WEMIX und Garden Finance meldeten am Wochenende Sicherheitsvorfälle. Insgesamt wurden über 1,1 Millionen USD in Stablecoins und Token entwendet. Die Vorfälle bestätigen einen Trend zu häufigeren, aber finanziell kleineren Angriffen.
Rekordhäufigkeit bei sinkenden Einzelverlusten
TRM Labs registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 207 Hacks. Diese Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie die 83 Vorfälle aus dem Vorjahr. Es handelt sich um die höchste Anzahl an Angriffen, die das Unternehmen je in einem sechsmonatigen Zeitraum erfasst hat.
Die finanziellen Verluste entwickelten sich laut TRM Labs gegensätzlich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 972 Millionen USD gestohlen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2025 lag die Summe der Verluste noch bei etwa 2,3 Milliarden USD.
Die Daten von TRM Labs zeigen eine klare Trennung zwischen Häufigkeit und Schwere der Angriffe. Während die Anzahl der Hacks steigt, konzentrieren sich die massiven Summen auf wenige Ziele. Als Beispiele für hochwertige Zielobjekte nennt das Unternehmen KelpDAO und Drift Protocol.
Die aktuelle Marktlage bleibt volatil. Während ETH mit 1.959,29 USD ein Plus von 4,40 % verzeichnet, bleibt BTC bei 65.130 USD. Diese Preisstabilität korreliert nicht mit der steigenden Anzahl an Sicherheitslücken in DeFi-Protokollen.
Details zu den aktuellen Exploits
WEMIX meldete am 26. Juli die Kompromittierung eines Smart Contracts. Angreifer gaben 5.225.525 WEMIX$ ohne Genehmigung aus. Diese wurden in 30.736 WEMIX und 724.198,27 USDC.e getauscht und über Bridges an Ethereum und BSC transferiert.
Die Plattform reagierte mit sofortigen Sperren. Alle Bridges zu WEMIX3.0, Chainlink CCIP und die PLAY Bridge wurden vorübergehend deaktiviert. Alle Bridges, die zu WEMIX3.0 verbunden sind oder davon ausgehen, wurden vorübergehend ausgesetzt, teilte die Plattform in einer Mitteilung mit.
Parallel dazu identifizierte Blockaid einen Exploit bei Garden Finance. Die Plattform nahm ihre App offline, nachdem 450.000 USDT auf Ethereum, Base, Arbitrum und BSC entwendet wurden. WEMIX forderte Stablecoin-Emittenten und Börsen auf, die Wallets der Angreifer einzufrieren.
Fazit: Fokus auf Wallet-Sicherheit
Die steigende Anzahl an Hacks erfordert eine strikte Trennung von Assets. Wer DeFi-Protokolle nutzt, sollte Gelder auf Hardware-Wallets lagern und nur notwendige Beträge in Smart Contracts hinterlegen. Die Deaktivierung von Bridges bei WEMIX zeigt, wie schnell Liquidität blockiert werden kann.
Prüfe deine Verbindungen zu Drittanbieter-Apps. Das Widerrufen von Token-Zulassungen über Tools wie Revoke.cash minimiert das Risiko bei Plattform-Exploits wie bei Garden Finance. Sicherheit geht vor kurzfristige Renditen in riskanten Altcoin-Projekten.
Quelle: BeInCrypto DE






