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Zinseszinsrechner: So wächst dein Geld über Jahre

100 Euro im Monat können in 30 Jahren über 80.000 Euro werden. Berechne dein Endkapital jetzt präzise, auf Wunsch inklusive Abgeltungsteuer und Inflation.

Deine Eingaben

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Endkapital nach 10 Jahren

23.763 €

Aufteilung

Eingezahlt17.000 €Zinsen brutto+ 6.763 €Reine Zinsen6.763 €
28 % deines Endkapitals stammen aus Zinsen, nicht aus deinen Einzahlungen. Das ist der Zinseszinseffekt.
72 %
28 %
EingezahltZinsen netto

Wachstum über die Jahre

Mit ZinsenOhne ZinsenZinseszins-Effekt: + 6.763 €

Schnell-Start: Beispiele zum Ausprobieren

Klick eine Karte und der Rechner lädt typische Werte. Du kannst sie danach beliebig anpassen.

Jahres-Tabelle (10 Jahre)

So liest du die Tabelle: Jede Zeile ist ein Sparjahr. Anfang + Einzahlungen + Zinsen ergeben das Endkapital. Im nächsten Jahr verzinsen sich auch die neuen Zinsen mit, das ist der Zinseszins.

JahrAnfang+ Einzahlungen+ Zinsen= Endkapital
15.000 €1.200 €284 €6.484 €
26.484 €1.200 €360 €8.043 €
38.043 €1.200 €439 €9.683 €
49.683 €1.200 €523 €11.406 €
511.406 €1.200 €611 €13.217 €
613.217 €1.200 €704 €15.122 €
715.122 €1.200 €802 €17.123 €
817.123 €1.200 €904 €19.227 €
919.227 €1.200 €1.012 €21.439 €
1021.439 €1.200 €1.125 €23.763 €
Im Jahr 1 bekommst du nur 284 € Zinsen. Im Jahr 10 sind es bereits 1.125 €, rund 4-mal so viel, obwohl du jedes Jahr gleich viel einzahlst. Genau das ist der Zinseszinseffekt.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Der Zinseszinseffekt beschreibt das exponentielle Wachstum von Kapital, weil die Zinsen eines Jahres im Folgejahr mitverzinst werden. Wer 1.000 EUR mit 5 Prozent Zins anlegt, bekommt nach einem Jahr 50 EUR Zinsen, also 1.050 EUR. Im zweiten Jahr verzinsen sich aber nicht mehr nur die 1.000 EUR, sondern die kompletten 1.050 EUR. Aus den 50 EUR Zinsen entstehen erneut Zinsen, daher der Name.

Mathematisch bedeutet das: Die Endsumme wächst nicht linear, sondern exponentiell. Der Effekt ist in den ersten Jahren kaum spürbar und entfaltet seine volle Wucht erst nach 15 bis 20 Jahren. Wer 30 Jahre lang spart, bekommt regelmäßig mehr als die Hälfte des Endvermögens aus Zinsen, nicht aus eigenen Einzahlungen.

Beispiel im Vergleich200 EUR pro Monat, 30 Jahre lang, 6 Prozent Zins. Eingezahlt werden 72.000 EUR. Am Ende stehen rund 201.000 EUR auf dem Konto. Mehr als die Hälfte davon (rund 129.000 EUR) sind Zinsen. Genau das ist der Zinseszinseffekt.

Wie berechnet man Zinseszins?

Zinseszins berechnest du mit der Formel Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)Jahre. Diese Formel funktioniert, wenn du einmalig einen Betrag anlegst und nichts dazu zahlst. Der Zinssatz wird als Dezimalzahl eingesetzt, 5 Prozent werden zu 0,05.

Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)Jahre

Beispiel: Du legst 1.000 EUR für 10 Jahre zu 5 Prozent Zins an. Das ergibt 1.000 × 1,0510 = 1.628,89 EUR, also 628,89 EUR Zinsen oben drauf, ohne dass du etwas dazu zahlst. Mit Sparrate wird die Formel komplexer, weil jede Einzahlung unterschiedlich lange verzinst wird. Der Rechner übernimmt das für dich.

Warum Zeit der wichtigste Faktor ist

Zwei Sparer, gleicher Zinssatz, gleiches End-Alter, aber unterschiedlicher Startzeitpunkt: Wer früh anfängt, gewinnt deutlich, selbst wenn er später aufhört einzuzahlen. Ein Beispiel verdeutlicht das. Beide sind mit 65 in Rente, beide rechnen mit 7 Prozent Zins pro Jahr.

VergleichAnnaBen
Spar-Phase10 Jahre (25–35)
200 €/Monat
30 Jahre (35–65)
200 €/Monat
Wachstums-Phase30 Jahre (35–65)
keine Einzahlung
0 Jahre
Eingezahlt24.000 €72.000 €
Endkapital mit 65~281.000 €~244.000 €

Der Trick: Anna hört mit 35 auf einzuzahlen, ihr Geld arbeitet aber weitere 30 Jahre durch Zinseszins. Ben hingegen zahlt zwar dreimal so viel ein, aber sein Geld hat insgesamt nur 30 Jahre Zeit zu wachsen, Annas Geld dagegen 40 Jahre. Anlagedauer schlägt Einzahlungs-Höhe. Wer früh anfängt, gewinnt.

Wie werden Zinsen in Deutschland besteuert?

Zinserträge werden in Deutschland mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag besteuert, effektiv 26,375 Prozent. Wer Kirchensteuer zahlt, gibt auf die Zinsen nochmal 8 bis 9 Prozent ab. Pro Jahr sind 1.000 Euro Zinsen für Singles steuerfrei (Sparerpauschbetrag), für Verheiratete 2.000 Euro.

Die ersten 1.000 EUR Zinsen pro Jahr sind dank Sparerpauschbetrag steuerfrei, für Verheiratete sind es 2.000 EUR. Erst der Betrag darüber wird besteuert. Der Rechner zieht den Pauschbetrag automatisch ab, wenn du die Steuer-Option aktivierst, und zeigt dir das echte Netto-Endkapital nach Abzug.

Für den Krypto-Steuer-Rechner gelten andere Regeln, weil Krypto-Gewinne nach einem Jahr Haltefrist aktuell noch komplett steuerfrei sind. Bei klassischen Sparplänen, ETFs und Festgeld greift dagegen die Abgeltungsteuer ohne Haltefrist-Vorteil.

Wie wirkt Inflation auf den Zinseszins?

Inflation reduziert die Kaufkraft deines Endkapitals: Bei 2 Prozent Inflation pro Jahr verlierst du über 30 Jahre rund 45 Prozent des nominalen Wertes. Wer in 30 Jahren 500.000 Euro auf dem Konto hat, kann sich davon real nur rund 276.000 Euro leisten, gemessen an heutigen Preisen. Das nominale Endkapital sieht beeindruckend aus, das reale ist die ehrlichere Zahl.

So sah Inflation im Alltag aus

Briefmarke (Standardbrief)

1995: 1,00 DM0,51 €
2025: 0,95 €

Preis hat sich um Faktor 1,9× erhöht

Liter Super-Benzin

1995: 1,58 DM0,81 €
2025: 1,80 €

Preis hat sich um Faktor 2,2× erhöht

Kinokarte

1995: 10 DM5 €
2025: 10 €

Preis hat sich um Faktor 2,0× erhöht

Quellen: Deutsche Post (Briefporto), ADAC (Spritpreis-Statistik), Statista (Kinopreise). Genau dieser Effekt frisst still und leise an deinem Sparvermögen, wenn du Inflation nicht einrechnest.

Die Europäische Zentralbank zielt langfristig auf rund 2 Prozent Inflation pro Jahr (die Bundesbank-Daten zeigen die tatsächliche Entwicklung). Deshalb sollte dein Zinssatz über der Inflationsrate liegen, sonst verlierst du real Geld trotz nomineller Zinsen. Das wird oft Realzins genannt: nominaler Zins minus Inflation.

FaustregelZiehe von deinem nominalen Zinssatz die Inflationsrate ab, das ergibt den Realzins. Bei 5 Prozent Zins und 2 Prozent Inflation hast du real nur 3 Prozent Wachstum. Aktiviere die Inflations-Berechnung im Rechner, um den realen Endbetrag direkt zu sehen.

Wie nutzt man Zinseszins bei Krypto-Gewinnen?

Krypto-Gewinne sind in Deutschland nach einer einjährigen Haltefrist nach § 23 EStG aktuell noch steuerfrei und können als Startkapital in einen klassischen Sparplan fließen, wo sie über Jahrzehnte vom Zinseszins profitieren. Wer Bitcoin oder Ethereum nach der Haltefrist verkauft, kann das Kapital in einen breit gestreuten Sparplan schieben und es jahrzehntelang für sich arbeiten lassen.

20.000 EUR Krypto-Gewinn, angelegt zu konservativen 5 Prozent Zins über 20 Jahre, werden zu rund 53.000 EUR. Bei 7 Prozent über 25 Jahre sind es schon 108.000 EUR. Der Krypto-Gewinn liefert das Startkapital, der Zinseszins macht den Rest. Genau dafür ist der Rechner gedacht: Du gibst deinen realisierten Gewinn als Startkapital ein, kombinierst ihn mit einer monatlichen Sparrate und siehst, was in 10, 20 oder 30 Jahren daraus werden kann.

Wichtig: Staking-Erträge sind in Deutschland nicht durch den Sparerpauschbetrag abgedeckt, sondern werden als sonstige Einkünfte (§ 22 EStG) ab 256 EUR pro Jahr voll mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Wer Krypto und klassische Geldanlage kombiniert, muss beide Steuer-Welten im Blick haben.

Wo kannst du mit dem Zinseszins starten?

Drei regulierte Anbieter, mit denen du heute deinen Sparplan aufsetzen kannst, von ETF und Aktien bis Krypto.

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Welche Fehler sollte man beim Zinseszinsrechnen vermeiden?

Die häufigsten Fehler beim Vergleich von Zinseszinsrechnern: Brutto- statt Netto-Werte ansetzen, Inflation ignorieren, Renditen unrealistisch hoch wählen, Kosten der Anlage vergessen und Sparrate konstant halten ohne Inflationsanpassung.

!
Brutto statt Netto: Viele Rechner zeigen Brutto-Endkapital ohne Steuer. Bei langen Laufzeiten frisst die Abgeltungsteuer schnell 20 bis 25 Prozent des Zinsertrags. Aktiviere den Steuer-Toggle.
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Inflation ignoriert: Wer in 30 Jahren 1 Million hat, hat real oft die Hälfte. Ohne Inflations-Korrektur sind Endsummen deutlich zu optimistisch.
!
Renditen zu hoch angesetzt: 10 Prozent oder mehr pro Jahr sind keine Faustregel, sondern Ausreißer. Konservativ rechnen mit 4 bis 6 Prozent erspart spätere Enttäuschungen.
!
Kosten vergessen: Jede Geldanlage hat Kosten und die werden bei der Rechnung gerne unterschlagen: Depot- und Ordergebühren, Ausgabeaufschläge bei Fonds, ETF-TER, Spread bei Krypto-Käufen oder Steuerberater-Honorare. Real frisst das oft 0,2 bis 1,5 Prozent Rendite pro Jahr. Im Rechner besser als niedrigeren Effektivzins ansetzen.
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Sparrate nie erhöht: Wer 30 Jahre lang dieselbe Sparrate einzahlt, spart real immer weniger. Plane jährliche Erhöhungen mit ein, mindestens auf Inflations-Niveau.
Häufige Fragen zum Zinseszinsrechner

Was ist der Zinseszinseffekt einfach erklärt?

Wie hoch ist ein realistischer Zinssatz für einen Sparplan?

Müssen Zinsen in Deutschland versteuert werden?

Wie wirkt sich Inflation auf den Zinseszins aus?

Funktioniert der Zinseszins auch bei Krypto und Staking?

Was ist der Unterschied zwischen jährlicher und monatlicher Verzinsung?

Welche Formel steckt hinter dem Zinseszinsrechner?

Wie viel sollte ich pro Monat sparen?

Was ist eine realistische Rendite für ETFs in Deutschland?

Funktioniert Zinseszins auch bei Tagesgeld und Festgeld?

Weitere Rechner und Tools

Der Zinseszinsrechner ist nur der Anfang. Vermögensaufbau braucht auch eine passende Sparrate, die richtige Plattform und Überblick über Steuern. Diese Tools helfen dir auf deinem Weg.

Dr. Stephanie Morgenroth
Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 100.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Dr. med.5+ Jahre Krypto100K+ Community

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