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Prime Trust verklagt Swan Bitcoin über 1 Milliarde USD

Der Insolvenzverwalter von Prime Trust wirft Swan Bitcoin Insiderhandel vor. Das Unternehmen soll kurz vor dem Kollaps massiv Assets abgezogen haben, um.

Bitcoin
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
Prime Trust verklagt Swan Bitcoin über 1 Milliarde USD

Ein milliardenschwerer Rechtsstreit erschüttert die Krypto-Custody-Branche. Der Insolvenztrust von Prime Trust verklagt Swan Bitcoin wegen mutmaßlicher Insider-Transfers kurz vor dem Konkurs 2023. Die geforderten Beträge belaufen sich auf fast eine Milliarde US-Dollar.

Insiderhandel vor dem Kollaps

Die Klage vor dem Insolvenzgericht in Delaware wirft Electric Solidus, der Firma hinter Swan, schweren Missbrauch vor. Das Unternehmen soll Insiderwissen genutzt haben, um Assets zu retten. Dies geschah nur wenige Tage vor der offiziellen Insolvenz von Prime Trust im August 2023.

Im Zentrum steht ein namentlich nicht genannter Top-Manager von Prime Trust. Dieser fungierte seit Juli 2019 gleichzeitig als bezahlter Berater für Swan Bitcoin. Diese Doppelrolle ermöglichte laut Klageschrift den Zugriff auf vertrauliche Informationen über die finanzielle Lage des Custodians.

Vier Tage vor einem Treffen mit Regulierungsbehörden aus Nevada kommunizierte der Manager mit CEO Cory Klippsten. Sie nutzten einen verschlüsselten Chat mit einer 24-Stunden-Löschfunktion. Kurz nach diesem Termin zog Swan über 10.000 Bitcoin vom Konto ab, um Verluste zu vermeiden.

Die betroffenen Summen sind massiv. Neben 11.994 BTC, die aktuell 923 Mio. USD wert sind, flossen 24,6 Mio. USD in Cash ab. Zudem wurden 5 Mio. USDT transferiert. Diese Bewegungen erfolgten, während andere Kunden ihre Gelder noch bei Prime Trust hielten.

Der Markt reagiert derzeit ruhig auf diese Nachrichten. Bitcoin steht bei 76.839 USD, während Ethereum bei 2.118,27 USD notiert. Solana verzeichnet ein leichtes Plus von 0,40 Prozent auf 84,64 USD. Die Volatilität bleibt trotz der Milliardenklage im niedrigen Bereich.

Manipulation von Kundenkonten

Die Kläger werfen Swan vor, eine Teilübertragung der Assets kurzfristig in eine vollständige Evakuierung verwandelt zu haben. Mitarbeiter von Prime Trust mussten laut internen Slack-Nachrichten hastig reagieren. Die Abhebungen mussten vor Geschäftsschluss abgeschlossen sein, um die Assets zu sichern.

Ein besonders kritischer Punkt betrifft die Buchführung. Prime Trust erstellte am 25. Mai ein internes Konto namens PT FBO Swan Customers. Dies sollte suggerieren, dass die Gelder stets in einem separaten Treuhandkonto lagen. Damit wollte man die Rückführung im Insolvenzverfahren erschweren.

"Swan wusste, dass Fiat und Krypto unmittelbar vor der Insolvenz von Prime transferiert werden mussten, um katastrophale Verluste zu vermeiden", heißt es in der Klageschrift. Die Kläger fordern nun die Rückgabe dieser präferenziellen Transfers gemäß dem US-Insolvenzgesetz.

Swan Bitcoin hat auf Anfragen von Cointelegraph bisher nicht reagiert. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass die Transfers rechtmäßig waren. Sollte das Gericht den Vorwurf des betrügerischen Transfers bestätigen, drohen massive Rückzahlungen an die Gläubiger von Prime Trust.

Die aktuelle Marktsituation zeigt eine stabile Seitwärtsbewegung. Während XRP bei 1,37 USD leicht fällt, hält BNB ein Niveau von 640,12 USD. Diese rechtlichen Auseinandersetzungen beeinflussen derzeit nicht die globale Liquidität oder die Preisstabilität der Top-Assets.

Fazit: Risiko der zentralen Verwahrung

Für dich bedeutet dieser Fall eine klare Warnung vor dem Vertrauen in zentrale Custodians. Wenn Insider-Informationen über die Zahlungsunfähigkeit eines Anbieters existieren, profitieren oft nur die Großen. Die Milliardenklage zeigt, wie riskant die Verwahrung bei Drittanbietern bleibt.

Beobachte genau, ob weitere Rückforderungen gegen Krypto-Firmen aus der Ära 2023 folgen. Solche Präzedenzfälle könnten die regulatorische Aufsicht über Custodians verschärfen. Eine eigene Wallet bleibt die einzige sichere Methode, um das Kontrollrisiko vollständig zu eliminieren.

Quelle: Cointelegraph

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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