Das Oberste Gericht der USA hat am 29. Juni mit einem 5:4-Votum entschieden, dass Präsident Trump Gouverneurin Lisa Cook nicht absetzen darf. Diese Entscheidung sichert die Unabhängigkeit der Federal Reserve in einer Phase, in der Bitcoin auf 59.433 USD gefallen ist.
Juristischer Streit um Fed-Unabhängigkeit
Präsident Trump versuchte, Lisa Cook unter dem Vorwand eines Hypothekenbetrugs zu entlassen. FHFA-Direktor Bill Pulte warf Cook vor, im Jahr 2021 zwei Immobilien in Michigan und Georgia gleichzeitig als Hauptwohnsitz angegeben zu haben. Das Gericht wies diese Begründung als unzureichend zurück.
Die Entscheidung verhindert die kurzfristige Besetzung des Gouverneurspostens mit einer zinssenkungsorientierten Person. Laut BeInCrypto wollte Trump so den Druck auf die Notenbank erhöhen. Die aktuelle Führung unter Warsh behält jedoch ihren Kurs bei, was die monetäre Straffung zementiert.
Cook bezeichnete die Vorwürfe in einer Stellungnahme als erfundenen Vorwand. "Es ging nie um Hypothekendokumente… Es war der Versuch, mich unter einem erfundenen Vorwand abzusetzen, weil ich mich geweigert habe, politischem Druck nachzugeben", sagte Lisa Cook, Federal Reserve-Gouverneurin.
Die Unabhängigkeit der Fed bleibt somit gewahrt, solange untergeordnete Gerichte den Fall nicht abschließend klären. Trump kann Gouverneure nicht nach eigenem Belieben entlassen. Dies schränkt die Möglichkeiten zur direkten politischen Steuerung der US-Geldpolitik massiv ein.
Marktdruck durch restriktive Zinspolitik
Die Federal Open Market Committee entfernte bei der Juni-Sitzung alle Aussichten auf Zinssenkungen für 2026. Stattdessen stehen mögliche Zinserhöhungen im Raum. Hohe Zinsen belasten Bitcoin, der laut CoinGecko aktuell 0,98 % im Minus liegt und mehr als 50 % unter seinem Rekordhoch notiert.
Investoren ziehen Kapital aus Vermögenswerten ohne laufende Rendite ab. Dies führte im Juni zu anhaltenden Nettoabflüssen aus Bitcoin-ETFs. Während SOL mit +2,14 % auf 73,84 USD zulegt, bleibt der Druck auf BTC durch die restriktive Fed-Haltung bestehen.
Fazit: Zinsrisiko bleibt für Bitcoin bestehen
Die Blockade der Entlassung von Lisa Cook bedeutet, dass keine kurzfristige Kehrtwende hin zu einer lockeren Geldpolitik erfolgt. Wer Bitcoin hält, muss mit einer Phase hoher Zinsen rechnen, die risikoreiche Assets ohne Cashflow weiterhin unter Druck setzt.
Die Marktdaten von CoinGecko zeigen eine Divergenz zwischen BTC und Solana. Die Abhängigkeit von den Fed-Entscheidungen bleibt das primäre Risiko für den Kursverlauf im Jahr 2026.
Quelle: BeInCrypto DE






