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Hard Fork: Regeländerung, Kettenspaltung, Folgen

Wie eine Hard Fork die Regeln einer Blockchain ändert, wann daraus zwei Ketten entstehen und was das für Anleger bedeutet

TechnologieFortgeschritten3 Min. Lesezeit

Definition

Eine Hard Fork ist eine nicht rückwärtskompatible Änderung an den Regeln einer Blockchain, durch die sich ein Netzwerk technisch aufspalten oder dauerhaft ändern kann.

Eine Hard Fork ist eine grundlegende, nicht abwärtskompatible Änderung der Regeln einer Blockchain. Alle Nodes müssen auf die neue Software aktualisieren, um Teil des Netzwerks zu bleiben. Sind sich nicht alle einig, kann sich die Kette in zwei separate Blockchains aufspalten, so entstand etwa Bitcoin Cash aus Bitcoin.

Hard Fork vs. Soft Fork

MerkmalHard ForkSoft Fork
Kompatibilitätnicht abwärtskompatibelabwärtskompatibel
Updatealle Nodes müssen aktualisierenschrittweise möglich
Kettenspaltungmöglich (zwei Coins)nein

Bei einer Soft Fork verstehen auch nicht aktualisierte Nodes die neuen Blöcke noch, eine Hard Fork bricht dagegen mit den alten Regeln. Genau deshalb birgt sie das Risiko einer Spaltung.

Wann ein neuer Coin entsteht

Hält ein Teil der Community an den alten Regeln fest, während der Rest die neuen übernimmt, laufen zwei Ketten parallel weiter, und es entstehen zwei Coins. Bekannte Beispiele: 2016 spaltete sich nach dem DAO-Hack Ethereum Classic von Ethereum ab, 2017 entstand Bitcoin Cash aus Bitcoin. Wer die Coins vor der Spaltung hielt, besaß danach in der Regel Guthaben auf beiden Ketten.

Geplante Upgrades vs. Streit-Forks

Nicht jede Hard Fork ist ein Drama. Viele sind reine, einvernehmliche Protokoll-Upgrades, bei denen einfach alle gemeinsam aktualisieren, es entsteht keine zweite Kette. Solche geplanten Hard Forks sind bei Ethereum etwa regelmäßig Teil der Weiterentwicklung. Zur Spaltung kommt es nur bei umstrittenen (contentious) Forks, wenn sich die Community nicht einigt.

Steffis Tipp

Eine Hard Fork ist nicht automatisch gut oder schlecht, oft ist sie ein ganz normales Upgrade. Vorsicht ist nur bei umstrittenen Forks geboten: Dort tauchen erfahrungsgemäß schnell Betrüger auf, die mit angeblichen „neuen Coins“ oder gefälschten Wallets locken. Im Zweifel abwarten und nur offiziellen Quellen folgen, statt überstürzt zu handeln.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Hard Fork?

Eine Hard Fork ist eine grundlegende, nicht abwärtskompatible Änderung der Regeln einer Blockchain. Alle Nodes müssen auf die neue Software aktualisieren. Sind sich nicht alle einig, kann sich die Kette in zwei separate Blockchains aufspalten, wie bei der Entstehung von Bitcoin Cash aus Bitcoin.

Entsteht bei jeder Hard Fork ein neuer Coin?

Nein. Viele Hard Forks sind einvernehmliche Upgrades, bei denen alle gemeinsam aktualisieren, hier entsteht keine zweite Kette. Ein neuer Coin entsteht nur, wenn ein Teil der Community an den alten Regeln festhält und beide Ketten parallel weiterlaufen, wie bei Ethereum und Ethereum Classic.

Was ist der Unterschied zwischen Hard Fork und Soft Fork?

Eine Soft Fork ist abwärtskompatibel: Auch nicht aktualisierte Nodes verstehen die neuen Blöcke weiter, eine Spaltung gibt es nicht. Eine Hard Fork ist nicht abwärtskompatibel, alle müssen aktualisieren, und es kann zur Kettenspaltung mit zwei Coins kommen.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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