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William Mougayar verteidigt Ethereum Foundation

Der Blockchain-Forscher William Mougayar weist die Kritik an der Ethereum Foundation zurück und definiert die Rolle der Organisation als technischen.

Ethereum
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
William Mougayar verteidigt Ethereum Foundation

Die Ethereum Foundation (EF) steht massiv unter Druck der Krypto-Community. Während ETH am 24. Mai 2026 auf 2.119,92 USD steigt, rechtfertigt Forscher William Mougayar die Strategie der Organisation. Er betont die Trennung zwischen dem Asset, der Infrastruktur und der Non-Profit-Stiftung.

Rolle der Foundation als Protokoll-Steward

William Mougayar bezeichnet die Ethereum Foundation als reinen Protokoll-Verwalter. Er argumentiert, dass die Organisation nicht für das Marketing von ETH oder die Akquise von Institutionen zuständig sei. Die Stiftung solle die technische Entwicklung steuern und nicht als kommerzielle Engine fungieren.

Mougayar unterscheidet strikt zwischen drei Ebenen: dem Asset als Geld, der Infrastruktur als Shared Compute und der Foundation als Non-Profit. Diese Trennung verhindere falsche Erwartungen an die Kursentwicklung. Die Stiftung arbeite gezielt daran, ihre eigene Zentralität im Netzwerk zu reduzieren.

„Die Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die das Protokoll in Richtung Irrelevanz für seine eigenen Gründer steuert"

— William Mougayar, Blockchain-Investor und Autor

Damit meint er den Prozess der Dezentralisierung. Die EF finanziere Forschung, die sonst kaum Unterstützung durch andere Akteure finde.

Die Kritik an der EF resultiere laut Mougayar aus dem Wunsch der Community nach einer zentralen Führungsperson. Er vergleiche die Erwartung an die EF mit dem Wunsch, dass die IETF Super-Bowl-Werbung für das TCP/IP-Protokoll schalte. Die technische Härtung stehe über dem Preis.

Aktuell zeigt der Markt eine positive Dynamik mit ETH bei 2.119,92 USD und einem Plus von 4,53 Prozent. Dennoch liegt der Kurs deutlich unter dem Allzeithoch von 4.953 USD aus dem August letzten Jahres. Diese Diskrepanz befeuert die Unzufriedenheit vieler Anleger.

Transaktionen und Verkäufe an BitMine

Die Ethereum Foundation führte kürzlich umfangreiche Verkäufe durch. Insgesamt transferierte die EF rund 25.000 ETH an BitMine Immersion Technologies. In der letzten Transaktion wurden 10.000 ETH zu einem Durchschnittspreis von 2.292 USD verkauft, was einem Volumen von 22,9 Mio. USD entspricht.

Zuvor erfolgten Verkäufe von 5.000 ETH im März sowie weiteren 10.000 ETH in der Vorwoche. Insgesamt flossen der BitMine Immersion Technologies durch diese OTC-Geschäfte etwa 47 Mio. USD an Ether zu. Diese Bewegungen lösten in der Community Besorgnis über den Verkaufsdruck aus.

Parallel zu den Verkäufen reduzierte die EF ihre gestakten Bestände. Die Organisation unstakte 17.035 ETH im Wert von rund 40 Mio. USD. Zusätzlich wurden 21.270 Ether über die Plattform Lido im Wert von fast 50 Mio. USD aus dem Staking gelöst.

Diese Kapitalbewegungen stehen im Kontrast zur allgemeinen Marktlage. Während BTC bei 77.046 USD notiert und um 3,20 Prozent zulegte, bleibt die ETH-Performance volatil. Andere Assets wie SOL stiegen zeitgleich um 4,93 Prozent auf 86,27 USD.

Die Verkäufe der EF fallen in eine Zeit institutioneller Umschwünge. Die Harvard University stieß beispielsweise kürzlich ihre gesamten ETH-Positionen nach nur einem Quartal ab. Zudem meldete die Firma Syndicate Labs ihr Ende aufgrund eines schrumpfenden Rollup-Marktes.

Fazit: Fokus auf Technik statt Kurs

Für dich bedeutet das, dass die Ethereum Foundation ihre Prioritäten konsequent auf die technische Dezentralisierung setzt und nicht auf die Kursstützung. Die Verkäufe an BitMine und das Unstaking zeigen, dass die EF ihre Liquidität unabhängig vom Markttiming steuert.

Beobachte die fundamentale Entwicklung der Protokoll-Upgrades. Wenn die EF ihre Rolle als Steward erfolgreich beendet, wird die Kursentwicklung stärker von der tatsächlichen Nutzung der Infrastruktur als vom Handeln einer einzelnen Non-Profit-Organisation abhängen.

Quelle: Cointelegraph

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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