Ripple hat die vollständige CASP-Autorisierung der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF erhalten. Damit ist das Unternehmen MiCA-konform und darf Krypto-Dienstleistungen in 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anbieten. XRP notiert aktuell bei 1,14 USD.
MiCA-Regulierung und Passportsystem
Die Markets in Crypto-Assets (MiCA) Verordnung ersetzt nationale Lizenzsysteme durch ein einheitliches EU-Framework. Seit dem Ende der Übergangsfrist am 1. Juli 2026 müssen Anbieter eine CASP-Lizenz besitzen. Diese ermöglicht das sogenannte Passporting, wodurch eine Genehmigung in einem EU-Land für den gesamten EWR gilt.
Die Hürden für diese Zulassung sind hoch. Laut dem ESMA-Register vom 3. Juli besitzen nur 280 Firmen die CASP-Autorisierung. Danny Sanders, Chief Commercial Officer von Trezor, gab gegenüber The Block an, dass zuvor über 3.000 Unternehmen unter nationalen Regimes operierten und nun die strengeren EU-Standards erfüllen müssen.
Ripple ergänzt die neue CASP-Zulassung zu einer bestehenden EU-Lizenz als Electronic Money Institution. Insgesamt hält das Unternehmen nun mehr als 75 regulatorische Lizenzen weltweit. Im Januar 2026 registrierte sich Ripple zudem bei der britischen Financial Conduct Authority (FCA), um den Zugang zum britischen Markt zu sichern.
„Diese CASP-Autorisierung bedeutet, dass Ripple die Post-Transitional MiCA-Ära vollständig konform betritt und bereit ist zu skalieren"
Die CSSF in Luxemburg fungiert als Lead-Aufsicht, wodurch separate Anträge in jedem EU-Mitgliedstaat entfallen.
Marktpositionierung im EWR-Raum
Ripple bietet nun ein reguliertes End-to-End-Krypto-Zahlungsprodukt für Finanzinstitute und Unternehmen an. Damit konkurriert das Unternehmen mit anderen MiCA-autorisierten Firmen wie Coinbase, Kraken, OKX und Crypto.com. XRP verzeichnete am 6. Juli einen Anstieg von 1,25 Prozent auf 1,14 USD.
Im Gegensatz dazu operiert Binance derzeit ohne MiCA-Autorisierung in der Post-Transitionsphase. Die weltweit größte Börse nach Handelsvolumen zog ihren Lizenzantrag in Griechenland vor der Deadline am 1. Juli zurück. Dies schränkt den legalen Zugriff auf Binance-Dienste in der EU massiv ein.
Der Wettbewerbsvorteil von Ripple liegt in der Kombination aus der CASP-Lizenz und der bestehenden E-Money-Infrastruktur. Während reine Börsen nur Handelsdienstleistungen anbieten, ermöglicht Ripple den direkten Transfer von Fiat-Währungen in Krypto-Assets innerhalb eines regulierten Rahmens für institutionelle Nutzer.
Die Marktdaten zeigen eine Verschiebung der Liquidität hin zu lizenzierten Anbietern. Da die ESMA-Register öffentlich einsehbar sind, können institutionelle Anleger die regulatorische Compliance von Dienstleistern nun transparent prüfen, was die Attraktivität von XRP als Brückenwährung für grenzüberschreitende Zahlungen erhöht.
Fazit: Rechtssicherheit für XRP-Nutzer in der EU
Die MiCA-Konformität von Ripple schafft ab sofort Rechtssicherheit für institutionelle Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer regulierte Zahlungswege über den XRP Ledger nutzt, profitiert von einem einheitlichen EU-Standard statt fragmentierter nationaler Regeln.
Die Lizenz gilt bereits, da die Übergangsfrist am 1. Juli 2026 endete. Ripple-Dienste sind nun legal und harmonisiert über 30 EEA-Staaten hinweg für dich verfügbar.
Quelle: Google News EN (Crypto)






