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Schiff fordert SEC-Prüfung gegen Saylor

Der Ökonom Peter Schiff bezeichnet das Finanzprodukt STRC von Strategy als zentralisiertes Schneeballsystem und warnt vor erheblichen Risiken für Ruheständler.

Bitcoin
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
Schiff fordert SEC-Prüfung gegen Saylor

Der Ökonom Peter Schiff fordert eine offizielle Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC gegen Michael Saylor. Im Zentrum steht das Finanzprodukt STRC der Firma Strategy, ehemals MicroStrategy. Schiff wirft Saylor vor, ein zentralisiertes Schneeballsystem zu betreiben, das insbesondere für Ruheständler gefährlich sei.

Vorwürfe eines zentralisierten Schneeballsystems

Peter Schiff argumentiert, dass das Produkt STRC keinen eigenen Ertragsstrom besitzt. Die Renditen würden laut Schiff nicht durch operative Gewinne oder Geschäftseinnahmen gedeckt. Stattdessen hingen die Ausschüttungen davon ab, dass kontinuierlich neues Kapital in die Firma Strategy fließt. Dies entspräche der Struktur eines klassischen Ponzi-Schemas.

Der Ökonom unterscheidet dabei zwischen Bitcoin und dem Firmenkonstrukt. Während er Bitcoin als dezentrales Schneeballsystem sieht, bezeichnet er STRC als zentralisierte Variante. Die Abhängigkeit von neuen Käufern zur Gewinnrealisierung sei bei beiden Modellen ähnlich. Die Firma Strategy agiere hierbei als zentrale Steuereinheit für die Anleger.

Michael Saylor weist die Vorwürfe zurück und unterstellt Schiff eine generelle Ablehnung der Krypto-Branche. Schiff betont hingegen, dass seine Kritik an Bitcoin unabhängig von den spezifischen Vorwürfen gegen STRC stehe. Die Struktur der bevorzugten Aktien von Strategy sei ein separates Problem der Unternehmensführung und des Marketings.

Die Volatilität von Bitcoin beeinflusst die Bewertung der Strategy-Aktien massiv. Aktuell notiert BTC bei 80.652 USD, was eine hohe Schwankungsbreite bedeutet. Schiff sieht darin ein zentrales Risiko für Anleger, die auf stabile Einkommen setzen. Die Hebelwirkung der Bitcoin-Bestände erhöhe die Gefahr eines Totalverlusts erheblich.

Analysten beobachten zudem, dass Strategy das Tempo seiner Bitcoin-Käufe kürzlich verlangsamt hat. Dies folgt auf Jahre aggressiver Akkumulation von digitalen Assets. Konkurrierende Modelle wie Capital B von Adam Back nutzen andere Strukturen. Diese hängen jedoch ebenfalls direkt von der Preisentwicklung von Bitcoin ab.

Marketing-Risiken für konservative Anleger

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die gezielte Ansprache von Rentnern. Saylor bewirbt STRC als sichere Einkommensquelle für Personen, die Kapitalerhalt priorisieren. Schiff sieht darin einen möglichen Verstoß gegen die Anti-Betrugsregeln der SEC. Die Behauptung, das Produkt sei für Ruheständler geeignet, sei laut Schiff irreführend.

„STRC unterscheidet sich: ein klassisches zentrales Schneeballsystem, betrieben von MSTR"

— Peter Schiff im Kontext seiner Kritik

Er hinterfragt, wie Aufsichtsbehörden solche Werbeaussagen überhaupt zulassen können. Die Diskrepanz zwischen dem Versprechen stabiler Erträge und der tatsächlichen Volatilität des Basiswerts sei laut Schiff zu groß.

Im DACH-Raum bedeutet dies für Anleger eine erhöhte Vorsicht bei derivativen Krypto-Produkten. In Deutschland und Österreich unterliegen solche Wertpapiere strengen Prospektpflichten. Die BaFin oder FMA prüfen Marketingaussagen oft kritisch. Werden Risiken verschwiegen, drohen den Emittenten empfindliche Strafen oder Verkaufsverbote innerhalb der EU.

Die SEC in den USA prüft derzeit vermehrt die Vermarktung von Bitcoin-Treasury-Vehikeln. Die Grenze zwischen einer Aktie und einem Investmentprodukt verschwimmt bei Strategy. Schiff fordert eine klare Einordnung, ob STRC als festverzinsliches Wertpapier oder als hochspekulatives Instrument zu werten ist, um Anleger zu schützen.

Die aktuelle Marktlage mit einem BTC-Preis von 80.652 USD unterstreicht die Abhängigkeit. Sinkt der Kurs deutlich, könnten die versprochenen Ausschüttungen von STRC gefährdet sein. Da keine realen Geschäftsgewinne die Rendite stützen, bleibt das Modell vollständig an den Marktwert der Bitcoin-Bestände von Strategy gekoppelt.

Fazit: Vorsicht bei synthetischen Renditen

Für dich bedeutet dieser Streit, dass du zwischen dem direkten Besitz von Bitcoin und Aktienprodukten wie STRC unterscheiden musst. Während BTC dezentral ist, unterliegt STRC dem Management von Michael Saylor. Das Risiko liegt hier in der zentralen Steuerung und der Finanzierungsstruktur der Firma Strategy.

Beobachte genau, ob die SEC tatsächlich eine Untersuchung einleitet. Sollte Schiff recht behalten, könnten ähnliche Treasury-Modelle weltweit unter Druck geraten. Prüfe bei jedem Investment, ob die Rendite aus echten Gewinnen oder nur aus neuen Kapitalzuflüssen stammt, um dein Portfolio abzusichern.

Quelle: BeInCrypto DE

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 100.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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