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Girokonto und Krypto: SEPA, Wallet-Vergleich, Sicherung

Warum Krypto-Anleger ein Girokonto brauchen, wie es sich von der Wallet unterscheidet und was die Einlagensicherung wirklich abdeckt

GrundlagenEinsteiger3 Min. Lesezeit

Definition

Ein Girokonto ist ein Bankkonto für den täglichen Zahlungsverkehr mit Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Für Krypto-Anleger ist es die Brücke zwischen Fiat und Krypto: Fast jede Ein- und Auszahlung bei einer Börse läuft per SEPA-Überweisung über das Girokonto. Anders als Krypto-Guthaben ist es bis 100.000 Euro einlagengesichert.

Ein Girokonto ist ein Bankkonto für den täglichen Zahlungsverkehr: Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Daueraufträge laufen darüber. Für Krypto-Anleger ist es die zentrale Brücke zwischen klassischem Geld (Fiat) und der Kryptowelt, denn fast jede Ein- und Auszahlung bei einer Börse läuft per SEPA-Überweisung über ein Girokonto.

Wozu du als Krypto-Anleger ein Girokonto brauchst

Um bei einer Krypto-Börse Geld einzuzahlen, überweist du Euro von deinem Girokonto. Beim Verkauf landet der Erlös denselben Weg wieder dort. Seriöse Börsen verlangen aus Gründen der Geldwäscheprävention, dass das Konto auf deinen eigenen Namen läuft und verifiziert ist, eine Einzahlung von einem fremden Konto wird in der Regel abgelehnt. Das Girokonto ist damit das Tor, durch das dein Geld in den Krypto-Markt und wieder hinaus fließt.

Girokonto vs. Krypto-Wallet

MerkmalGirokontoKrypto-Wallet
Verwahrerdie Bankdu selbst (bei Self-Custody)
InhaltEuro (Fiat)Kryptowährungen
Einlagensicherungbis 100.000 € gesetzlichkeine
ZugriffBank kann sperren/pfändennur du (mit Private Key)

Der zentrale Unterschied: Beim Girokonto verwahrt die Bank dein Geld und haftet im Rahmen der Einlagensicherung. Bei einer selbstverwahrten Wallet bist du allein verantwortlich, dafür hat niemand sonst Zugriff. Stablecoins wie USDC nehmen eine Zwischenrolle ein: digitaler Euro- oder Dollar-Ersatz, aber ohne gesetzliche Einlagensicherung.

Worauf du bei der Bankwahl achten solltest

Nicht jede Bank ist krypto-freundlich. Einige Institute blockieren oder verzögern Überweisungen an bekannte Krypto-Börsen oder kündigen im Extremfall das Konto. Neobanken und spezialisierte Anbieter sind hier meist unkomplizierter. Achte außerdem darauf, dass der Kontoinhaber exakt mit deinem Börsen-Account übereinstimmt, sonst scheitern Ein- und Auszahlungen an der Verifizierung.

Einlagensicherung: Was geschützt ist und was nicht

Guthaben auf deinem Girokonto ist in der EU gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Wichtig: Sobald du Euro in Kryptowährungen tauschst, greift diese Sicherung nicht mehr. Krypto-Guthaben auf einer Börse oder in einer Wallet ist nicht einlagengesichert. Deshalb gilt die Faustregel, größere Krypto-Bestände nicht dauerhaft auf der Börse liegen zu lassen.

Steffis Tipp

Nutze für deine Krypto-Aktivitäten am besten ein Girokonto bei einer krypto-freundlichen Bank, damit Überweisungen an Börsen nicht blockiert werden. Und mach dir den Unterschied bewusst: Dein Euro-Guthaben auf dem Girokonto ist bis 100.000 Euro geschützt, deine Coins auf der Börse sind es nicht. Größere Bestände gehören in eine eigene Wallet, nicht dauerhaft auf die Börse.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich ein Girokonto, um Krypto zu kaufen?

In der Praxis ja. Fast jede Krypto-Börse nimmt Euro per SEPA-Überweisung von einem Girokonto entgegen. Das Konto muss auf deinen eigenen Namen laufen und verifiziert sein, denn aus Gründen der Geldwäscheprävention werden Einzahlungen von fremden Konten in der Regel abgelehnt. Ohne ein Girokonto ist der Euro-Einstieg bei den meisten Börsen kaum möglich.

Sind meine Kryptos auf der Börse einlagengesichert?

Nein. Die gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro gilt nur für Euro-Guthaben auf einem Bankkonto. Sobald du Euro in Kryptowährungen tauschst, entfällt dieser Schutz. Krypto-Guthaben auf einer Börse oder in einer Wallet ist nicht abgesichert, weshalb größere Bestände besser in eine eigene Wallet gehören.

Welche Bank eignet sich für Krypto?

Wichtig ist eine krypto-freundliche Bank, die Überweisungen an Börsen nicht blockiert oder verzögert. Neobanken und spezialisierte Anbieter sind hier oft unkomplizierter als manche Filialbanken. Achte darauf, dass der Kontoinhaber exakt mit deinem Börsen-Account übereinstimmt, sonst scheitern Ein- und Auszahlungen an der Verifizierung.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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