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Binance nutzt Reverse Solicitation trotz MiCA-Start

Während die MiCA-Regulierung seit dem 1. Juli 2026 vollständig gilt, bedient Binance EU-Kunden über eine Abu-Dhabi-Entität ohne lokale Lizenz.

Bitcoin
von Dr. Stephanie Morgenroth
2 Min.
Binance nutzt Reverse Solicitation trotz MiCA-Start

Die vollständige Umsetzung der Markets in Crypto-Assets (MiCA) Regulierung seit dem 1. Juli 2026 zwingt Krypto-Börsen zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle in der EU. Binance agiert derzeit ohne gültige EU-Lizenz und hat einen entsprechenden Antrag in Griechenland zurückgezogen.

Binance-Strategie und regulatorische Lücken

Binance nutzt das Prinzip der Reverse Solicitation, um EU-Kunden weiterhin Zugang zur Plattform zu ermöglichen. Dabei werden Nutzer über eine Entität aus Abu Dhabi bedient, ohne dass die Börse aktiv Marketing in der EU betreibt. Diese Konstruktion erlaubt den Handel und Staking-Dienste in der App, entbehrt jedoch der rechtlichen Absicherung durch eine MiCA-Lizenz.

Juristen diskutieren die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens, da MiCA eine strikte Zulassung für aktive Dienstleister fordert. Für Anleger in Deutschland bedeutet dies ein erhöhtes Kostenrisiko im Falle einer Insolvenz oder regulatorischen Sperre. Der Schutzmechanismen der EU-Verordnung greift bei der Nutzung der Abu-Dhabi-Entität nicht.

Parallel dazu verändert MicroStrategy den Umgang mit seinen Beständen. Das Unternehmen erlaubt künftig Bitcoin-Verkäufe im Milliardenwert über das neue Digital Credit Capital Framework. Diese strategische Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund einer volatilen Marktlage, in der Bitcoin am 5. Juli 2026 bei 62.705 USD notierte laut CoinGecko.

Marktsentiment und steuerliche Diskussionen

Trotz regulatorischer Unsicherheiten bleibt die Stimmung deutscher Investoren optimistisch. Eine Marktstudie von BTC-ECHO und KPMG unter 1.400 Teilnehmern zeigt, dass 93 Prozent der Befragten einen Bitcoin-Kurs von über 250.000 Euro bis zum Jahr 2030 prognostizieren. Die langfristigen Erwartungen überwiegen kurzfristige Kursrücksetzer.

In politischen Kreisen wird über den sogenannten 'Steuerhammer' diskutiert, wie BTC-ECHO berichtet. Es gibt Debatten über eine mögliche Reform der Kryptobesteuerung, doch eine offizielle Kabinettsvorlage zur Abschaffung der einjährigen Haltefrist liegt nicht vor. Aktuell bleibt die steuerliche Privilegierung nach einem Jahr Haltedauer in Deutschland weiterhin geltendes Recht.

Die SPD fordert in politischen Diskussionen eine strengere Besteuerung von Krypto-Gewinnen, während die Union laut BTC-ECHO skeptisch gegenüber solchen Vorhaben ist. Da keine gesetzliche Änderung verabschiedet wurde, gilt für private Veräußerungsgeschäfte weiterhin die bestehende Frist zur Steuerfreiheit.

Fazit: Fokus auf regulatorische Sicherheit

Die Nutzung von Binance ohne MiCA-Lizenz birgt rechtliche Risiken. Du solltest prüfen, ob eine regulierte Alternative mit EU-Zulassung für dein Portfolio eine sicherere Option darstellt, da der regulatorische Schutz der EU-Verordnung derzeit fehlt.

Die einjährige Haltefrist für Kryptowährungen bleibt bis auf Weiteres bestehen. Wer Bitcoin hält, muss aktuell keine steuerlichen Anpassungen vornehmen, solange keine neuen Gesetze verabschiedet werden.

Quelle: BTC-ECHO

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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