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Chainlink LogoChainlink (LINK) Prognose 2026 bis 2040

Drei Szenarien mit Kurszielen bis 2040 und einem interaktiven Investment-Rechner. Keine Wunschzahlen, sondern nachvollziehbar hergeleitet aus Nachfrage und frei handelbarer Menge, gekoppelt an reale Treiber. Aktueller Kurs: 7,42 €.

Szenarien bis 2040Investment-RechnerNachfrage + AngebotATH ~52 $ (2021)
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Drei Kurs-Szenarien bis 2040

Niemand kennt den künftigen LINK-Kurs, und wer dir eine exakte Zahl verspricht, rät. Wir leiten die Kursziele nachvollziehbar her, aus zwei Kräften: dem Wert, den Chainlink absichert (Nachfrage), und der frei handelbaren Menge an LINK, die durch Staking und Verwahrung immer knapper wird (Angebot). Die volle Herleitung steht im Abschnitt darunter. Durchgezogen bis 2030, gestrichelt der Langfrist-Ausblick bis 2040. Die 2040-Werte tragen ein Plus, weil sie vorsichtige Untergrenzen unter diesen Annahmen sind, keine Obergrenze. Wähle unten das Szenario, das du für am wahrscheinlichsten hältst, der Verlauf wird im Chart hervorgehoben.

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80
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240
320
Langfrist-Ausblick
7,42
Heute
2026
2027
2028
2030
2035
2040
Bärisch · 2040: 18,00 € +
Moderat · 2040: 85,00 € +
Bullisch · 2040: 300,00 € +
Der Kern in einem Satz: Chainlinks Technologie ist stark. Die entscheidende Frage ist, ob dieser Erfolg über Economics 2.0 auch beim LINK-Token ankommt. Daran hängt jede seriöse Prognose.

Investment-Rechner

Gib einen Betrag oder eine LINK-Menge ein und wähle einen Zeitpunkt. Der Rechner zeigt, was daraus in jedem Szenario würde, auf Basis der hergeleiteten Kursziele.

EUR
LINK
Bärisch 2030
94 €
-6 %
Moderat 2030
270 €
+170 %
Bullisch 2030
607 €
+507 %

Modellrechnung auf Basis der Szenario-Kursziele (hergeleitet aus Nachfrage und frei handelbarer Menge, siehe Herleitung). Keine Vorhersage, keine Anlageberatung.

Wie diese Kursziele zustande kommen

Marktkapitalisierung geteilt durch die Coin-Menge ist die vereinfachte Variante, einen möglichen Preis zu schätzen. Bei Krypto greift sie aber zu kurz, denn anders als bei Aktien sind nie alle Coins wirklich im freien Handel. Wir rechnen deshalb mit zwei Kräften: der Nachfrage (wie viel Wert Chainlink absichert und ob er im Token ankommt) und dem Angebot (wie viele LINK überhaupt frei handelbar sind). Der Kurs ist der begründete Netzwerkwert geteilt durch die frei handelbare Menge, nicht durch die volle Milliarde.

Die Nachfrage: Wie viel Wert hängt an Chainlink?

Chainlink verdient nicht an einer App, sondern als Infrastruktur unter vielen. Der Netzwerkwert leitet sich davon ab, wie viel Wert über Chainlink abgesichert wird: DeFi-Kredite, tokenisierte Realwerte (RWA) und institutionelle Abwicklung über CCIP. Je mehr davon, desto grösser die fundamentale Nachfrage. Wie gross dieser Markt ist, ordnen wir auf der Seite Markt & Potenzial ein.

Der entscheidende Hebel ist der Value Capture: Kommt diese Nutzung über Economics 2.0 und Payment Abstraction tatsächlich als Nachfrage beim LINK-Token an? Genau hier trennen sich die Szenarien. Scheitert der Value Capture, bleibt LINK trotz Adoption schwach (Bär). Greift er voll, zieht reale Nutzung den Token direkt mit (Bull). Warum das die grösste offene Frage ist, erklären wir in den LINK Tokenomics.

Das Angebot: Warum nie 1 Milliarde LINK frei handelbar sind

Genauso entscheidend ist die Angebots-Seite. Die tatsächlich handelbare Menge LINK ist deutlich kleiner als die Umlaufmenge, weil ein grosser Teil dauerhaft gebunden ist:

Wo LINK gebunden wird und dem Markt fehlt

  • Staking: LINK wird als Sicherheit hinterlegt, um das Netzwerk abzusichern. Je mehr Wert Chainlink schützt, desto mehr LINK muss gebunden sein. Details im Staking-Guide.
  • Verlorene Coins: vergessene Keys, kaputte Wallets, Todesfälle ohne Erben. Über 15+ Jahre summieren sich mehrere Prozent, die für immer weg sind.
  • ETFs, Institutionen, Treasuries: Spot-ETFs und Firmen halten LINK langfristig in Custody, nicht zum Traden.
  • Börsen-Liquidität: Börsen müssen selbst LINK vorhalten, um den Handel und das Market-Making überhaupt anbieten zu können.
  • Langzeit-HODL: Bestände auf Hardware-Wallets, die über Jahre nicht bewegt werden.

Nach allen Abzügen bleiben von 1 Milliarde realistisch nur rund 55 bis 60 Prozent frei handelbar. Und diese Menge ist nicht fix, sie hängt am Szenario. Wird Staking zu einer nachhaltigen Einnahmequelle mit echten, verlässlichen Erträgen, nutzen es viel mehr Menschen. Dann können 30 bis 50 Prozent aller LINK gebunden werden und die frei handelbare Menge bricht ein, genau in der Phase, in der die Nachfrage am höchsten ist. Das ist ein selbstverstärkender Effekt: die Rendite bindet Coins, Knappheit treibt den Preis, ein höherer Preis macht die Rendite in Euro noch attraktiver, und noch mehr Coins werden gebunden.

Beispiel Bullisch 2040: Wir unterstellen einen Netzwerkwert von rund 135 Mrd. Euro (Chainlink wird zur Abwicklungsschicht für tokenisierte Werte, RWA-Durchbruch). Teilt man das nicht durch 1 Milliarde, sondern durch die dann nur noch rund 450 Mio. frei handelbaren LINK (Staking bindet 30 bis 40 Prozent), ergibt das rund 300 Euro. Zum Vergleich: Beim Allzeithoch 2021 lag der Netzwerkwert bei rund 20 Mrd. Euro.

Ehrlich dazu: die Gegenseite

LINK ist nicht von Natur aus knapp. Bis zur Obergrenze von 1 Milliarde kommen noch neue Token dazu, diese Verwässerung ist real und in den Szenarien berücksichtigt. Die frei handelbare Menge schrumpft also nur dann so stark, wenn die Bindung (vor allem Staking) die Ausgabe neuer Token überholt, und das ist im bullischen Fall eine Annahme, keine Garantie. Bleibt der Value Capture aus, bleibt auch das Staking unattraktiv, die frei handelbare Menge gross und der Kurs gedämpft. Deshalb steht der bärische Fall gleichberechtigt daneben.

Was nicht eingerechnet ist

Die Inflation. Die Werte sind in heutiger Kaufkraft gerechnet, bei rund 2,5 Prozent pro Jahr kommen bis 2040 nominal etwa 45 Prozent oben drauf. Und alles, was wir heute nicht kennen: neue Anwendungen, Regulierung, Marktbewegungen. Die 2040-Werte tragen deshalb ein Plus-Zeichen, sie markieren eine vorsichtige Untergrenze unter diesen Annahmen, nicht die Obergrenze.

Die vier Treiber hinter dem Kurs

Krypto-Marktlage

Wie der Gesamtmarkt läuft, bestimmt kurzfristig fast alles. Ein Bärenmarkt zieht auch starke Projekte nach unten.

Adoption (CCIP & RWA)

Je mehr Cross-Chain-Volumen und tokenisierte Werte über Chainlink laufen, desto grösser die fundamentale Nachfrage.

Value Capture

Der entscheidende Hebel: Kommt der Wert der Nutzung über Economics 2.0 tatsächlich beim LINK-Token an?

Wettbewerb

Andere Orakel- und Cross-Chain-Anbieter kämpfen um denselben Markt. Der Vorsprung ist gross, aber kein Selbstläufer.

Ehrliche Einordnung

Unser Fazit: Chainlink gehört fundamental zu den stärksten Projekten im Markt. Die grösste Unbekannte ist nicht die Technologie, sondern der Value Capture. Wer investiert, sollte an diese Verbindung glauben, nicht nur an die Adoption, und nur Geld einsetzen, dessen Verlust er verkraften kann.
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Dr. Stephanie Morgenroth
Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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