Nvidia setzt Intel mit der Vorstellung des RTX Spark Superchips massiv unter Druck. Die Intel-Aktie verlor am Freitag 5,14 Prozent, nachdem der Titel im Jahr 2026 zuvor eine Rallye von über 230 Prozent verzeichnete. Der Markt reagiert empfindlich auf die neue Hardware-Offensive des KI-Giganten.
Hardware-Offensive erschüttert Intel Dominanz
Nvidia präsentierte auf der Computex den RTX Spark Superchip. Dieser Arm-basierte Prozessor kombiniert eine Blackwell GPU für Windows-Systeme. Partner wie Dell, HP, Lenovo und ASUS bringen die Hardware im Herbst auf den Markt. Die Ankündigung trifft Intel direkt in seinem Kernsegment für PC-Prozessoren.
Intel versuchte zeitgleich mit der Crescent Island AI GPU zu punkten. Die Markteinführung dieser Chips liegt jedoch noch Monate in der Zukunft. Die Daten zeigen, dass die bloße Ankündigung nicht ausreichte. Der Kurs von Intel rutschte daraufhin in ein Gap nach unten.
Die Kursentwicklung von Intel war zuvor extrem volatil. Die Aktie stieg von einem Tief bei 40 USD Ende März auf fast 133 USD am 11. Mai. Dieser Anstieg von über 230 Prozent endete abrupt durch die Nvidia-News. Institutionelle Anleger ziehen nun Kapital ab.
Der Chaikin Money Flow (CMF) belegt den Rückgang des institutionellen Interesses. Während der Preis bis Ende Mai hielt, sank der CMF auf einen Wert von 0,13. Dies deutet auf Gewinnmitnahmen hin. Frisches Kapital fließt derzeit nicht mehr in den Titel.
Interessanterweise rotieren die Gelder nicht direkt zu Nvidia. Der CMF von Nvidia liegt mit minus 0,08 sogar unter dem von Intel. Institutionelle Investoren ziehen sich aktuell eher aus dem gesamten Sektor zurück. Ein einfacher Wechsel der Aktie findet nicht statt.
Analysten warnen vor weiteren Kursverlusten
Die Fundamentaldaten verstärken die pessimistische Stimmung im Markt. Morgan Stanley schätzt die Ausbeute des Intel 18A-Prozesses auf lediglich 50 Prozent. Bisher hat laut Morgan Stanley nur Apple einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Das Auftragsbuch für die Foundry bleibt somit sehr dünn.
Die Optionen zeigen ein hohes Risiko für Long-Positionen. Die Put-Call-Ratio weist ein Volumenverhältnis von 0,60 auf. Das Open Interest Ratio liegt hingegen bei 1,05. Viele Anleger setzen auf steigende Kurse und sind nun exponiert. Ein weiterer Rutsch könnte Kaskadeneffekte auslösen.
Die Meinungen der Banken gehen weit auseinander. Mizuho Securities setzte das Kursziel am 31. Mai auf 128 USD hoch. "Mizuho reiterated a Hold", so der Bericht der Analyseplattform TipRanks. Andere Institute bewerten die Aktie deutlich niedriger als den aktuellen Kurs.
Barclays und Wells Fargo sehen erhebliches Abwärtspotenzial. Barclays setzte das Ziel auf 65 bis 100 USD. Wells Fargo prognostiziert eine Spanne von 85 bis 110 USD. Diese Ziele liegen weit unter den letzten Höchstständen der Intel-Aktie im Mai.
Kritische Marken liegen nun bei 128 USD für eine Erholung. Ein Fall unter 102 USD würde den Ausbruch der Bull-Flag beenden. Im Worst-Case droht ein Absturz bis auf 64 USD. CEO Lip-Bu Tan könnte am 2. Juni neue Impulse setzen.
Fazit: Fokus auf Hardware-Zyklus und KI-Integration
Für dich bedeutet das, dass die Korrelation zwischen KI-Hardware und dem Gesamtmarkt steigt. Während BTC bei 71.069 USD und SOL bei 80,72 USD schwanken, zeigt der Intel-Crash, dass reine Marktführerschaft nicht mehr schützt. Die Konkurrenz durch Arm-basierte Chips wird realer.
Beobachte die Keynote von Lip-Bu Tan genau. Sollte Intel keine konkreten Lieferdaten für die Crescent Island GPU liefern, bleibt der Abwärtstrend wahrscheinlich. Die institutionellen Daten warnen derzeit vor einem schnellen Rebound ohne neue fundamentale Nachrichten.
Quelle: BeInCrypto DE






