Krypto verschenken — Schenkungsteuer-Rechner
Freibeträge, Steuerklassen und optimale Strategie für Krypto-Schenkungen.
Schenkung
Steuer-Ergebnis
Tipp: Du könntest noch weitere 350.000,00 € steuerfrei verschenken, bevor der Freibetrag ausgeschöpft ist.
Freibeträge im Überblick
| Verwandtschaftsgrad | Freibetrag | Steuerklasse |
|---|---|---|
| Ehepartner / eingetragene:r Lebenspartner:in | 500.000,00 € | I |
| Kind | 400.000,00 € | I |
| Enkelkind | 200.000,00 € | I |
| Eltern (bei Schenkung) | 20.000,00 € | II |
| Geschwister | 20.000,00 € | II |
| Neffe / Nichte | 20.000,00 € | II |
| Nicht verwandt (Freunde, Partner ohne Ehe) | 20.000,00 € | III |
Krypto verschenken: Steuerliche Grundregeln
Kryptowährungen gehören steuerlich zum Vermögen und unterliegen bei Schenkung dem Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). Der maßgebliche Wert ist der Marktkurs zum Zeitpunkt der Übertragung. Anders als bei Immobilien, wo häufig Gutachten nötig sind, lässt sich der Wert von Kryptowährungen über CoinGecko oder CoinMarketCap einfach und transparent ermitteln.
Die Schenkung selbst ist kein steuerrelevantes Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG – der Schenker zahlt also keine Einkommensteuer auf den Kursgewinn. Erst wenn der Beschenkte verkauft und die übernommene Haltefrist noch nicht abgelaufen ist, wird Einkommensteuer fällig. Die Schenkungsteuer nach ErbStG ist davon unabhängig und wird separat berechnet.
Haltefrist-Übernahme: Der große Vorteil
Nach § 23 Abs. 1 Satz 3 EStG übernimmt der Beschenkte die Haltefrist des Schenkers. Das ist ein enormer steuerlicher Vorteil: Hat der Vater Bitcoin vor 3 Jahren gekauft und verschenkt sie an die Tochter, kann diese sofort steuerfrei verkaufen – die 1-Jahres-Haltefrist ist längst abgelaufen.
Praxisbeispiel: Du hast 2022 Bitcoin für 20.000 € gekauft, aktueller Wert 80.000 €. Verkaufst du selbst, zahlst du 0 € Einkommensteuer (Haltefrist > 1 Jahr). Verschenkst du an dein Kind, zahlt dieses ebenfalls 0 € Einkommensteuer beim Verkauf. Und dank des 400.000 €-Freibetrags fällt auch keine Schenkungsteuer an. Ergebnis: 80.000 € steueroptimiert an die nächste Generation übertragen.
Die 10-Jahres-Regel clever nutzen
Freibeträge nach § 16 ErbStG erneuern sich alle 10 Jahre vollständig. Bei einem Kind bedeutet das: Alle 10 Jahre können bis zu 400.000 € steuerfrei übertragen werden. Durch frühzeitigen Beginn und geschickte Verteilung lassen sich über zwei bis drei Zehn-Jahres-Zyklen problemlos siebenstellige Krypto-Vermögen steuerfrei an die nächste Generation weitergeben.
Vorsicht bei Kettenschenkungen: Wenn du Krypto zunächst an deinen Ehepartner schenkst (500.000 € Freibetrag), der diese dann an euer Kind weiterschenkt (400.000 € Freibetrag), addiert das Finanzamt die Schenkungen nur dann nicht, wenn zwischen den Schenkungen ein angemessener Zeitraum liegt. Einen festen Zeitraum nennt das Gesetz nicht, die Rechtsprechung verlangt aber eine eigenständige Verfügungsmacht des Zwischenbeschenkten.
Schenkung an Kinder: Die steueroptimale Strategie
Der 400.000 €-Freibetrag pro Kind (alle 10 Jahre) macht Schenkungen an Kinder zur effektivsten Strategie für die Krypto-Vermögensübertragung. Beide Elternteile haben jeweils einen eigenen Freibetrag – ein Ehepaar kann also 800.000 € pro Kind alle 10 Jahre steuerfrei verschenken.
Bei minderjährigen Kindern ist zu beachten: Die Schenkung erfordert in der Regel die Zustimmung eines Ergänzungspflegers, da die Eltern als Schenker und als gesetzliche Vertreter des Kindes einen Interessenkonflikt haben (§ 1629 Abs. 2 BGB). Bei reinen Krypto-Schenkungen ohne Gegenleistung entfällt diese Pflicht allerdings häufig, da es sich um ein lediglich rechtlich vorteilhaftes Geschäft handelt. Eine Abstimmung mit dem Familiengericht ist dennoch ratsam.
Häufige Fragen zu Krypto-Schenkungen

Promovierte Medizinerin und Krypto-Autorin seit 2021. Erklärt Bitcoin, Blockchain und DeFi verständlich für Einsteiger und Profis.