Leute, es passiert! BlackRock plant, innerhalb der nächsten drei bis zwölf Monate seine ETFs zu tokenisieren.
Über 5.000.000.000.000 Dollar. So viel Vermögen inzwischen in diesen hunderten von iShares-ETFs.
Was passiert, wenn diese Produktwelt endlich in digitale Wallets kommt? Welche Kryptowährung könnte davon profitieren – ETH, SOL, XRP oder ein ganz anderer Coin?
Will BlackRock wirklich alle ETFs tokenisieren?
Also, am 10. Februar 2026 tritt BlackRock-Finanzchef Martin Small bei einer Konferenz der Bank of America auf. Und als man ihn fragt, was denn jetzt konkret aus der Tokenisierungs-Sache geworden ist, die Larry Fink ständig ankündigt, meint er: jo.
„Ich kann nicht sagen, ob es in 90 Tagen oder in 12 Monaten passiert.“
Okay, aber es passiert, oder? Vielleicht wird nicht alles sofort passieren – mal schnell alles zu tokenisieren ist ja auch nicht so einfach, wie wenn du sagst: Heute abonniere ich wirklich MissCrypto auf YouTube und like ihre Videos! Im Ernst, mach das! :)
Aber Fakt ist: Die Pläne sind real. Und die ETFs von BlackRock sind ja nur ein Teil. Im Q2-Call meinte Small sinngemäß, dass sie neben ETFs auch Treasury-Fonds und später Private Markets tokenisieren möchten.
„Wir verfügen über ein umfassendes Ökosystem an Produkten, die im Laufe der Zeit tokenisiert werden könnten.“
BlackRock spricht mit der SEC darüber, wie tokenisierte ETFs funktionieren könnten. Und da gibt es schon einiges, was man besprechen muss, denn so etwas ist absolutes Neuland.
Was passiert bei einem tokenisierten ETF tatsächlich?
Nehmen wir einen breiten iShares-ETF auf den S&P 500 mit über 500 US-Aktien und fast 890 Mrd. Dollar an Vermögen. Und BlackRock tokenisiert den jetzt. Dann landen keine einzelnen Token von Apple, Microsoft und Nvidia auf der Blockchain, sondern – so denke ich – zunächst einfach der Anteil am ETF.
Als BlackRock sich mit der SEC zusammengesetzt hat, waren genau solche Fragen Thema:
Wie können wir ETF-Anteile so ausgeben und zurücknehmen, dass das regulatorisch funktioniert? Und wie bekommen wir es hin, dass der Börsenkurs des ETFs nah am Wert seiner Vermögenswerte bleibt, wenn der Anteil tokenisiert gehandelt wird? Das ist der sogenannte Arbitrage-Mechanismus.
Bei klassischen ETFs gibt es dafür feste Mechanismen: Große Finanzhäuser wie J.P. Morgan oder Goldman Sachs können als sogenannte Authorized Participants (autorisierte Teilnehmer) dafür sorgen, dass große Pakete neuer ETF-Anteile geschaffen oder wieder an den Fonds zurückgegeben werden. Market Maker wie Jane Street oder Citadel stellen gleichzeitig Kauf- und Verkaufskurse. Bei einem großen S&P-500-ETF sind also mehrere große Finanzhäuser am Werkeln.
Wenn BlackRock dieses Modell in die Token-Welt überträgt, bleibt der tokenisierte ETF-Anteil auch weiterhin ein Wertpapier. Bei einer möglichen Form, die die SEC unterscheidet, werden Eigentümer und ihre Rechte weiterhin offiziell erfasst. Die Blockchain verändert „nur“ die technische Darstellung und Übertragung des ETF-Anteils.
Versteht ihr, warum BlackRock damit so lange herummacht?
Weil BlackRock nicht einfach den S&P-500-ETF als Token auf Ethereum legen und sagen kann: fertig. Die brauchen genug Leute, die bei der digitalen Sache mit Wallets und Blockchain-Plattformen mitmachen. Wenn wichtige Market Maker oder Authorized Participants nicht mitmachen, weil sie das nämlich nicht zwingend müssen, könnte BlackRock Probleme bekommen, damit der tokenisierte ETF liquide bleibt.
Du als Anleger hast nichts davon, wenn dein tokenisierter ETF im Wallet für 800 Dollar gehandelt wird, die Aktien dahinter aber nur 770 Dollar je Anteil wert sind. Dann zahlst du im Zweifel 30 Dollar mehr, als der Fonds eigentlich wert ist. Dieser Arbitrage-Mechanismus darf bei der Tokenisierung nicht kaputtgehen!
Aber warum tun die sich dann den Stress an?
Warum will BlackRock seine ETFs überhaupt tokenisieren?
Weil es um Macht geht und um die zukünftigen Wege, eine neue Generation von Investoren zu erreichen.
Digitale Wallets sind DER neue Vertriebskanal, den selbst der größte Vermögensverwalter der Welt mit über 15 Billionen Dollar nur teilweise erreicht!
„Wenn ich an Kryptowährungen und digitale Wallets im Wert von über 2 Billionen US-Dollar denke und an weitere 300 Milliarden US-Dollar an Stablecoins, die stetig wachsen, dann sind das alles potenzielle neue Investoren für iShares.“
Leute, hört ihr zwischen den Zeilen, wie das BlackRock schmeckt?
Stell dir vor, du willst in iShares-Produkte investieren, hast aber nur ein digitales Wallet:
Ein bisschen Bitcoin, bisschen XRP, ein Bored-Ape-Affen-NFT und noch ein paar Stablecoins. Und du willst in ETFs investieren, aber dafür müsstest du dein Kryptozeug zu einem Broker bewegen und erst mal in Euro oder so was umtauschen, damit du dann einen ETF kaufen kannst.
Und jetzt sagt BlackRock dann:
Nee, musst du nicht mehr machen. Lass deine Bitcoin in Ruhe und tausch halt von deinen 5.000 USDC Stablecoins 4.000 langfristig in Aktien und Anleihen um. Einfach direkt über dein Wallet – swap deine USDC in ein paar iShares-ETFs.
Deswegen wird Tokenisierung so krass sein, weil egal welche Anlageklasse digital auf einer neuen gemeinsamen Ebene – auf der Blockchain – abgebildet werden kann. Das meinte Larry Fink schon seit Jahren, als er sagte: Tokenisierung ist die Zukunft.
Allein in BlackRocks iShares-Produkten steckt fast doppelt so viel Vermögen wie aktuell im gesamten Kryptomarkt.
Klartext: Nein, nicht alle 5 Billionen Dollar werden sofort auf Blockchains liegen.
Aber wenn auch nur ein Teil dieser ETFs tokenisiert wird, sprechen wir irgendwann nicht mehr über eine winzige RWA-Krypto-Nische. Aktuell liegen dort nämlich gerade mal reale Vermögenswerte im Wert von rund 38 Milliarden US-Dollar. Der tokenisierte BlackRock-Fonds BUIDL kommt auf rund 2,8 Milliarden Dollar.
Welche Coins könnten sich am Ende also den größten Teil dieses Marktes sichern?
Welche Coins könnten von BlackRocks Tokenisierung profitieren?
Na ja, wer sichert sich den Markt denn bisher?
BUIDL ist momentan schon auf neun Netzwerken verfügbar: Solana, Ethereum, Avalanche, Aptos, BNB Chain, Optimism, Tempo, Arbitrum und Polygon. Wormhole verbindet diese einzelnen Blockchain-Versionen miteinander.
Aber BUIDL war ja „nur“ der Testballon. Mittlerweile gibt es weitere tokenisierte BlackRock-Fonds, die sich je nach Zielgruppe und Zweck unterscheiden.
Dieses Jahr hat BlackRock zum Beispiel erstmals europäische ICS-Fonds an die Blockchain-Welt angebunden, die zusammen rund 311 Milliarden Dollar verwalten. Die Token werden über die Kinexys-Infrastruktur von J.P. Morgan auf Ethereum erzeugt.
Ethereum hat bei BlackRocks bisherigen Aktivitäten den derzeit stärksten belegbaren Anwendungsfall und auch beim Marktanteil die Nase vorn. Solana oder auch Avalanche holen aber speziell bei BlackRock als Anbieter auf. Polygon oder Aptos würde ich eine Stufe darunter einordnen.
Ich meine: Auf dem XRPL ist bisher noch kein BlackRock-Produkt tokenisiert. Securitize, die Technologieplattform, mit der BlackRock zusammenarbeitet, hat allerdings eine Funktion integriert, über die BUIDL-Anteile gegen Ripples Stablecoin RLUSD getauscht werden können. Es gibt also eine erste Verbindung zum Ripple-Ökosystem. BUIDL selbst läuft auf dem XRPL aber bisher nicht und alles Weitere wäre Spekulation.
Auch Stellar XLM hat noch nichts direkt mit BlackRock am Hut, spielt aber auf Platz 4 im gesamten Tokenisierungsmarkt eine wichtige Rolle – mit über 3,3 Milliarden Dollar RWA, kurz hinter Solana.
Auch Chainlink ist im Bereich Tokenisierung super relevant, quasi DER Oracle-Anbieter. Aber bei BUIDL hat Securitize RedStone als Oracle-Anbieter ausgewählt.
BlackRock verfolgt eine Multichain-Strategie und ich denke, wenn BlackRock skaliert, werden viele weitere ETF-Anbieter nachziehen und ihre Assets auf mehreren Blockchain-Netzwerken abbilden.
Fazit: Wie kannst du von tokenisierten Finanzen profitieren?
Tokenisierte Finanzen sind das neue große Tokenisierungs-Thema und werden endlich Mainstream.
Wenn du von diesem Trend profitieren möchtest, hast du meiner Meinung nach aktuell zwei Möglichkeiten: Entweder über ein direktes Investment in Kryptowährungen, die damit direkt oder indirekt zu tun haben.
Die kannst du dir jetzt über meinen Partner Bitvavo* ganz einfach und in nur wenigen Minuten ins Portfolio holen. Durch den Willkommens-Bonus bekommst du gleich etwas Startkapital für deinen ersten Kauf. 🛍️
Nur an der Stelle: Auch wenn diese Netzwerke real genutzt werden, können wir nicht sicher sagen, wie sehr sich zum Beispiel mehr Aktivität auf Ethereum, Solana und Co. auf den Kurs auswirkt.
Mehr Aktivität auf Ethereum kann grundsätzlich zusätzliche ETH-Nachfrage erzeugen, weil ETH für Transaktionsgebühren benötigt wird und das Proof-of-Stake-Netzwerk wirtschaftlich absichert.
Institutionelle Fondsbewegungen können hohe Werte bewegen und trotzdem vergleichsweise wenige Blockchain-Transaktionen erzeugen. Nur sehe ich es so, dass es wirklich neuartig wird, wenn BlackRock mit seinen traditionellen Produkten plötzlich in Krypto „online ist“ und ETF-Anleger vielleicht auch den ein oder anderen Coin ins Portfolio holen und dApps nutzen. Da sehe ich persönlich den wirklichen Nachfragetreiber für uns!
Die zweite Option: Solange die ETFs von BlackRock noch nicht tokenisiert sind, kannst du bei Kraken* xStocks zum Beispiel schon heute tokenisierte Aktien und ETFs handeln.
Du könntest dir etwa Tesla als TSLAx-Token kaufen, der den Tesla-Kurs abbildet. Du kannst diesen Token anschließend sogar auf dein eigenes Solana-Wallet, zum Beispiel Phantom, übertragen – etwas, das klassische Broker so nicht bieten.
Die xStocks werden von Backed Assets herausgegeben und sind jeweils 1:1 durch die entsprechende Aktie oder den ETF besichert. Da steckt also ein Drittanbieter dazwischen, der den echten ETF kauft und dagegen einen eigenen Token herausgibt.
Mehr Infos zur Tokenisierung und dazu, wie sich die verschiedenen Formen im Detail unterscheiden, findest du auf MissCrypto.de/tokenisierung.
Die aktuelle ETF-Diskussion ist also kein neues Narrativ. Neu ist, wie konkret BlackRock inzwischen an der Umsetzung arbeitet. Vielleicht sehen wir noch dieses Jahr oder 2027 die ersten tokenisierten BlackRock-ETFs!
Dann könnten ähnlich wie bei den Bitcoin-ETFs erst einmal die ersten interessierten Anleger reinkommen und irgendwann vielleicht immer größere Teile dieser 5-Billionen-Dollar-iShares-Welt auf Blockchain-Schienen landen.
Wird das der neue Schub für eine Altcoin-Rallye? Oh, wenn ja, dann hoffe ich, dass wir darauf vorbereitet sind. :)






