Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichneten in der Woche bis zum 10. Juli erstmals nach acht Wochen wieder Nettozuflüsse. Laut Daten von SoSoValue flossen 197,40 Millionen USD in Bitcoin-Produkte und 84,42 Millionen USD in Ethereum-Fonds. Diese Trendwende folgt auf massive Abflüsse seit Mitte Mai.
ETF-Dynamik und institutionelle Kapitalströme
Die Erholung folgt auf eine Phase starker Verkäufe. Bitcoin-ETFs verloren seit dem 15. Mai jede Woche an Vermögenswerten. Den Höhepunkt erreichten die Abflüsse in der Woche bis zum 26. Juni mit einem Minus von 1,79 Milliarden USD laut SoSoValue.
Ethereum-Fonds zeigten eine ähnliche Tendenz. Am 26. Juni verließen 273,34 Millionen USD die Produkte. Die aktuelle Trendwende hob das Nettovermögen der Ethereum-Fonds auf 9,59 Milliarden USD und der Bitcoin-Fonds auf 77,42 Milliarden USD zum 10. Juli.
Das Momentum begann bereits am 2. Juli. An diesem Tag zogen Spot-Bitcoin-ETFs 221,72 Millionen USD an. Damit endete eine zehn Tage dauernde Serie von Nettoabflüssen, bevor die wöchentlichen Zahlen final ins Positive drehten.
Die Kursentwicklung korrelierte mit makroökonomischen Signalen. "Die Inflationsrisiken seien zurückgegangen", erklärte Kevin Warsh, Vorsitzender der US-Notenbank. Diese Aussage sowie ein schwacher Arbeitsmarktbericht stützten die Bitcoin-Kursentwicklung in der betreffenden Periode.
Geopolitische Risiken und Marktvolatilität
Trotz der positiven Wochenbilanz bleibt die tägliche Volatilität hoch. Am 8. Juli verzeichneten Bitcoin-ETFs Abflüsse von 84,86 Millionen USD. Am 9. Juli sanken die Zuflüsse weiter mit einem Minus von 95,30 Millionen USD laut SoSoValue.
Die Ursache liegt in US-Militärschlägen gegen den Iran. US-Präsident Trump setzte die Waffenruhe des vergangenen Monats aus, obwohl er weitere Gespräche mit dem Iran ankündigte. Diese geopolitischen Spannungen gefährden die aktuelle Erholung der ETF-Ströme.
Die Korrelation zwischen geopolitischen Krisen und kurzfristigen Abverkäufen zeigt sich in den Daten von SoSoValue deutlich. Die Schwankungen zwischen dem 8. und 10. Juli belegen, dass institutionelle Anleger bei militärischen Eskalationen schnell Liquidität aus Krypto-Produkten abziehen.
Die Stabilisierung des BTC-Kurses bei 64.377 USD und ETH bei 1.821,94 USD erfolgt somit in einem Umfeld extremer Unsicherheit. Die Nettozuflüsse der Woche stehen im direkten Kontrast zur täglichen Volatilität, die durch die US-Außenpolitik getrieben wird.
Fazit: Fragile Erholung der institutionellen Nachfrage
Die Rückkehr positiver ETF-Zuflüsse signalisiert ein Ende der zweimonatigen Verkaufswelle. Wer BTC bei 64.377 USD oder ETH bei 1.821,94 USD hält, muss die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten beobachten, da diese die kurzfristige Volatilität dominieren.
Eine nachhaltige Trendwende erfordert stabile makroökonomische Daten und eine Deeskalation zwischen den USA und dem Iran. Nur so können die institutionellen Zuflüsse die Kursentwicklung langfristig stützen.
Quelle: BeInCrypto DE






