Ethereum verzeichnet eine signifikante relative Outperformance gegenüber KI-Hardware-Investments. Laut Tom Lee, Mitbegründer von Fundstrat, übertraf ETH den Roundhill Memory ETF diesen Monat um 72 Prozentpunkte. Während ETH seit dem 25. Juni um 24 Prozent zulegte, verlor der DRAM-Fonds im selben Zeitraum 38 Prozent.
Kapitalverschiebung vom Chip zum Smart Contract
Tom Lee nutzt ein Verhältnis aus dem BlackRock iShares Ethereum Trust ETF (ETHA) und dem Roundhill Memory ETF für seine Analyse. Diese Ratio kletterte zwischen dem 25. Juni und dem 21. Juli von 100 auf 172. Lee ordnet dies als Rotation von Hardware-Werten in sogenannte Downstream-Plays ein.
Der Roundhill Memory ETF fokussiert sich ausschließlich auf Speicherchiphersteller. Samsung und SK Hynix machen laut Daten etwa 41 Prozent des Fonds aus. Der ETF sammelte in nur 27 Handelstagen 6,5 Milliarden USD ein, bevor der Kurs von einem Peak bei 81,34 USD einbrach.
„The AI downstream relative performance continues to strengthen"
Er vergleicht die aktuelle Phase von Ethereum mit der frühen Entwicklung von Amazon, deren Kurs zwölf Jahre lang bei etwa 6 USD stagnierte, bevor das Marktwachstum einsetzte.
Die institutionelle Basis von Ethereum stützt diese These. Lee nennt konkret den tokenisierten BUIDL-Fonds von BlackRock sowie die Robinhood Chain, welche Gebühren in ETH abwickelt. Diese Integrationen bilden laut Lee das Fundament für den institutionellen Bullcase des Netzwerks.
Marktreaktion und Gegenwind für Hardware
Trotz der Rotation bleibt die Erholung von Ethereum moderat. Der aktuelle Kurs von 1.921,2 USD liegt 61 Prozent unter dem August-Hoch von 2025 bei 4.946 USD. Dennoch erhöhte BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes sein Engagement am Montag um weitere 2,53 Millionen USD in ETH.
Die Hardware-Seite kämpft mit Volatilität. SanDisk sank in einer Juli-Sitzung um 14 Prozent, Micron verlor 5 Prozent und Seagate gab 10 Prozent ab. Jefferies erwartet jedoch, dass die Speicherpreise in diesem Quartal aufgrund knapper Liefermengen um etwa 50 Prozent steigen.
Fazit: Fokusverschiebung im KI-Narrativ
Die Verschiebung von reiner Hardware-Spezulation hin zu infrastrukturellen Anwendungen wie Ethereum bietet dir eine Diversifikationsmöglichkeit im KI-Sektor. Wer auf die institutionelle Adaption durch BlackRock setzt, sieht in der aktuellen Unterbewertung gegenüber dem 2025er-Hoch ein Potenzial.
Beachte jedoch die Gegenbewegung bei Speicherchips. Sollten die Prognosen von Jefferies zu steigenden Preisen eintreffen, könnte die Hardware-Rotation nur eine kurzfristige Korrektur sein.
Quelle: BeInCrypto EN






