Mining-Rechner: Lohnt sich Mining?
Hashrate, Stromkosten und Pool-Gebühr eingeben, Break-Even und ROI sofort berechnen.
Mit 234 TH/s und 0,37 €/kWh Stromkosten ist Mining aktuell nicht profitabel. Die Stromkosten von 31,17 €/Tag übersteigen den Ertrag von 14,62 €/Tag.
| Täglich | Monatlich | Jährlich | |
|---|---|---|---|
| BTC Ertrag | 0.00017199 | 0.00515970 | 0.06277635 |
| Ertrag (EUR) | 14,62 € | 438,57 € | 5.335,99 € |
| Stromkosten | -31,17 € | -935,06 € | -11.376,61 € |
| Profit | -16,55 € | -496,49 € | -6.040,62 € |
Was ist Mining-Profitabilität?
Mining-Profitabilität beschreibt, ob die Einnahmen aus dem Krypto-Mining die laufenden Kosten (Strom, Pool-Gebühren) und die Hardware-Investition übersteigen. Der Mining-Rechner berechnet Ertrag, Stromkosten und Profit auf Basis der eingegebenen Hardware-Daten und aktueller Marktbedingungen.
Beim Bitcoin-Mining lösen spezialisierte Computer (ASIC-Miner) kryptografische Aufgaben, um neue Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen. Dafür erhalten Miner eine Belohnung: aktuell 3,125 BTC pro Block (nach dem Halving 2024).
Ob sich Mining lohnt, hängt von drei Faktoren ab: dem Strompreis, der Effizienz der Hardware (gemessen in J/TH) und dem aktuellen Bitcoin-Kurs. In Deutschland mit Stromkosten von ~0,37 €/kWh ist Mining für Privatpersonen selten profitabel, an günstigen Standorten wie Island oder Texas jedoch durchaus.
Wie funktioniert die Mining-Berechnung?
Die Mining-Berechnung basiert auf dem Verhältnis der eigenen Hashrate zur gesamten Netzwerk-Hashrate, multipliziert mit der täglichen Block-Belohnung von 450 BTC (144 Blöcke × 3,125 BTC).
Die Formel: Täglicher BTC-Ertrag = (Deine Hashrate / Netzwerk-Hashrate) × 450 BTC × (1 - Pool-Gebühr). Davon werden die Stromkosten abgezogen: (Watt / 1000) × 24 Stunden × Strompreis pro kWh.
ASIC vs. GPU: Welche Hardware für Mining?
ASIC-Miner (Application-Specific Integrated Circuit) sind speziell für den SHA-256-Algorithmus von Bitcoin gebaut und erreichen Effizienzen von 17–20 J/TH, während GPU-Mining mit Grafikkarten flexibler, aber für Bitcoin seit 2015 nicht mehr wettbewerbsfähig ist.
ASIC-Miner (Bitcoin)
Spezialisiert auf SHA-256, 186–234 TH/s, 15–18 J/TH. Höchste Effizienz, aber nur für Bitcoin nutzbar. Preise: 3.000–5.000 EUR.
GPU-Mining (Altcoins)
Flexibel für verschiedene Algorithmen, aber für Bitcoin nicht konkurrenzfähig. Geeignet für Ethereum Classic, Ravencoin und andere PoW-Altcoins.
| Modell | Hashrate | Verbrauch | Effizienz | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Antminer S21 Pro | 234 TH/s | 3.510 W | 15,0 J/TH | ~3.000 € |
| Antminer S21 | 200 TH/s | 3.500 W | 17,5 J/TH | ~5.000 € |
| Whatsminer M60S | 186 TH/s | 3.344 W | 18,0 J/TH | ~4.500 € |
| Antminer S19 XP (alt) | 140 TH/s | 3.010 W | 21,5 J/TH | ~1.500 € |
Stromkosten: Der entscheidende Faktor
Der Strompreis ist der wichtigste Faktor für die Mining-Profitabilität, weil ein Antminer S21 bei 3.500 Watt Dauerlast in Deutschland täglich 31,08 EUR an Strom verbraucht, während der BTC-Ertrag bei ~12,50 EUR liegt.
In Ländern mit günstigem Strom ändert sich das Bild grundlegend: Bei 0,05 €/kWh sinken die täglichen Stromkosten auf 4,20 EUR, womit Mining deutlich profitabel wird. Professionelle Mining-Farmen operieren mit Strompreisen von 0,03–0,08 €/kWh in Regionen wie Island, Norwegen, Kasachstan oder Texas.
Beispiel: Gleiche Hardware, unterschiedlicher Strompreis
Lisa betreibt einen Antminer S21 in Deutschland (0,37 €/kWh), BTC bei 85.000 EUR, 600 EH/s Netzwerk.
Ergebnis: -18,58 EUR/Tag Verlust. Mining lohnt sich in Deutschland bei aktuellem BTC-Kurs nicht.
Markus betreibt denselben Antminer S21 in Island (0,05 €/kWh), gleiche Bedingungen.
Ergebnis: +8,30 EUR/Tag Profit. Monatlich 249 EUR, Break-Even nach ~21 Monaten.
Deutschland
0,37 €/kWh
Nicht profitabel
USA (Texas)
0,06 €/kWh
Profitabel
Island
0,05 €/kWh
Profitabel
Break-Even und ROI verstehen
Der Break-Even-Punkt ist der Zeitpunkt, ab dem die kumulierten Mining-Erträge die Hardware-Investition übersteigen, und der ROI (Return on Investment) misst die jährliche Rendite der Hardware-Investition in Prozent.
Break-Even = Hardware-Kosten ÷ monatlicher Profit. Bei einem Antminer S21 für 5.000 EUR und 248 EUR monatlichem Profit (bei 0,05 €/kWh) liegt der Break-Even bei ~21 Monaten. Erst danach erzielst du echten Gewinn.
Wichtig: Der Break-Even verschiebt sich, wenn sich BTC-Kurs, Netzwerk-Difficulty oder Strompreise ändern. Ein steigender Bitcoin-Kurs verkürzt den Break-Even, steigende Difficulty verlängert ihn. Deshalb ist die Berechnung immer eine Momentaufnahme.
Häufige Fehler beim Mining
Die häufigsten Fehler bei der Mining-Kalkulation: versteckte Kosten ignorieren, die Difficulty-Anpassung unterschätzen und veraltete Hardware als profitabel einschätzen.
Halving und Netzwerk-Schwierigkeit
Das Bitcoin Halving halbiert alle ~210.000 Blöcke (~4 Jahre) die Block-Belohnung, und die Netzwerk-Schwierigkeit passt sich alle 2.016 Blöcke an die globale Hashrate an.
Seit dem Halving im April 2024 beträgt die Block-Belohnung 3,125 BTC. Das nächste Halving (~2028) reduziert sie auf 1,5625 BTC. Bei gleichbleibendem Kurs sinkt der Mining-Ertrag um 50%. Historisch ist der BTC-Preis nach Halvings deutlich gestiegen, was den Effekt kompensiert hat.
| Halving | Jahr | Block-Reward | BTC/Tag |
|---|---|---|---|
| 3. Halving | 2020 | 6,25 BTC | 900 BTC |
| 4. Halving | 2024 | 3,125 BTC | 450 BTC |
| 5. Halving | ~2028 | 1,5625 BTC | 225 BTC |
Mining-Steuern in Deutschland
Mining-Erträge sind in Deutschland als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG steuerpflichtig, wobei ab einem gewissen Umfang das Finanzamt gewerbliche Einkünfte annehmen kann.
Die gute Nachricht: Hardware-Kosten, Strom und Pool-Gebühren sind als Betriebsausgaben absetzbar. Bei gewerblichem Mining kommt allerdings Gewerbesteuer hinzu. Der Übergang von privat zu gewerblich ist fließend, Kriterien sind u.a. die Anzahl der Geräte, der Umsatz und die Regelmäßigkeit.
Für die Steuererklärung dokumentiere jeden geminten BTC-Betrag mit Datum und EUR-Gegenwert zum Zeitpunkt des Zuflusses. Tools wie CoinTracking können Mining-Erträge automatisch tracken.
Pool-Mining vs. Solo-Mining
Pool-Mining verteilt die Rechenleistung auf viele Teilnehmer und liefert regelmäßige, kleinere Auszahlungen, während Solo-Mining die volle Block-Belohnung bringt, aber nur bei extrem hoher Hashrate statistisch sinnvoll ist.
Ein Mining-Pool bündelt die Hashrate aller Teilnehmer. Wenn der Pool einen Block findet, wird die Belohnung (3,125 BTC) anteilig verteilt. Die Pool-Gebühr liegt typischerweise bei 1–2%. Bekannte Pools sind Foundry, AntPool und F2Pool.
Mit 200 TH/s und 600 EH/s Netzwerk-Hashrate beträgt dein Anteil am Netzwerk 0,000033%. Statistisch findest du solo alle ~8 Jahre einen Block. Pool-Mining liefert dagegen tägliche Auszahlungen.
Zusammenfassung: Mining-Profitabilität
Wie genau sind Mining-Profitabilitätsrechner?
▾Was ist die Netzwerk-Schwierigkeit beim Mining?
▾Lohnt sich Bitcoin-Mining 2026 noch?
▾Was passiert beim nächsten Bitcoin Halving?
▾Sollte ich allein oder im Pool minen?
▾Was ist die Energieeffizienz (J/TH)?
▾Was ist der Unterschied zwischen ASIC und GPU Mining?
▾Wie berechnet sich der Break-Even beim Mining?
▾Muss ich Mining-Erträge versteuern?
▾Wie viel BTC kann ich pro Tag minen?
▾Gewinn-Rechner
Gewinn, Verlust und Steuer-Status für einzelne Trades
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Countdown bis zur 365-Tage-Steuerfreiheit
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Lexikon: Mining
Wie Krypto-Mining funktioniert
Mining-Rewards verkaufen oder Krypto kaufen bei regulierten Börsen:

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