Tangem gewinnt dieses Duell, und zwar bei den Punkten, die die meisten Käufer betreffen: Preis, Coin-Auswahl, Einrichtungszeit und quelloffene Software. ELLIPAL gewinnt dort, wo es zählt, wenn man sein Sicherheitsmodell ernst nimmt: bei der Frage, welches Gerät deinen privaten Schlüssel erzeugt. Wer diesen Punkt höher gewichtet als zwanzig Euro Aufpreis, liegt bei ELLIPAL richtig.
Warum ELLIPAL vs. Tangem?
Auf den ersten Blick sind die ELLIPAL X Card und die Tangem Wallet dasselbe Produkt: eine schwarze Karte im Kreditkartenformat, die du ans Smartphone hältst, um Transaktionen freizugeben. Kein Kabel, kein Akku, kein Bildschirm. Beide verbauen einen Sicherheitschip nach CC EAL6+, derselben Zertifizierungsstufe, die in Reisepässen steckt.
Der Unterschied liegt in dem Moment, in dem dein privater Schlüssel entsteht. Bei Tangem erledigt das die App auf deinem Handy. Bei ELLIPAL übernimmt es der X Card Starter, ein kleines Gerät mit Display und vier Tasten, das weder Funk noch einen Datenanschluss besitzt. Wir haben beide Karten selbst eingerichtet und zeigen, was dieser Unterschied im Alltag bedeutet und wo Tangem dafür klar vorne liegt.
Auf einen Blick
Die Eckdaten liegen eng beieinander. Achte auf die dritte Zeile, dort liegt der eigentliche Unterschied zwischen den beiden.
Feature-Vergleich im Detail
ELLIPAL punktet bei der Schlüsselerzeugung und beim Ausbaupfad, Tangem bei Preis, Coin-Auswahl, Offenheit und Geschwindigkeit.
Bewertung nach Kategorie
Detailvergleich: Wo liegen die Unterschiede?
Wo der Schlüssel entsteht
Das ist der Punkt, an dem sich die beiden Karten wirklich unterscheiden. Bei Tangem erzeugt die App auf deinem Smartphone den Schlüssel und schreibt ihn in den Kartenchip. Das ist bequem und in drei Minuten erledigt, bedeutet aber: Dein Handy war in diesem Moment beteiligt. Bei ELLIPAL steckst du die Karte in den X Card Starter, ein Gerät ohne Bluetooth, ohne WLAN und ohne Datenanschluss, dessen Ladeport nur Strom führt. Der Schlüssel entsteht dort und wandert direkt in den Chip, das Smartphone sieht ihn nie.
Wie viel einem das wert ist, hängt vom eigenen Sicherheitsmodell ab. Wer davon ausgeht, dass sein Handy sauber ist, wird den Unterschied kaum spüren. Wer die Schlüsselerzeugung grundsätzlich von einem vernetzten Gerät trennen will, findet hier genau das Argument, das Tangem nicht liefern kann.
Backup: Karten oder Wörter
Hier gehen die Philosophien bewusst auseinander. Tangem verzichtet auf die Seed Phrase und klont den Schlüssel stattdessen auf die beiliegenden Backup-Karten. Du musst nichts aufschreiben und nichts verstecken, dafür bist du an Tangem-Karten gebunden: Ohne sie kommst du nicht an dein Guthaben. ELLIPAL zeigt dir eine klassische Seed Phrase mit 12, 18 oder 24 Wörtern nach dem Standard BIP39, genau einmal auf dem Display des Starters. Wer sie nicht notiert, hat keinen zweiten Versuch. Dafür funktionieren diese Wörter auch in einer Wallet eines anderen Herstellers.
Für Einsteiger ist der Tangem-Weg der sicherere, weil die häufigste Ursache für verlorene Coins die schlecht verwahrte Seed Phrase ist. Für alle, die Herstellerunabhängigkeit wollen, ist der ELLIPAL-Weg der richtige.
Offenheit und Nachprüfbarkeit
Beide Karten tragen einen Chip nach CC EAL6+, bei der Software endet die Gleichheit. Die Tangem-App ist quelloffen, jeder kann den Code lesen und prüfen, was dort passiert. Bei ELLIPAL ist die Firmware geschlossen, du kannst sie weder einsehen noch selbst kompilieren und mit dem Auslieferungsstand vergleichen. Ein öffentlich einsehbares Audit der Serienhardware legt ELLIPAL ebenfalls nicht vor.
Das ist die andere Seite der Medaille: ELLIPAL trennt zwar die Schlüsselerzeugung sauberer vom Handy, verlangt für den Rest aber Vertrauen in den Hersteller. Tangem macht es umgekehrt.
Coins, Preis und Alltag
Tangem liegt hier vorne: über 14.100 Token auf mehr als 90 Blockchains gegenüber 10.000 Token auf 45 Blockchains bei ELLIPAL, dazu der günstigere Preis und zwei Karten im Set statt einer. Die Einrichtung dauert rund drei Minuten, bei ELLIPAL eher zehn bis fünfzehn. ELLIPAL hält mit Staking für sechs Netzwerke und dApp-Zugriff über WalletConnect dagegen, was Tangem mit integrierter DEX und Multi-Accounts ebenfalls bietet.
Ein gemeinsamer Schwachpunkt bleibt: Keine der beiden Karten hat ein Display. Was du freigibst, liest du auf dem Handy ab.
Der Weg nach oben
Wenn der Bestand wächst, stellt sich die Frage nach einem Gerät mit eigenem Bildschirm. Bei ELLIPAL heißt die Antwort Titan 2.0: 169 Euro, 4-Zoll-Touchscreen, komplett air-gapped ohne USB-Daten, Bluetooth und WLAN. Beide Geräte laufen in derselben App nebeneinander als getrennte Offline-Wallets, der Bestand liegt auf dem Titan, die Karte begleitet dich unterwegs. Bei Tangem gibt es neben Karten nur den Ring, ebenfalls ohne Display. Wer dort aufrüsten will, wechselt den Hersteller.
Vor- und Nachteile
- Schlüssel entsteht offline auf dem mitgelieferten X Card Starter
- CC EAL6+ Secure Chip, 1,2 mm dünne Karte fürs Portemonnaie
- Seed Phrase nach BIP39, nicht an den Hersteller gebunden
- Aufrüstweg zum Titan 2.0 mit eigenem Display in derselben App
- Endpreis inklusive Zoll und Einfuhrumsatzsteuer
- Firmware nicht quelloffen, kein öffentlich einsehbares Audit
- Teurer als Tangem und nur eine Karte im Paket
- Einrichtung dauert länger, Seed Phrase muss notiert werden
- Hersteller sitzt in Hongkong, keine EU-Niederlassung
- Günstiger Einstieg, zwei Karten statt einer im Set
- Quelloffene App, CC EAL6+ Secure Chip
- In rund drei Minuten eingerichtet, ohne Seed-Phrase-Handhabung
- 14.100+ Token auf 90+ Blockchains, mehr als ELLIPAL
- Multi-Accounts, Staking und integrierte DEX in der App
- Der Schlüssel entsteht in der Handy-App, nicht auf einem getrennten Gerät
- Ohne Seed Phrase bist du an Tangem-Karten gebunden
- Kein Modell mit eigenem Display im Sortiment
- Karten verloren heißt Wallet verloren, Backup-Karten sind Pflicht
Für wen ist welcher Anbieter besser?
ELLIPAL ist ideal für:
- Sicherheitsbewusste: Der Schlüssel entsteht auf einem Gerät ohne Funk und ohne Datenanschluss, nicht in einer Handy-App.
- Standard-Treue: Klassische Seed Phrase nach BIP39, die auch in Wallets anderer Hersteller funktioniert.
- Wer aufrüsten will: Der Titan 2.0 mit 4-Zoll-Touchscreen läuft in derselben App als zweites Offline-Wallet.
- Air-Gap-Interessierte: ELLIPAL baut die konsequenteste Funkstille im Vergleichsfeld.
- Preis-Transparenz: Zoll und Steuern sind im Endpreis enthalten, an der Haustür kommt nichts obendrauf.
Tangem ist ideal für:
- Einsteiger: Karte ans Handy halten, App öffnen, in rund drei Minuten steht das Wallet.
- Wer nichts aufschreiben will: Statt Seed Phrase klont Tangem den Schlüssel auf Backup-Karten.
- Open-Source-Fans: Die App ist quelloffen und damit prüfbar, die Karte trägt einen CC EAL6+ Chip.
- Multi-Coin-Nutzer: Über 14.100 Token auf mehr als 90 Blockchains, mehr als ELLIPAL abdeckt.
- Preisbewusste: Günstigster Einstieg im Vergleich, und das Set enthält zwei Karten.
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Unser Fazit: ELLIPAL oder Tangem?
ELLIPAL ist die Wahl für alle, die den Schlüssel nicht in einer Handy-App entstehen lassen wollen. Der X Card Starter liegt bei, die Seed Phrase folgt dem Standard BIP39, und mit dem Titan 2.0 steht ein Gerät mit Display bereit, falls der Bestand wächst. Zum ELLIPAL Test.
Tangem ist die bessere erste Hardware Wallet: günstiger, schneller eingerichtet, mit quelloffener App, mehr Coins und zwei Karten im Set. Wer heute anfängt und es unkompliziert will, fährt damit am besten. Zum Tangem Test.
NFC-Karte mit CC EAL6+ Chip, deren Schlüssel auf einem Gerät ohne Funk entsteht. 10 Prozent mit MISSCRYPTO10.
ELLIPAL ausprobieren14.100+ Token, quelloffene App, CC EAL6+ Chip. Die schnellste Einrichtung im Kartenformat.
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ELLIPAL oder Tangem, welche Karten-Wallet ist besser?
▾Was kostet der Unterschied?
▾Wie funktioniert das Backup bei beiden Karten?
▾Sind ELLIPAL und Tangem Open Source?
▾Welche Wallet unterstützt mehr Coins?
▾Brauche ich bei beiden ein Smartphone?
▾Haben die Karten ein Display?
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Steffi ist promovierte Medizinerin (Dr. med.) und seit 2021 selbst in Bitcoin, XRP und Ethereum investiert. Mit MissCrypto erreicht sie über 110.000 Menschen, gewann 2025 den BTC-ECHO Award als „Best Educator of Crypto“ und wurde 2026 in die Top 100 Krypto-Journalisten Europas aufgenommen. Ihr Buch „Der Krypto Kompass“ erschien 2025.
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