OTC: der Handel über den Tresen
Warum große Beträge direkt zwischen zwei Parteien statt über die Börse gehandelt werden, wie OTC-Desks hohe Slippage vermeiden und warum es für Privatanleger selten sinnvoll ist
Definition
OTC (Over the Counter) bezeichnet den direkten Handel zwischen zwei Parteien außerhalb einer öffentlichen Börse. Institutionelle Investoren und Wale nutzen OTC-Desks, um große Krypto-Positionen zu bewegen, ohne den Marktpreis zu beeinflussen.
OTC steht für „Over the Counter“ (über den Tresen) und bezeichnet den Handel, der direkt zwischen zwei Parteien stattfindet, abseits der öffentlichen Börse und ihres Orderbuchs. OTC-Handel wird vor allem für sehr große Beträge genutzt, weil ein solcher Trade an der normalen Börse den Kurs stark bewegen würde.
Warum es OTC-Handel gibt
Würde ein Wal Coins im Wert von vielen Millionen direkt über das Orderbuch verkaufen, würde der Preis durch die hohe Slippage einbrechen, schlecht für den Verkäufer und den ganzen Markt. Beim OTC-Handel wird stattdessen ein fester Preis für das gesamte Paket direkt mit einem Käufer (oft über einen spezialisierten OTC-Desk) ausgehandelt. So lassen sich große Mengen handeln, ohne den Markt zu erschüttern.
Vor- und Nachteile
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| kein Kurs-Impact bei großen Mengen | nur für große Beträge sinnvoll |
| fester Preis, planbar | Gegenpartei-Risiko |
| diskret, nicht öffentlich | weniger Transparenz |
OTC-Handel ist ein Thema für institutionelle Anleger und Wale, nicht für normale Privatanleger, für übliche Beträge ist die Börse günstiger und einfacher. Gut zu wissen ist das Konzept aber trotzdem: Es erklärt, warum große Transaktionen den sichtbaren Markt oft weniger bewegen, als man denken würde, vieles läuft diskret „über den Tresen“. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet OTC?
OTC steht für „Over the Counter“ und bezeichnet den Handel direkt zwischen zwei Parteien, abseits der öffentlichen Börse und ihres Orderbuchs. OTC-Handel wird vor allem für sehr große Beträge genutzt, weil ein solcher Trade an der normalen Börse den Kurs stark bewegen würde.
Warum handeln Wale OTC?
Weil ein Verkauf von Coins im Wert vieler Millionen über das normale Orderbuch durch hohe Slippage den Preis einbrechen lassen würde. Beim OTC-Handel wird stattdessen ein fester Preis für das gesamte Paket direkt mit einem Käufer ausgehandelt, oft über einen OTC-Desk. So lassen sich große Mengen handeln, ohne den Markt zu erschüttern.
Ist OTC-Handel für Privatanleger sinnvoll?
In der Regel nicht. OTC-Handel lohnt sich nur für sehr große Beträge, für übliche Summen ist die normale Börse günstiger, einfacher und transparenter. Zudem birgt OTC ein Gegenpartei-Risiko. Für Privatanleger ist das Konzept vor allem als Hintergrundwissen interessant, nicht als praktischer Handelsweg.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
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