David Schwartz, ehemaliger Chief Technology Officer von Ripple, kritisiert das Belohnungssystem von Bitcoin und Ethereum. Der Architekt des XRP Ledgers warnt vor künstlichen Stakeholdern, die das Netzwerk belasten. Aktuell notiert Bitcoin bei 80.125 USD.
Das Problem künstlicher Stakeholder
David Schwartz verweist auf eine Stanford-Vorlesung über Blockchain-Sicherheit. Er argumentiert, dass Belohnungen für die Blockproduktion Netzwerke wie Bitcoin nicht sichern, sondern schwächen. Diese Struktur schaffe künstliche Stakeholder, die primär auf Profit aus sind und nicht auf die Stabilität des Systems achten.
Das Modell von Proof-of-Work zwinge ehrliche Teilnehmer dazu, mehr Geld auszugeben als potenzielle Angreifer. Schwartz bezeichnet diesen Ansatz als eines der schlechtesten verfügbaren Sicherheitsmodelle. Die Betreiber versuchen ständig, Kosten zu senken und jede mögliche Einnahmequelle im Netzwerk auszuschöpfen.
Ein konkretes Beispiel bilden Ethereum-Validatoren. Diese nutzen DeFi-Protokolle aus, indem sie Transaktionen vor der Bestätigung umsortieren. Solche Praktiken führen zu einem Wertentzug aus dem System. Die Nutzer zahlen die Gebühren, während die Validatoren zusätzlichen Profit aus der Blockproduktion ziehen.
Schwartz beschreibt diese Dynamik als einen gefährlichen Wettlauf nach unten. Die Betreiber handeln nicht im Sinne der Nutzer, sondern folgen nur dem finanziellen Anreiz des Protokolls. Dies beeinträchtige die Fairness der Transaktionen und treibe die Kosten für die Endnutzer unnötig in die Höhe.
Die Abhängigkeit von Block-Belohnungen erzeuge eine paradoxe Situation. Während das Netzwerk eigentlich dezentral sein soll, konzentriert sich die Macht bei denjenigen, die die effizienteste Hardware besitzen. Dies führe zu einer Zentralisierung der Rechenleistung, die das ursprüngliche Ziel der Blockchain untergrabe.
Die Design-Philosophie des XRP Ledger
Der XRP Ledger wurde 2012 bewusst ohne Block-Belohnungen entworfen. Das Ziel waren niedrige Gebühren und eine schnelle Abwicklung von Transaktionen. XRP notiert derzeit bei 1,43 USD. Das System setzt auf Teilnehmer, die bereits einen Nutzen aus einem zuverlässigen Konsens ziehen.
In diesem Modell gibt es keinen materiellen Wert, den Validatoren aus dem System entziehen könnten. Damit entfällt der finanzielle Anreiz für Angriffe oder Absprachen gegen ehrliche Akteure. Die Validatoren wählen lediglich zwischen gleichwertigen Möglichkeiten zur Anordnung der Transaktionen im Ledger.
„Sie müssen böse sein, oder Sie verlieren"
Diese Aussage unterstreicht die Kritik an Systemen, in denen Validatoren für ihre Teilnahme bezahlt werden. Ein System funktioniere laut Schwartz besser, wenn Validatoren keine direkten Zahlungen erhielten.
Bitcoin steht vor einer Phase, in der Transaktionsgebühren die sinkenden Blocksubventionen ersetzen müssen. Die Daten zeigen, dass XRP durch den Verzicht auf Belohnungen schnellere Bestätigungen ermöglicht. Dies bietet eine Alternative zu den oft hohen Kosten bei Bitcoin und Ethereum im Jahr 2026.
Der Verzicht auf Mining-Belohnungen eliminiert den Bedarf an energieintensiver Hardware. Während Bitcoin-Miner Millionen in ASIC-Chips investieren, benötigt der XRP Ledger lediglich eine stabile Internetverbindung und grundlegende Serverkapazitäten. Dies senkt die Eintrittsbarriere für neue Validatoren erheblich.
Fazit: Effizienz durch Verzicht auf Belohnungen
Für dich bedeutet das, dass die Architektur eines Netzwerks die Gebühren und die Geschwindigkeit direkt beeinflusst. Während Bitcoin auf Mining-Belohnungen setzt, zeigt das Beispiel XRP, dass ein System auch ohne diese Anreize stabil funktionieren kann. Das reduziert die Kosten für deine Transaktionen.
Beobachte künftig, wie Bitcoin den Übergang zu einem rein gebührenbasierten Modell bewältigt. Wenn die Blocksubventionen weiter sinken, wird die Effizienz der Validatoren entscheidend für die Nutzung des Netzwerks sein. Die Kritik von Schwartz zeigt die theoretischen Schwachstellen dieses Übergangs auf.
Quelle: BeInCrypto DE




