabhängig von der theoretischen Market Cap steigen.

  • HBAR ist als Utility-Token konzipiert: Je mehr das Netzwerk genutzt wird, desto höher die Nachfrage nach dem "Treibstoff" HBAR.

Fazit: Ist Hedera die Zukunft?

Hedera (HBAR) ist keine "Meme-Coin" für das schnelle Geld über Nacht. Es ist eine ernsthafte technologische Infrastruktur.

Wer darauf wettet, dass Großkonzerne, Banken und die Industrie in Zukunft Blockchain-ähnliche Technologien nutzen werden, kommt an Hedera kaum vorbei. Es verbindet die Sicherheit der Krypto-Welt mit der Geschwindigkeit und den Anforderungen der realen Wirtschaft.

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