Kirchensteuer: Berechnung und Krypto-Gewinne
Wie die Kirchensteuer als Zuschlag auf die Einkommensteuer funktioniert und wann sie auf steuerpflichtige Krypto-Gewinne anfällt
Definition
Die Kirchensteuer ist eine zusätzliche Steuer, die in Deutschland für Mitglieder bestimmter Religionsgemeinschaften auf Basis der Einkommensteuer erhoben wird.
Kirchensteuer ist eine Steuer, die Mitglieder bestimmter Religionsgemeinschaften in Deutschland zusätzlich zur Einkommensteuer zahlen. Sie beträgt je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent der Einkommensteuer. Auch auf steuerpflichtige Krypto-Gewinne kann Kirchensteuer anfallen, wenn du Kirchenmitglied bist.
Wie die Kirchensteuer berechnet wird
Die Kirchensteuer ist ein Zuschlag auf die Einkommensteuer, nicht auf das Einkommen selbst. Beträgt deine Einkommensteuer beispielsweise 5.000 Euro und der Kirchensteuersatz 9 Prozent, zahlst du 450 Euro Kirchensteuer. Bei Kapitalerträgen wird sie zusammen mit der Abgeltungsteuer erhoben, immerhin senkt die gezahlte Kirchensteuer die Steuerlast leicht, da sie als Sonderausgabe abziehbar ist.
Kirchensteuer auf Krypto-Gewinne
Sind deine Krypto-Gewinne steuerpflichtig, etwa weil du innerhalb der Haltefrist verkauft hast und über der Freigrenze liegst, erhöhen sie deine Einkommensteuer. Auf diese zusätzliche Steuer fällt dann auch Kirchensteuer an, sofern du Kirchenmitglied bist. Bleiben die Gewinne dank Haltefrist steuerfrei, entsteht logischerweise auch keine Kirchensteuer.
Wenn du Kirchenmitglied bist, denk bei steuerpflichtigen Krypto-Gewinnen an die zusätzliche Kirchensteuer von 8 bis 9 Prozent der Einkommensteuer, sie wird gern übersehen. Wer die einjährige Haltefrist nutzt und steuerfrei verkauft, zahlt dagegen weder Einkommen- noch Kirchensteuer auf den Gewinn. Das hier ersetzt keine Steuerberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Kirchensteuer?
Die Kirchensteuer ist eine Steuer, die Mitglieder bestimmter Religionsgemeinschaften zusätzlich zur Einkommensteuer zahlen. Sie beträgt je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent der Einkommensteuer, nicht des Einkommens. Wer keiner steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört, zahlt keine Kirchensteuer.
Fällt Kirchensteuer auf Krypto-Gewinne an?
Ja, wenn du Kirchenmitglied bist und deine Krypto-Gewinne steuerpflichtig sind, etwa bei Verkauf innerhalb der Haltefrist über der Freigrenze. Die Gewinne erhöhen die Einkommensteuer, und auf diese fällt dann auch Kirchensteuer an. Sind die Gewinne dank Haltefrist steuerfrei, entsteht keine Kirchensteuer.
Wie hoch ist die Kirchensteuer?
Sie beträgt 8 Prozent (Bayern, Baden-Württemberg) oder 9 Prozent (übrige Bundesländer) der Einkommensteuer. Da sie als Sonderausgabe abziehbar ist, senkt die gezahlte Kirchensteuer die Steuerlast leicht. Bei Kapitalerträgen wird sie zusammen mit der Abgeltungsteuer erhoben.
Verwandte Begriffe
Einkommensteuergesetz
Das Einkommensteuergesetz, kurz EStG, ist die zentrale gesetzliche Grundlage dafür, wie Einkommen in...
Abgeltungsteuer
Die Abgeltungsteuer ist in Deutschland eine pauschale Steuer auf bestimmte Kapitalerträge, meist mit...
Haltefrist
Haltefrist bezeichnet den Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung eines Vermögenswerts. Bei pr...
Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
Über Steffi →Risikohinweis: Meine Inhalte dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung dar.
Diese Seite kann Affiliate-Links enthalten. Bei einem Kauf über diese Links erhalte ich eine Provision — du unterstützt meinen Kanal ohne Mehrkosten. Danke! ❤️

