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CoinTracking Alternative 2026

CoinTracking ist seit 2012 der Standard für die deutsche Krypto-Steuer. Trotzdem gibt es vier Gründe, aus denen Anleger wechseln. Hier steht, welcher Anbieter welchen davon löst und was der Umzug kostet.

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Alternativen im Test
ab 39 €
Günstigster Wechsel
2026
Aktualisiert

CoinTracking aus München bindet rund 300 Börsen an, erstellt die Anlage SO automatisch und bietet mit FIFO, LIFO, HIFO und AVCO vier Steuermethoden. Für die meisten deutschen Anleger ist das der sichere Standard, und in unserem Vergleich steht CoinTracking mit 9,1 von 10 an der Spitze.

Wer trotzdem nach einer Alternative sucht, hat meist einen von vier konkreten Gründen. Wir gehen sie einzeln durch: was dahintersteckt, welcher Anbieter das besser löst und was du im Tausch dafür aufgibst. Am Ende steht, wann du bei CoinTracking bleiben solltest, denn das ist häufiger der Fall, als eine Wechselseite vermuten lässt.

Vier Gründe, aus denen Anleger CoinTracking verlassen

Jeder Grund führt zu einem anderen Anbieter. Deshalb steht hier kein Sieger, sondern die Zuordnung: Welches Problem hast du, und wer löst genau das besser?

GRUND 1

Der Preissprung bei 201 Transaktionen

CoinTracking Starter kostet 39 Euro und deckt 200 Transaktionen ab. Bei der 201. Transaktion greift Pro für 129 Euro, das ist mehr als das Dreifache. Dazwischen gibt es nichts. Wer mit einem Sparplan im Jahr auf 300 oder 400 Transaktionen kommt, zahlt denselben Preis wie jemand mit 3.500.

Divly staffelt feiner: 39 Euro bis 100 Transaktionen, 99 Euro bis 1.000, 199 Euro bis 10.000. Bei 400 Transaktionen zahlst du 99 statt 129 Euro, bei 1.000 ebenfalls 99. Blockpit liegt mit Medium bei denselben 99 Euro für bis zu 1.000.

Das gibst du dafür auf: Divly bindet 205 Börsen und Wallets an, CoinTracking rund 300. Wer auf exotischen Plattformen handelt, sollte vorher prüfen, ob seine Börsen dabei sind.

GRUND 2

Der Funktionsumfang erschlägt dich

CoinTracking ist über 13 Jahre gewachsen und bietet über 25 Berichtstypen, mehrere Steuermethoden und zahllose Einstellungen. Das ist eine Stärke für Profis und eine Hürde für alle, die einmal im Jahr einen Bericht brauchen und sich erst durch Menüs arbeiten müssen.

Divly führt bewusst nur einen Weg: Börsen verbinden, Transaktionen prüfen, Bericht erzeugen. Der fertige Bericht nennt dann zu jedem Betrag die ELSTER-Zeile, für die Verkäufe 48, 49 und 51, für Staking und Lending 15 und 18. Blockpit ist die Alternative, wenn du zusätzlich eine moderne Mobile App willst.

Das gibst du dafür auf: Weniger Optionen heißt auch weniger Kontrolle. Divly rechnet ausschließlich nach FIFO, während CoinTracking vier Methoden anbietet. Für die deutsche Steuererklärung ist FIFO der Standard, ein Nachteil ist es also nur in Sonderfällen.

GRUND 3

Du bist in Österreich oder der Schweiz steuerpflichtig

CoinTracking ist auf die deutsche Steuerlogik ausgerichtet. Österreich rechnet seit 2023 zwingend mit dem gleitenden Durchschnittspreis statt FIFO, und die Schweiz kennt ganz eigene Regeln. Wer dort abgibt, kommt mit einem deutschen Bericht nicht weit.

Blockpit ist der einzige Anbieter im Feld, der alle drei Länder in einer Plattform abdeckt: Anlage SO für Deutschland, E1kv und gleitender Durchschnitt für Österreich, dazu ein Schweizer Steuerreport. Der Anbieter sitzt selbst in Linz und hostet in Österreich.

Das gibst du dafür auf: Der Steuerbericht startet bei 49 statt 39 Euro, und der Small-Tarif deckt nur 50 Transaktionen ab. Bei reinen Deutschland-Fällen zahlst du die DACH-Abdeckung also mit, ohne sie zu brauchen.

GRUND 4

Dein Portfolio steckt voller DeFi und On-Chain-Transaktionen

CoinTracking bindet rund 25 Blockchains an, und der DeFi-Import läuft teilweise manuell. Wer auf mehreren Chains unterwegs ist, mit Liquidity Pools arbeitet oder viele Wallet-Transaktionen hat, klassifiziert am Ende einiges von Hand nach.

Blockpit liest über 190 Blockchains direkt on-chain ein, das ist die breiteste Chain-Abdeckung im Vergleichsfeld, und trackt das Portfolio dauerhaft kostenlos. Koinly erkennt DeFi über 7.000 Protokolle noch breiter, erstellt dafür aber keine deutsche Anlage SO.

Das gibst du dafür auf: Blockpit bindet mit gut 160 weniger reine Börsen an als CoinTracking. Bei Koinly musst du die Werte von Hand in die Anlage SO übertragen, und die Oberfläche gibt es nur auf Englisch.

Welcher Anbieter bei deiner Transaktionszahl konkret was kostet, rechnet dir unser Preisrechner aus. Alle Merkmale nebeneinander stehen im großen Steuersoftware-Vergleich.

So läuft der Umzug ab

Der Wechsel selbst ist kostenlos, der Aufwand steckt im Import. Wichtig zu verstehen: Die Anschaffungskosten laufen nach FIFO über deine gesamte Historie, nicht nur über das aktuelle Steuerjahr. Der neue Anbieter braucht deshalb alle Transaktionen ab deinem ersten Kauf, sonst stimmen die Gewinne nicht.

1
Historie bei CoinTracking exportieren

CoinTracking erlaubt den Export aller Transaktionen als CSV. Zieh dir diesen Export, bevor du kündigst oder den Tarif auslaufen lässt, denn er ist deine Sicherung für alle Jahre.

2
Börsen beim neuen Anbieter neu verbinden

Lege die API-Schlüssel neu an, ausschließlich mit Leserechten. Der automatische Import ist sauberer als ein CSV-Import, weil Gebühren und Zeitstempel direkt von der Börse kommen.

3
Altbestände und fehlende Jahre ergänzen

Börsen geben ihre Historie oft nur begrenzt heraus. Was der automatische Import nicht findet, spielst du über den CoinTracking-Export als CSV nach. Danach prüfst du, ob die Bestände zum tatsächlichen Depot passen.

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Ergebnis gegenrechnen, bevor du zahlst

Alle vier Alternativen erlauben den vollständigen Import im kostenlosen Tarif. Vergleiche den angezeigten Gewinn mit deinem letzten CoinTracking-Bericht. Weichen die Zahlen ab, fehlen meist Transaktionen, nicht die Rechenlogik.

Bereits abgegebene Steuererklärungen bleiben gültig, dafür musst du nichts nachholen. Heb den alten Bericht trotzdem auf: Wenn das Finanzamt nachfragt, willst du zeigen können, wie die Anschaffungskosten der Vorjahre zustande kamen.

Wann du bei CoinTracking bleiben solltest

Nicht jeder Ärger rechtfertigt einen Wechsel. In diesen Fällen fährst du mit CoinTracking weiterhin besser, und der Umzugsaufwand wäre verschenkt:

Du handelst auf vielen oder exotischen Börsen. Mit rund 300 Anbindungen und einer über Jahre verfeinerten Import-Logik ist CoinTracking hier vorn.

Du brauchst eine andere Steuermethode als FIFO. LIFO, HIFO und AVCO bietet im Feld sonst niemand.

Deine Historie reicht viele Jahre zurück und liegt bereits vollständig in CoinTracking. Dieser Datenbestand ist der eigentliche Wert, ein Umzug setzt ihn aufs Spiel.

Du liegst unter 200 Transaktionen im Jahr. Dann kostet Starter 39 Euro und deckt mehr ab als jeder gleich teure Tarif der Konkurrenz.

Häufige Fragen zur CoinTracking Alternative

Was ist die beste Alternative zu CoinTracking?

Gibt es eine kostenlose Alternative zu CoinTracking?

Kann ich meine Daten von CoinTracking mitnehmen?

Verliere ich meine alten Steuerberichte beim Wechsel?

Ist CoinTracking zu teuer?

Welche Alternative erstellt die deutsche Anlage SO?

Dr. Stephanie Morgenroth
Dr. Stephanie Morgenroth
Gründerin & Chefredakteurin
Dr. med.BTC-ECHO Award 2025Buch-Autorin110K+ Community

Steffi ist promovierte Medizinerin (Dr. med.), führte eine eigene Praxis für Schmerztherapie und ist seit 2021 selbst in Bitcoin, XRP und Ethereum investiert. Mit MissCrypto erreicht sie über 110.000 Menschen, gewann 2025 den BTC-ECHO Award als „Best Educator of Crypto" und schrieb das Buch „Der Krypto Kompass". Sie macht komplexe Themen verständlich, ehrlich und ohne Hype.

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