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Was ist ETF?

ETF einfach erklärt

finanzen-klassisch
Aktualisiert: 2026-02-25|3 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

Ein börsengehandelter Fonds, der Kryptowährungen abbildet. Ermöglicht Krypto-Investments ohne Wallet oder private Schlüssel.

Ein börsengehandelter Fonds (ETF) bildet Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum ab, ohne dass du selbst Wallets verwalten oder private Schlüssel sichern musst. Für Einsteigerinnen bietet dieser Weg einen regulierten Einstieg in den Kryptomarkt über das normale Depot. Seit Januar 2024 sind Spot-Bitcoin-ETFs in den USA zugelassen, gefolgt von Ethereum-ETFs im Juli 2024 – ein Wendepunkt für institutionelle Akzeptanz. In Deutschland nutzen Anlegerinnen derweil vorwiegend ETPs.

So funktioniert ein Krypto-ETF

Ein Krypto-ETF funktioniert wie ein Korb, der direkt digitale Währungen hält. Der Emittent des Fonds kauft Bitcoin oder Ethereum und verwahrt diese bei spezialisierten Verwahrstellen (Custodians). Als Anlegerin erwirbst du Anteile an diesem Fonds – ähnlich wie bei Aktien. Diese Anteile werden an regulierten Börsen gehandelt.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Spot-ETFs, die echte Coins halten, und Futures-ETFs, die nur auf Preisentwicklungen wetten. In den USA dominieren seit Januar 2024 Spot-Produkte. Allerdings gibt es Tracking Differences: Die Wertentwicklung des ETFs weicht leicht vom tatsächlichen Kurs ab, da Managementgebühren von etwa 0,20 bis 0,50 Prozent pro Jahr anfallen.

Das Vertrauen in den Emittenten und seine Verwahrstellen ist daher essenziell. Im Gegensatz zu direktem Besitz (Self-Custody) hast du keine Kontrolle über die privaten Schlüssel. Dafür entfällt das Risiko, durch verlorene Passwörter oder gehackte Wallets dein Geld zu verlieren.

Praxisbeispiel: So investierst du als Deutsche Anlegerin

In Deutschland hast du zwei Hauptwege, um indirekt in Krypto zu investieren. Über Direktdepots wie Scalable Capital oder Trade Republic kannst du US-ETFs wie den iShares Bitcoin Trust (IBIT) an der NASDAQ erwerben. Bei einem Investment von 1.000 Euro fallen etwa 0,20 Prozent Ordergebühren an.

Alternativ nutzt du europäische Bitcoin-ETPs, etwa den 21Shares Bitcoin ETP, an der Börse Stuttgart. Diese Produkte sind technisch Schuldverschreibungen, keine Sondervermögen. Sie sind seit 2020 an deutschen Handelsplätzen wie Xetra gelistet und bieten eine einfache Alternative.

Gut zu wissen: Mit dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich kannst du ETF-Gewinne steuerfrei realisieren. Bei direktem Krypto-Besitz greift dagegen die Haltefrist von einem Jahr.

Wer direkt Coins kaufen möchte, findet bei Bitvavo Erfahrungen & Test oder Bitpanda Erfahrungen Alternativen zur Selbstverwahrung. Über Bitvavo (10€ Neukundenbonus) gelingt der Einstieg besonders einfach.

Krypto-ETFs 2026: Was ändert sich für DACH-Anleger?

Viele verwechseln ETFs mit ETPs (Exchange Traded Products). Während ETFs nach UCITS-Richtlinien als Sondervermögen geschützt sind, handelt es sich bei ETPs um besicherte Schuldverschreibungen. Die BaFin reguliert diese streng und unterscheidet zwischen Vermögensanlagen und reinen Kryptowerten.

Wichtig: ETFs besitzen nicht direkt Coins in deinem Wallet. Der Emittent verwahrt die Assets bei zentralen Custodians wie Coinbase oder BitGo. Du vertraust auf diese Institutionen – ähnlich wie bei Banken.

Für dich als Anlegerin bedeutet dies: Bei einem ETF-Emittenten-Insolvenz bleibt dein Investment geschützt, bei ETPs besteht Emittentenrisiko. Aktuell sind Spot-ETFs für Krypto in der EU noch nicht flächendeckend zugelassen, während sie in den USA seit Juli 2024 auch für Ethereum verfügbar sind.

Entwicklungen für 2026 bleiben offen, da die EU erst ihre MiCA-Regulierung etabliert. Konkrete Zulassungsverfahren für reine Krypto-ETFs stehen in Deutschland noch aus. Die Unterschiede in der rechtlichen Struktur sind entscheidend für deine Risikobewertung und Anlageentscheidung.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Keine Wallet-Verwaltung nötig
  • +Regulierter Handel an Börsen
  • +Nutzung des Sparerpauschbetrags möglich
  • +Kein Risiko verlorener privater Schlüssel

Nachteile

  • -Keine direkte Coin-Besitzerschaft
  • -Abhängigkeit von Emittenten und Custodians
  • -Jährliche Managementgebühren (0,20–0,50 %)
  • -Tracking Difference möglich

Fun Fact

Die SEC hat über 10 Jahre lang alle Bitcoin-ETF-Anträge abgelehnt – bis der erste Spot-ETF im Januar 2024 zugelassen wurde und am ersten Handelstag 4,6 Milliarden Dollar Umsatz generierte.