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Was ist Inflation?

Inflation einfach erklärt

finanzen-klassisch
Aktualisiert: 2026-02-26|3 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

Inflation bei Kryptowährungen bedeutet die programmierte Vermehrung von Coins durch Mining oder Staking, wodurch der Wert einzelner Token bei gleichbleibender Nachfrage sinkt.

Programmierte Vermehrung von Coins durch Mining oder Staking, die das Gesamtangebot erhöht.

Wie funktioniert Inflation bei Kryptowährungen?

Bei klassischen Währungen drucken Zentralbanken Geld. Bei Kryptos entsteht Inflation durch algorithmische Block-Rewards.

Miner oder Staker erhalten neue Coins als Belohnung für die Sicherung des Netzwerks. Diese programmierte Vermehrung steht im Code festgeschrieben.

Bei Bitcoin beträgt die aktuelle Inflationsrate nach dem Halving im April 2024 etwa 0,85 Prozent pro Jahr. Das ist deutlich weniger als bei fast allen Fiat-Währungen.

Ethereum verhält sich seit dem Merge oft deflationär, da das Protokoll durch EIP-1559 Gebühren verbrennt. Die Nettoemission schwankt zwischen minus 0,2 und plus 0,5 Prozent.

Der entscheidende Unterschied zum Euro: Bitcoin hat ein festes Maximum von 21 Millionen Coins. Das macht ihn langfristig knapp, während Fiat-Währungen theoretisch unendlich expandieren können.

Wichtig: Nicht alle Kryptowährungen schützen automatisch vor Inflation. Bitcoin unterscheidet sich durch sein festes Maximum von 21 Millionen Coins von inflationären Fiat-Währungen. Viele Altcoins haben jedoch unbegrenzte Emissionen.

Inflation in der Praxis

Ein konkretes Beispiel zeigt die Wirkung: Ein Anleger aus München kaufte im Januar 2023 für 10.000 Euro Bitcoin. Die deutsche Inflation lag damals bei 8,7 Prozent.

Während der Euro an Kaufkraft verlor, stieg der Bitcoin-Wert trotz eigener monetärer Inflation von damals 1,7 Prozent um über 150 Prozent. Das liegt am knappen Angebot und der steigenden institutionellen Nachfrage.

Wer bei Bitvavo oder Bitpanda investiert, sollte diesen Unterschied zwischen monetärer Expansion und Kursentwicklung verstehen. Nicht jede Inflation zerstört Werte.

Wenn die Nachfrage stärker steigt als das Angebot wächst, kann der Preis trotz steigender Coin-Menge steigen. Das gilt besonders für Assets mit festem Maximum wie Bitcoin.

Gut zu wissen: Ethereum kann durch EIP-1559 deflationär werden. Wenn mehr Gebühren verbrannt als neu ausgeschüttet werden, schrumpft die Gesamtmenge an ETH. Das passierte bereits in mehreren Monaten seit dem Merge.

Transparenz und Überprüfung

Im Gegensatz zu Zentralbanken lässt sich die Krypto-Inflation exakt berechnen. Jeder Block-Explorer zeigt die aktuelle Umlaufmenge und die Emissionsrate.

Plattformen wie Token Terminal oder Coinmetrics bieten Daten zu jährlichen Emissionsraten verschiedener Coins. Anleger sollten diese Kennzahlen vor einem Kauf prüfen.

Coins mit unbegrenztem Supply wie Dogecoin oder Ethereum vor dem Merge folgen anderen Regeln als Bitcoin. Die Inflation bleibt hier dauerhaft positiv.

Relevanz für DACH-Anleger

Die DACH-Region zeigt besonders hohe institutionelle Nachfrage nach Bitcoin als digitales Gold. Seit der Euro-Inflation 2022/2023 suchen Anleger nach festen Alternativen.

Schweizer Family Offices diversifizieren zunehmend mit Krypto gegen die Franken-Stärke. Österreichische Anleger nutzen Kryptos zusätzlich zum traditionellen Gold-Sparplan.

Stand April 2024 nähert sich die globale Inflation dem EZB-Ziel von 2 Prozent an. Bitcoin etabliert sich dabei als institutioneller Inflationsschutz.

Für das Steuerrecht in Deutschland gilt: Inflationsgewinne bei Kryptos unterliegen der Abgeltungssteuer, falls die Haltefrist von einem Jahr unterschritten wird. Nach einem Jahr sind Verkäufe steuerfrei.

Für Einsteiger bedeutet das: Kryptos können als Ergänzung zum Portfolio dienen, ersetzen aber keine sorgfältige Risikostreuung. Der Markt bleibt volatil.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Vorhersehbare monetäre Politik durch transparenten Code
  • +Bitcoin wird durch 21-Millionen-Maximum knapper
  • +Schutz vor willkürlicher Geldmengenausweitung durch Zentralbanken

Nachteile

  • -Hohe Volatilität trotz Inflationsschutz-Charakter
  • -Technische Komplexität bei der Berechnung von Nettoemissionen
  • -Regulatorische Unsicherheit in der DACH-Region

Fun Fact

Bitcoin wird erst nach 2140 wirklich deflationär, wenn alle 21 Millionen Coins gemined sind – bis dahin steigt die Menge jährlich leicht an.