US-gelistete Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den letzten 30 Tagen Nettoabflüsse in Höhe von 6,35 Milliarden USD. Laut Galaxy Research ist dies der stärkste Rückgang seit der Markteinführung im Januar 2024. Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei 63.959 USD.
Institutionelle Kapitalflucht und Marktdruck
Die Daten von Galaxy Research belegen eine sechste Woche aufeinanderfolgender Abflüsse. Die kumulativen Nettozuflüsse der Fonds sanken dadurch von ihrem Höchststand im Oktober 2025, der bei 63 Milliarden USD lag, auf nunmehr 53,4 Milliarden USD. Die täglichen Abflüsse nehmen laut Galaxy Research stetig zu.
Der Bitcoin-Preis verlor im letzten Monat 17,4 %. Als Gründe nennt Cointelegraph makroökonomische Faktoren wie steigende US-Inflationsraten. Zudem belasten die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Marktstimmung und drücken den Kurs auf das aktuelle Niveau von 63.959 USD.
BlackRock reagiert auf die Volatilität mit neuen Produkten. Am Mittwoch startete der iShares Bitcoin Premium Income ETF (BITA). Jay Jacobs, BlackRock US Head of Equity ETFs, sieht in den Abflüssen keine Änderung der langfristigen Asset-Bewertung, da tägliche Schwankungen in allen 450 iShares-ETFs vorkommen.
Jacobs ordnet die Bewegungen als strategische Umschichtungen ein. "Wenn wir einen Tag mit Abflüssen sehen, könnte es eine Million Gründe geben. Es könnte sein, dass jemand IBIT verkauft und BITA kauft", sagte Jay Jacobs gegenüber Cointelegraph am Donnerstag.
Auswirkungen auf die institutionelle Adoption
Die massiven Abflüsse signalisieren eine vorübergehende Schwächung des institutionellen Vertrauens. Während Bitcoin mit 63.959 USD stabil bleibt, zeigt die Dynamik der ETFs eine höhere Sensibilität gegenüber makroökonomischen Risiken. Die Korrelation zwischen US-Inflationsdaten und ETF-Abflüssen bleibt ein zentraler Faktor für die kurzfristige Preisentwicklung.
BlackRock hält trotz der aktuellen Marktlage an der Sichtweise fest, dass Bitcoin eine globale, dezentrale und nicht-souveräne monetäre Alternative darstellt. Die Diversifikation in verschiedene ETF-Strukturen wie BITA soll Anlegern helfen, die Volatilität des Basiswerts Bitcoin besser zu managen.
Fazit: Institutionelle Reife durch Volatilität
Die Rekordabflüsse zeigen, dass institutionelle Anleger Bitcoin weiterhin stark mit makroökonomischen Zyklen verknüpfen. Wer auf langfristige Adoption setzt, sollte die Einführung komplexerer ETF-Produkte wie BITA beobachten, da diese die Nutzbarkeit für konservative Portfolios erhöhen.
Die aktuelle Phase prüft die Beständigkeit der ETF-Struktur. Eine Stabilisierung der US-Inflation könnte die Abwärtsspirale der Nettoabflüsse stoppen und die institutionelle Akzeptanz wieder stärken.
Quelle: Google News EN (Crypto)






