Ripple stand im Jahr 2020 kurz vor dem vollständigen Ende. CEO Brad Garlinghouse gab bekannt, dass er und Mitgründer Chris Larsen die Schließung der Firma in Erwägung zogen. Diese Entscheidung folgte auf die Klage der US-Börsenaufsicht SEC.
Existenzkampf gegen die US-Börsenaufsicht
Die SEC verklagte Ripple im Jahr 2020 mit dem Vorwurf, XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft zu haben. Garlinghouse und Larsen wurden in dem Verfahren persönlich benannt. Der aktuelle XRP-Kurs von 1,095 USD spiegelt die heutige Marktstabilität wider, die während der ersten Prozessphase völlig ungewiss war.
Die Führungsebene sah das Überleben des Unternehmens als offen an. Garlinghouse erklärte an der University of Kansas School of Business, dass die US-Regierung über unendliche Macht und Ressourcen verfüge. Diese Asymmetrie ließ einen juristischen Kampf gegen die Behörde für die Geschäftsführung zunächst fast unmöglich erscheinen.
Ein konkreter Plan sah vor, Ripple aufzulösen und die XRP-Bestände direkt an die Aktionäre zu verteilen. Damit wäre das gesamte Verfahren sofort beendet worden. "Wir waren kurz davor, das Unternehmen zu schließen", sagte Brad Garlinghouse über die damalige Situation und den Druck der Behörden.
Die Anwälte von Ripple bezeichneten das Unternehmen in dieser Phase als nicht mehr zu retten. Die Rechtsberater rieten den Führungskräften zu einem schnellen Vergleich, um die existenzbedrohende Lage zu beenden. Ziel war es, weitere finanzielle Verluste durch die langwierigen Prozesskosten der SEC-Klage zu vermeiden.
Konsequenzen für Mitarbeiter und Markt
Eine Schließung hätte hunderte Arbeitsplätze gekostet. Garlinghouse betonte, dass die Entscheidung gegen die Auflösung die Grundlage für den weiteren Fortbestand der Firma bildete. Die Entscheidung, rechtlich gegen die SEC vorzugehen, verhinderte den sofortigen Verlust dieser Stellen und sicherte die operative Infrastruktur von Ripple.
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt die rechtliche Einordnung von XRP durch die SEC relevant. Da die Klage in den USA geführt wurde, gelten in der DACH-Region weiterhin die nationalen Steuer- und Aufsichtsregeln der BaFin oder FMA, unabhängig von den US-amerikanischen Gerichtsurteilen.
Fazit: Strategische Bedeutung des Rechtsstreits
Die Entscheidung gegen die Firmenauflösung sicherte den Fortbestand von Ripple und dem XRP-Ökosystem. Wer XRP hält, profitiert heute von der Entscheidung der Gründer, den juristischen Weg gegen die SEC zu wählen, statt die Firma aufzugeben und die Bestände vorzeitig zu liquidieren.
Die aktuelle Rechtslage in den USA beeinflusst die globale Wahrnehmung von XRP. Da keine neuen regulatorischen Verbote für DACH-Nutzer aus diesen Aussagen resultieren, ändert sich an der aktuellen Handhabung der Assets für dich nicht.
Quelle: BeInCrypto DE






