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Purdue-Studie: Bitcoin-Kostenfallen an der Wall Street

Eine Untersuchung der Purdue University belegt erhebliche Preisunterschiede zwischen CME-Futures und IBIT-Optionen, die bei Milliardenpositionen jährliche.

Bitcoin
von Dr. Stephanie Morgenroth
2 Min.
Purdue-Studie: Bitcoin-Kostenfallen an der Wall Street

Eine Studie der Purdue University deckt erhebliche Finanzierungskosten-Unterschiede bei regulierten Bitcoin-Produkten auf. Professor Mindy Mallory fand eine durchschnittliche Differenz von 2,581 Prozentpunkten zwischen CME-Futures und IBIT-Optionen. Dies betrifft institutionelle Anleger, die Bitcoin-Exposures über verschiedene Wall-Street-Systeme absichern.

Infrastruktur-Hürden der Wall Street

Die Analyse von Professor Mindy Mallory vergleicht den impliziten Forward-Preis von IBIT-Optionen mit CME-Bitcoin-Futures. IBIT ist der Bitcoin Trust von BlackRock mit einer jährlichen Gebühr von 0,25 Prozent. Die Studie nutzt die CME CF Bitcoin Reference Rate New York Variant als täglichen Benchmark für die Preisbildung.

Zwei Handelsdesks können identische Bitcoin-Risiken halten, zahlen aber unterschiedliche Kosten. Die Ursache liegt in getrennten Clearing-Systemen. IBIT-Optionen laufen über die Options Clearing Corporation, während Futures über CME Clearing abgewickelt werden. Diese Systeme erkennen die Positionen nicht als Teil desselben Hedge.

Die Differenz variiert stark je nach Laufzeit der Kontrakte. In einem Zeitfenster von 14 bis 30 Tagen betrug der Durchschnitt 2,222 Punkte. Bei Laufzeiten von 31 bis 60 Tagen stieg dieser Wert auf 2,939 Punkte. Die Studie schloss Daten über 60 Tage aufgrund geringer Liquidität aus.

"Die Ergebnisse zeigen, dass ökonomisch verwandte Bitcoin-Exposures unterschiedlich bepreist bleiben, wenn Kapital und Liquidität nicht reibungslos zwischen Systemen fließen", stellt die Studie fest. Die Standardabweichung der Kosten betrug laut Mallory 4,716 Prozentpunkte, was die hohe Volatilität der Preisdifferenzen belegt.

Auswirkungen auf Arbitrage-Strategien

In integrierten Märkten würden Arbitrageure diese Differenzen schnell ausgleichen. Die Trennung zwischen Wertpapier-Infrastruktur für IBIT und dem Futures-Rahmen der CME verhindert dies jedoch. Anleger müssen unterschiedliche Margin-Zyklen und Sicherheiten hinterlegen, was den kostengünstigen Wechsel zwischen den Produkten erschwert.

Für institutionelle Portfolios bedeutet dies reale Kostenverluste. Bei einer Position von 1 Milliarde USD entstehen jährliche Mehrkosten von rund 25,81 Millionen USD, sofern die CME-Route gewählt wird. Diese Ineffizienz bleibt bestehen, solange keine gemeinsame Clearing-Schnittstelle existiert.

Aktuell notiert Bitcoin bei 64.472 USD, was die Relevanz präziser Absicherungsstrategien für große Kapitalgeber unterstreicht. Die Kostenunterschiede wirken wie eine versteckte Steuer auf institutionelle Long-Strategien, die über Futures abgesichert werden, statt auf ETF-Optionen zu setzen.

Die Analyse von 386 Beobachtungen verdeutlicht, dass die institutionelle Adaption von Bitcoin noch an technischen Hürden der traditionellen Finanzwelt scheitert. Die Fragmentierung der Clearinghäuser verhindert eine effiziente Preisfindung, die in anderen Assetklassen längst Standard ist.

Fazit: Effizienzverlust durch Systemtrennung

Die fragmentierte Struktur der Wall-Street-Clearinghäuser führt zu messbaren Mehrkosten bei der Bitcoin-Absicherung. Wer große Positionen über CME-Futures statt über ETF-Optionen hält, zahlt im Durchschnitt einen Aufschlag, der die Rendite schmälert.

Prüfe, über welche regulierten Instrumente du dein Risiko absicherst. Die Wahl zwischen einem Spot-ETF wie IBIT und einem Future-Kontrakt kann bei langfristigen Strategien einen Unterschied von mehreren Prozentpunkten in deiner Jahresrendite ausmachen.

Quelle: CryptoSlate

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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