Die Algorand Foundation plant eine umfassende Absicherung ihrer Blockchain gegen Quantenangriffe bis Ende 2027. Das Netzwerk führt bereits im dritten Quartal 2026 native, quantenresistente Accounts ein. Damit agiert das Projekt schneller als die Vorgaben der US-National Security Agency.
Prävention vor dem Q-Day
Algorand richtet seine Entwicklung am sogenannten Q-Day aus. An diesem Punkt könnten Quantencomputer die RSA-Verschlüsselung der meisten Blockchains knacken. Das Zieljahr 2027 liegt vor dem Termin, an dem das National Institute of Standards and Technology die bisherigen RSA-Schlüssellängen offiziell abschafft.
Die technischen Maßnahmen begannen bereits im Jahr 2022. Damals implementierte Algorand State Proofs unter Verwendung des Falcon-Verfahrens. Für das laufende Jahr 2026 sind zudem eine Treasury-Migration sowie post-quantenfeste Multi-Signaturen vorgesehen, um die Sicherheit der Netzwerkreserven zu erhöhen.
Die Notwendigkeit der frühen Umsetzung begründet die Leitung. "Post-quantenfeste Sicherheit lässt sich nach dem Q-Day nicht nachrüsten", sagte Bruno Martins, Chief Technology Officer bei der Algorand Foundation. Martins betont, dass Nutzer und Entwickler Sicherheit für ihre Vermögenswerte benötigen, falls die Bedrohung Realität wird.
Nutzer-Updates und Wettbewerb
Nutzer können ab dem dritten Quartal 2026 quantensichere Accounts direkt in der Pera Wallet erstellen. Das Protokoll-Update ermöglicht es Stakern, ihre Positionen aus diesen neuen Accounts zu verwalten. Gleichzeitig wird das Netzwerk mehrere Signaturarten gleichzeitig unterstützen, was die Flexibilität für Entwickler erhöht.
Andere Blockchains verfolgen ähnliche Strategien. TRON plant ein quantenresistentes Testnet für das zweite Quartal 2026 und einen Mainnet-Rollout im dritten Quartal. Ethereum-Entwickler erwarten hingegen erst bis 2029 Upgrades auf Layer 1. Solana gibt an, die Migration bereits vollständig erforscht zu haben.
Fazit: Sicherheit durch Wallet-Migration
Die Einführung der neuen Accounts im dritten Quartal 2026 erfordert von dir eine aktive Erstellung der quantensicheren Adressen in der Pera Wallet. Wer seine ALGO-Bestände langfristig absichern will, sollte diesen Schritt zeitnah nach dem Protokoll-Update vollziehen.
Die Roadmap bietet einen Zeitvorteil gegenüber Konkurrenten wie Ethereum. Da die Sicherheit nicht nachträglich implementiert werden kann, ist die Migration auf die neuen Standards die einzige Methode, um das Risiko durch künftige Quantencomputer zu minimieren.
Quelle: BeInCrypto DE






